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Startseite - Film - Horror & Mystery - The Unholy - Dämon der Finsternis
The Unholy - Dämon der Finsternis
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: The Unholy - Dämon der Finsternis
Originaltitel: The Unholy
Regie: Camilo Vila
Drehbuch: Philip Yordan
Produktion: Mathew Hayden
Darsteller: Ben Cross, Trevor Howard, Hal Holbrook, William Russ, Ruben Rabasa, Ned Beatty.
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 18 Jahre
USA 1988

Eine Besprechung / Rezension von Max Pechmann
(weitere Rezensionen von Max Pechmann auf fictionfantasy findet man hier)

Der Erfolg von “Prince of Darkness“ führte zu weiteren Filmen, die das Unheimliche mit der Institution der Kirche verbanden. Die erste Welle dieser Art fand bekanntlich in den 70ern statt, indem es zu mehreren Nachfolgeproduktionen zu „Der Exorzist“ kam. John Carpenters Low-Budget-Film aus dem Jahr 1987 sorgte mindestens für eine kleinere Welle. Dadurch kam es u. a. zu dem bis vor kurzem noch in Deutschland indizierten Film „The Unholy“.
Um indizierte Filme herum baut sich in der Regel ein Gerüst von Gerüchten auf, das sich mit der Zeit noch verstärkt. Bei „The Unholy“ war es nicht anders. Vor allem ein paar als blasphemisch angesehene Szenen sorgten dafür, der Produktion etwas ganz und gar Schreckliches anzulasten, wie etwa ein auf dem Altar geopferter Hund oder ein auf das Kirchenkreuz genagelter Leichnam. Zum Glück wurde die Indizierung aufgehoben, sodass sich jeder Horrorfan nun selbst ein Bild dieses Trash-Klassikers machen kann.

Die Handlung spielt vor allem in der Kirche St. Agnes in New Orleans, in der vor Jahren zwei Priester brutal ermordet wurden. Nun bekommt Pater Michael den Auftrag, die Kirche für die dort ansässige Gemeinde wieder zu öffnen. Doch kaum finden darin wieder Gottesdienste statt, kommt es bereits zu ersten unheimlichen Zwischenfällen

„The Unholy“ ist eindeutig einer der besseren Trash-Filme der 80er Jahre. Die Story ist spannend und dicht erzählt. Die Dialoge sind hervorragend, was nicht von ungefähr kommt, da Philip Yordan, der am Drehbuch zum Klassiker „El Cid“ mitgewirkt hat, sich auch hier für das Script verantwortlich zeigt. Dies verleiht dem Film einen gewissen Anspruch, auch wenn das Finale den Anschein einer Trash-Granate besitzt. Die meisten Figuren wirken überzeugend, bei anderen weiß man nicht genau, welche Funktion sie eigentlich einnehmen sollen, da manche Handlungsstränge, an denen sie beteiligt sind, ins Leere laufen. Ähnlich verhält es sich auch mit der Auflösung des Rätsels, was einen zu dem Ausspruch verleitet: Da fehlt doch etwas! Genau deswegen aber erhielt „The Unholy“ ein Trash-Siegel und das macht ihn aus dieser Perspektive überaus sympathisch.
Insgesamt kommt „The Unholy“ zwar nicht an die Qualität von „Fürsten der Finsternis“ heran, wer aber John Carpenters Meisterstück aus den späten 80ern mag, wird von diesem Film sicherlich nicht enttäuscht sein.

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