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Startseite - Film - Horror & Mystery - The Sixth Sense
The Sixth Sense
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: The Sixth Sense
Originaltitel: The Sixth Sense
Regie & Drehbuch: M. Night Shyamalan
Darsteller: Bruce Willis, Toni Collette, Olivia Williams, Haley Joel Osment, Donnie Wahlberg, Mischa Barton
Musik: James Newton Howard
FSK: 16
Laufzeit: 107 Min
USA 1999

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

"Ich sehe tote Menschen", sagt der kleine Cole Sear (Haley Joel Osment) in diesem packenden Thriller. Vorzeige-Actioner und Blockbuster-Ikone Bruce Willis ("Stirb langsam", "Die Tränen der Sonne") diesmal sogar als sensitiver, verhaltener Kinder-Helfer. Er spielt in "The Sixth Sense" den Kinderpsychologen Malcolm Crowe, dessen ehemaliger Patient Vincent Gray (Donnie Wahlberg) in Crowes Badezimmer eingedrungen ist und ihn mit der Knarre bedroht.. Wahlberg nimmt man eine verpfuschte Kindheit ab. Im richtigen Leben zählt er zu den Gründungsmitgliedern der Boyband "New Kids On the Block", mit der er sechs Jahre lang erfolgreich tourte. Seinen mörderischen Unmut über die unbefriedigende Therapie kompensiert Vincent mit einer Blei-Kugel für Dr. Crowe und einer für sich selber aus.

Wie auch immer: Ein Jahr später trifft Crowe auf den kleinen Cole Sear (Haley Joel Osment), der Tote sehen und mit ihnen reden kann. Crowe sieht nun eine Chance, seinen Fehler mit Vincent wiedergutzumachen. Bruce Willis spielt hier also einmal nicht in seiner gewohnten Rolle, denn es gibt keine einzige Actionszene. Er gibt diesmal einen depressiven Typen, denn Crowes Ehe läuft auch nicht mehr so recht. Insgesamt ein wertvoller Film, der mehr auf Charakterstudie macht und weniger ein parapsychologischer Thriller sein will, obwohl es durchaus lebende Tote zu bestaunen gibt. Der hervorragend gespielte Thriller toppte an den US-Kinokassen sogar das "Blair Witch Projekt" deutlich und exponierte sich darüber hinaus auch noch zum bisher erfolgreichsten Bruce-Willis-Movie. Doch kurz vor Ende wird dann schon klar, worin der ganz besondere Reiz dieses Filmes besteht. Mehr sollte aber nicht preisgegeben werden.

Die zweifelhaft nette Gabe, mit der Cole gesegnet ist, macht ihm natürlich nicht Freude, sondern eher panische Angst. Diese vermittelt der elfjährige Schauspieler Haley Joel Osmond derart eindringlich, dass man als Zuschauer mitnichten in seiner Haut stecken will. Die permanente Anspannung und tiefe Einsamkeit des sonderbaren Einzelkindes werden in den Hochglanz-Kadren extrem präsent. Der Film lebt zu einem großen Teil von den schauspielerischen Leistungen von Bruce Willis und Haley Joel Osment, denn der Handlungsfaden ist oftmals sehr lang gesponnen. "The Sixth Sense" ist ein Film mit einem unerwarteten wie auch intelligenten Ende, welches so in dieser Form nur schwer vorhersehbar ist. Doch genau in diesem genialen Finale liegt auch gleichzeitig der große Schwachpunkt: Der indischstämmige Regisseur M. Night Shyamalan, bekannt geworden durch seine oft mit ungewöhnlichen Handlungssträngen überraschenden, mystischen Movies ("The Sixth Sense", "Unbreakable", "Lady in the Water", "Signs", "The Village", "The Happening") hatte nach "The Happening" Probleme mit der Kritik. Die unerklärlichen Massenmorde in dem Endzeitdrama konnte er nicht so richtig begründen.

Kommentare (1)Add Comment
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geschrieben von RoM, Januar 01, 2012
Haley wurde nach dem durchschlagenden Erfolg des Meisterwerks von Hollywood verbrannt. Darin ist die Maschinerie ziemlich erfahren. Nicht jeder Jung-Star kommt damit zurecht. Osment ist dabei havariert. Den Regisseur ereilte die Talfahrt mit Verzögerung. Künstlerisch kamen die ersten Risse bei SIGNS zum tragen (religiös verbrämt). Sein bester Film bleibt allerdings UNBREAKABLE.

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