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Startseite - Buch - Fantasy - The Dark Knight - Der offizielle Roman zum Film
The Dark Knight - Der offizielle Roman zum Film
Buch - Fantasy (B)

Titel: The Dark Knight - Der offizielle Roman zum Film
Originaltitel: The Dark Knight
Autor: Dennis O'Neil
Übersetzer: Timothy Stahl
Titelbild: Filmfoto
Buch/Verlagsdaten: PaniniBooks (2008), Seiten: 287, ISBN: 978-3-8332-1747-0

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Das Leben ist hart, brutal, grausam und ungerecht. Das erlebt auch unser dunkler Held jeden Tag aufs Neue und natürlich jede Nacht. So erlebt er im ersten Kapitel den Kampf gegen Ras al Ghul noch einmal, im zweiten Kapitel blenden wir unnötigerweise um auf Batmans Kindheit. Wer diese nicht kennt, hat die letzten fünfzig Jahre zumindest nicht in Deutschland gelebt. Bereits in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts erschienen die ersten Comics in Deutschland, in den 70er Jahren flimmerten die ersten Filme über die Leinwand, um in den frühen 80er Jahren mehrfach im Fernsehen wiederholt zu werden. Bis heute laufen die Comics unvermindert weiter mit neuen Abenteuern des niemals alternden Helden.
Im folgenden Kapitel treffen wir auf Clowns, die eine ganz besondere Bank überfallen und mit viel Geld fliehen. Zumindest ein Clown, denn die anderen brachten sich gegenseitig um. Und der überlebende Clown stellt sich als einer der gefürchteten Gegner Batmans heraus: der Joker. Im Film wird er dargestellt von dem zu früh verstorbenen Australier Heath Ledger. Kapitel vier zeigt uns einen Christian Bale als Bruce Wayne, wie ich ihn noch nie kennen gelernt habe. Rücksichtslos, angeberisch. Er fährt mit seinem teuren Auto einfach mal so einen Motrorroller um, nur um dann das Doppelte der Reparatur zu bezahlen. Er benimmt sich gegenüber Rachel Dawes auch nicht besser als ein Snob. In den alten Comics, die ich kenne, verhielt er sich nie so herablassend. Aber warum auch nicht, schließlich trifft sich Rachel ab und zu mit Harvey Dent. Ist der gute dunkle Ritter vielliecht ein wenig eifersüchtig?
In den nachfolgenden Kapiteln lernen wir Jonathan Crane kennen und den Tschetschenen, die im Laufe der Handlung noch wichtig werden sollen. Dies gilt auch für andere Menschen, die mehr oder weniger tot in ihrer Rolle enden. Der wichtigste von allen ist wohl Harvey Dent. Harvey Dent ist der frisch gewählte Bezirksstaatsanwalt, den Batman im Kampf gegen das Verbrechen in Gotham City unterstützen will. Da kommt es natürlich gelegen, dass der psychopathische Joker wieder auftaucht. Batmans Kampf gegen den Schwerverbrecher ist vorprogrammiert. Der Joker entführt kurzerhand den Hoffnungsträger Dent mit Dawes gemeinsam.

 

Timothy Stahls bekanntermaßen sehr einfache Schreibweise kommt der Umsetzung des Films zu einem Jugendbuch sehr entgegen. Das Zielpublikum achtjähriger Leser wird nicht mit allzuviel Spannung um den Schlaf gebracht. Der Held Batman wird positiv wie immer dargestellt, so dass die restlichen Figuren nicht sonderlich hervorgehoben werden müssen. Dabei wollte Batman doch seinen Umhang an den berühmten Nagel hängen. Seine Arbeit als dunkler Ritter könnte ganz offiziell der neue engagierte Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent erledigen. Das Buch lebt von und mit dem dunklen Ritter, der immer und jederzeit für das Gute eintritt. Der Leser und auch der Zuschauer wird sich mit der Geburtsstunde von Two-Face anfreunden müssen, wieder einmal mehr. Wie auch immer, ein Roman der eingefleischte Batmanfans erfreut.

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