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The Place Promised In Our Early Days
Film - Animation

Titel: The Place Promised In Our Early Days
Originaltitel: Kumo no Muko, Yakusoku no Basho
Regie & Drehbuch: Makoto Shinkai
Musik: Tenmon
FSK: 6
Laufzeit: 91 min
Japan, 2004

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Weltweit von den Kritikern gefeiert, brilliert Regisseur Makoto Shinkai mit seinem ersten Spielfilm; eine meisterliche Parabel über das Erwachsenwerden, Ideale, Freundschaft und den Schmerz des Krieges.

Keine Frage: Makoto Shinkai gilt als Shooting Star der Anime-Branche und wird jetzt schon als Nachfolger des Giganten Hayao Miyazaki gepriesen. Das scheint verfrüht, aber dass er das Potential hat, ein ganz Großer zu werden, steht außer Dskussion. 2003 sorgte er mit seinem an einem Macintosh kreierten 25-minütigem Kurzfilm "Voices of a Distant Star" für Aufsehen. "The Place Promised in Our Early Days" ist seine Premiere, ein epischer Animationsfilm, der diverse Elemente seines Erstlingswerks aufgreift: Auch hier hat der Newcomer wieder das Anime-Zepter beinahe in der Hand, fungiert er doch als Regisseur, Autor und Sound Director in Personalunion.

Als verklärte Liebesgeschichte voller Sehnsucht nach unbeschwerter Jugend, nach romantischer Liebe und nach Frieden ist "Place Promised" denn auch überaus gelungen und im Kontext japanischer Trickfilme zu verstehen, in dem Emotions-Eruptionen allzu gerne mit Pathos infiltriert werden. Funktioniert stets bestens:

In einer fiktiven Parallelwelt wurde Japan nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen den Siegermächten aufgeteilt. Die Freunde Hiroki, Takuya und Sayuri fühlen sich von einem riesigen Turm auf der anderen Seite der Grenze magisch angezogen. Sie versprechen sich: Mit einem selbstgebastelten Flugzeug wollen sie über die Grenze fliegen, um das Geheimnis des Turms zu lüften. Als die junge Sayuri spurlos verschwindet, stirbt der Plan der Jugendfreunde. Jahre später steht das geteilte Japan kurz vor einem Krieg - und Hiroki findet Sayuri wieder, die seit ihrem Verschwinden im Koma liegt. Hiroki schmiedet indes fieberhaft einen Plan, seine Freundin zu befreien. Dass Sayuris Schicksal mit dem geheimnisvollen Turm verknüpft ist, weiß er noch nicht....

"Wie spielerisch es Makoto Shinkai mit diesem Film gelingt, die Genre-Grenzen von Science-Fiction und Romanze aufzulösen, beides miteinander zu verbinden und in eine intelligente Coming-of-Age-Geschichte einzubinden, ist hochgradig beeindruckend. Noch beeindruckender, ja, umwerfend, sind die von Licht durchfluteten Bilder des Films, der scheinbar aus einem endlosen Sonnenuntergang zu bestehen scheint. Neben grandiosen Naturpanoramen finden sich bezaubernde Details wie die Decke eines Zugabteils, in deren Chromleisten Reflexionen hin- und herhuschen oder durch ein leckes Dach hereinrieselnde Schneeflocken. Viele der Szenen sind Sinfonien pursten Lichts von fast übersinnlicher Schönheit", schwelgt japankino.de völlig zu Recht.

Themenbereich "Parallelwelten"
- Buch- und Film-Rezensionen -

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