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Startseite - Film - Horror & Mystery - The Roost - Angriff der Fledermäuse
The Roost - Angriff der Fledermäuse
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: The Roost - Angriff der Fledermäuse
Regie & Drehbuch: Ti West
Darsteller: Tom Noonan, Karl Jacob, Vanessa Horneff, Sean Reid, Wil Horneff, Barbara Wilhide, Richard Little, John Speredakos, Larry Fessenden, Tom Hamilton, Graham Reznick, Heather Robb, Mary Schmidt, Ti West, u.a.
Musik: ?
FSK: 18
Laufzeit: 80 Minuten
USA, 2005

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Halloween gab schon immer Anlass für ein paar nette Gruselgeschichten. Hexen, Werwölfe, Zombies oder Fledermäuse, die zumindest in der heutigen Zeit ein selten gesehener Gast in Horrorfilmen sind. Ein kleines Revival feiern die Flattermänner nach Werken wie "Bats" in Ti Wests Debüt "The Roost". Übersetzt heißt der Titel "Schlafplatz" oder "Hahn im Korb". Hähne in Körben sind sicherlich nicht unsere vier Freunde: Die entkommen auf dem Weg zu einer Halloween-Hochzeit gerade noch einem tödlichen Unfall. Der Wagen ist Schrott, und die Suche nach Hilfe bringt sie auf eine abgelegene und mysteriöse Farm. Doch auch hier naht keine Rettung. Ist die Polizei erst alarmiert, stellt sich statt der erhofften Bergung noch mehr Ärger ein, der das junge Gespann endgültig aus der Bahn zu werfen droht. Schutz suchen sie in einer alten Scheune, die auf den ersten Blick verlassen scheint. Auf den ersten Blick, wie sich schnell herausstellt, leben in dem alten Gebäude Virus übertragende Flugtiere. Ausgesetzt und unschuldig begegnen ihnen dort bösartige Kreaturen; die Toten erheben sich, und eine grauenvolle Nacht beginnt.

Der Film erinnert an einen der legendären70er-Jahre-Horror-B-Movies aus den Hammer-Studios in ihrer sehr eigentümlichen Manier. Mit simplen gestalterischen Film-Mitteln und wenigen, eher unbedarften Jung-Mimen wird auf der abgelegenen Farm eine hervorragende und sehr angespannte Atmosphäre des Backwood-Horrors geschaffen. Ein paar echte Schockmomente und gut ausgearbeitete Gore-Effekte runden das vielfältige Gänsehaut-Angebot ab. Die computeranimierten Fledermäuse sind immer nur kurz zu sehen, so dass die Darstellung der Tierchen gar nicht erst in Frage gestellt werden kann. Der Film braucht lediglich etwas, um in Schwung zu kommen. Die Opfer der Fledermäuse verwandeln sich in Zombies, was zusätzliche Spannung bringt. Als Bonus wird der Film wie in einer alten Late-Night Horror-Sendung von Tom Noonan anmoderiert; wirklich herrlich. Der Film wurde auf 16mm gedreht und hat dadurch ein leicht grobkörniges Bild. Dies ist kein Manko der DVD, sondern als Stilmittel vom Regisseur Ti West beabsichtigt. Angst, Schrecken und eine allgegenwärtige Bedrohung schafft Ti West allein mit dem Spiel aus Licht und Schatten, das die scharfen Kanten des Gebäudes umspielt und hinter jeder Ecke eine neue Gefahr vermuten lässt. Das ist schon Kunst genug für diesen herrlichen Trash, an dem Horror-Jünger ihre Freude haben werden.

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