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Startseite - Buch - Science Fiction - Der Todeskreuzer (Star Wars)
Der Todeskreuzer (Star Wars)
Buch - Science Fiction (B)

Reihe: Star Wars
Titel: Der Todeskreuzer
Originaltitel: Star Wars - Death Troopers (27.10.2009)
Autor: Joe Schreiber
Übersetzer: Andreas Kasprzak
Titelbild: Indika und Dave Stevenson
Buch/Verlagsdaten: Blanvalet Verlag 37560 (16.08.2010); 286 Seiten; 12 €; ISBN 978-3-442-37560-8 (TB)

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Gammel gammel gammel würg ...

ach, oh, entschuldigt bitte, ich bin schon dran mit der Rezension des großartigen Horror-Debuts im erweiterten Star-Wars-Universum. Geschrieben von Joe Schreiber.

Ja ...

Muss ich etwas dazu sagen? Ja? Oh je ...

Nun, eigentlich bin ich Star-Wars-Fan. Nicht fanatischer, nein, ich bin nur auf der Ebene, automatische Türen in Einkaufszentren grundsätzlich mit der typischen Jedi-Handbewegung zu öffnen. Muss man ja so machen.
Und dann freut man sich auch auf die Meldung in der Jedipedia, dass es nun einen reinrassigen Star-Wars-Horror-Roman geben soll. Und findet das Titelbild ziemlich cool. Könnte ja durchaus was werden.
Könnte ...

Denn wie man liest, schippert die Gefangenenbarkasse Sühne durchs Weltall. Mit an Bord die jugendlichen Häftlinge und Brüder Kale und Trig Longe, die sich nach dem Tode ihres Vaters auf der Barkasse nun alleine behaupten müssen. Da er von Kale Longe bei einem Streit verletzt wurde, ist der Zellennachbar Aur Myss der Erzfeind der beiden und will sie töten. Auf Seiten der Nicht-Gefangenen haben wir die unvermeidliche Ärztin namens Zahara Cody, den grobschlächtigen und unintelligenten Soldaten Jareth Sartoris und ein paar völlig unwichtige Nebenprotagonisten, die dem Autor keine Charakterisierung wert sind. Macht nichts, da sie zur Handlung auch nichts beitragen.
Die Barkasse erleidet mitten im All Schiffbruch, ein wichtiges Teil des Triebwerkes ist defekt. Natürlich hat man kein entsprechendes Ersatzteil dabei und natürlich kann keine Hilfe kommen. Passenderweise treibt ein Sternzerstörer vorbei, der jedoch auf Anrufe nicht reagiert. Nichtsdestotrotz dockt man an und macht sich in dem menschenleeren Schiff auf die Suche nach den entsprechenden wichtigen Ersatzteilen für das eigene Fluggerät. Wieder an Bord der Sühne, wird klar, dass man sich auf dem Zerstörer einen tödlichen Virus eingefangen hat, der sich schnell im ganzen Schiff ausbreitet. Jedoch sind einige Personen gegen diese Krankheit immun, darunter natürlich die meisten der oben erwähnten Charaktere. Verzweifelt versucht Zahara Cody, der Situation Herr zu werden, kann jedoch die völlige Durchseuchung des Raumschiffes nicht verhindern. Auch ihr alles wissender Medodroid kann ihr da nicht beistehen.
Jareth Sartoris hingegen flieht mit einer Rettungskapsel, wird jedoch von der Eigengravitation des Zerstörers angezogen und gerät nun sozusagen vom Regen in die Traufe. Denn die nun allesamt verstorbenen Wächter, Soldaten und Gefangenen stehen von den Toten wieder auf und es beginnt eine äußerst klassische Zombie-Hetzjagd, die man aus Dutzenden Genre-B-Movies kennt und nicht sonderlich liebt. Dank der spärlichen Bindung des Lesers an die Handlungspersonen ist deren Schicksal einem ziemlich einerlei, was sämtliche Spannungsmomente zerstören kann. Wenn denn noch welche da wären, denn das lang und breit aufgebaute Spannungsmoment wird etwa in der Mitte des Romans abrupt mit der Befreiung der letzten zwei Häftlinge ganz unten im Schiff zerstört: Han Solo und sein pelziger Freund Chewbacca. Warum man diese hat einbauen müssen, ist mir ein Rätsel - vielleicht, um doch noch etwas Star-Wars-Charme in dieses Buch zu bringen und die armen Fans dazu zu bringen, es für teuer Geld zu kaufen.

Natürlich endet dieses Buch mit einem Happyend einiger weniger Hauptpersonen samt den beiden Helden aus Star Wars. Und es endet mit einem verzweifelten Fan, der sich fragt, warum man diesen Roman verbrochen hat? Gammeliger und ausgetretener Horror meets billigen Star-Wars-Merchandise - wer will das haben?

Meine Bewertung: 5 von 10 Punkten.

 

Der Todeskreuzer - die Rezension von Erik Schreiber

 

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