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The Game-Players of Titan (Das Globus-Spiel)

Bewertung: 5 / 5

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Serie/Zyklus: ~
Titel: Das Globus-Spiel
Originaltitel: The Game-Players of Titan
Autor: Philip K. Dick
Übersetzer: ~
Verlag/Buchdaten: Vintage Books

Besprechung / Rezension von Oliver Faulhaber

Die Erde wird nur noch von wenigen Millionen Bewohnern bevölkert und die Menschheit ist auf lange Sicht gesehen dem Untergang geweiht. Verursacht durch den letzten globalen Konflikt, bei dem China auch vor dem Einsatz von sterilisierenden Strahlen nicht zurückschreckte, bilden die Überlebenden des Krieges quasi die letzte menschliche Generation - beaufsichtigt und betreut von den irgendwie in den Krieg verwickelten außerirdischen "Vugs" vom Planeten Titan.
Durch lebensverlängernde Maßnahmen ließ sich ein allzu rascher Untergang vermeiden, aber wirklicher Bevölkerungszuwachs ist nur möglich, falls beide Elternteile eine Resistenz gegen die Strahlung aufweisen und so eine Schwangerschaft ermöglicht wird ... und dieses Glück einmal zu haben ist das Lebensziel aller. Deshalb führten die Vugs "Bluff" ein, gespielt in kleinen Runden von Großgrundbesitzern mit ganzen Landstrichen als Einsatz und Ehepartnern als Gewinn. Allabendlich treffen sie sich zu dem Spiel und kehren - falls siegreich - mit einer neuen Immobilie und einem neuen Partner nach Hause zurück.

Es zieht sich zwar keine durchgängige Erzählperspektive durch das Buch, doch dreht sich eigentlich alles um Pete Garden aus Kalifornien, einem chronisch Manisch-Depressiven immer kurz vor der Flucht in den Suizid. Dass er kein Glück hat, ist für ihn schon normal, aber jetzt hat er beim Spiel auch noch seinen besten Grundbesitz verloren. Und der neue Eigentümer hatte nichts besseres zu tun, als es einem Fremden von der Ostküste zu verkaufen und so einem "Außenseiter" den Weg in die geschlossene Runde zu ermöglichen - der zu allem Überfluß auch noch als bester Bluff-Spieler des Landes gilt und so die Existenz aller bedroht (denn wer alles verloren hat, wird vom Spiel ausgeschlossen).

Dieses einfache Szenario wird jedoch schnell komplexer, denn Pete schlittert in ein Netz aus Verschwörungen, kommt in die Fänge einer patriotischen Untergrund-Organisation und erlebt ziemlich psychedelische Phasen. Bestimmt wird das Ganze von dem Kräftemessen zwischen Telepathen, Telekinetikern und Präkognitiven. Die Fronten und Konstellationen wechseln erschreckend schnell, anfangs nur eine Marionette liegt es am Ende an Pete, die Antwort auf die Frage "Wie bluffe ich einen Telepathen?" zu finden.

Urteil: Das vorliegende Werk gehört wohl zu den weniger bekannten des Autors, aber es steht einer Berühmtheit wie Blade Runner in nichts nach. Stets versteht es Dick, durch überraschende Wendungen den Leser immer aufs Neue zu überraschen. Kaum bildet man sich ein, die Verstrickungen durchschaut zu haben, wird auch schon wieder alles über den Haufen geworfen und das Buch auf eine höhere, globalere Ebene gebracht. Anfangs denkt man, das Ganze endet in einer Art Krimi, doch plötzlich steht die weitere Existenz der ganzen Erde auf dem Spiel.

Alles in allem wirklich eine Empfehlung wert, und auch mit moderaten Englischkenntnissen liest es sich im Original sehr angenehm.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

 

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