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Phantast
| Terminator 3 - Rebellion der Maschinen |
| Film - Science Fiction (F) | |||||
Mit Fortsetzungen zu Erfolgsfilmen ist das so eine Sache: Mehr oder weniger heiß erwartet, enttäuschen sie meist. Die Crux an diesen Filmen ist klar: Einerseits sollen Fans des ersten Teils "ihren" Film wiedererkennen, andererseits sollen neu gewonnen Zuschauer nicht völlig vor den Kopf gestoßen werden und die Handlung nachvollziehen können. Mit anderen Worten: Der Film soll für sich alleine stehen. Was Wunder, dass Fans des Streifens - der übrigens im Kino eher bescheidene Summen einspielte und erst auf Video zum Megaseller wurde - einer Fortsetzung entgegenfieberten, die sieben Jahre später endlich folgte? Eine Fortsetzung, die den vielleicht perfektesten Actionfilm überhaupt darstellt? Zum Plot: John Connor, der künftige Anführer der Menschen im Kampf gegen die Maschinen, ist erwachsen geworden. Sein Leben ist triste und leer: Um etwaigen Killerkommandos aus der Zukunft keinen Anhaltspunkt seiner Existenz zu geben, muss er ein Leben im Schatten führen, ohne menschliche Bindungen, ohne festen Wohnsitz, ohne technische Geräte, die ihn verraten könnten. Um sich benötigte Medikamente zu beschaffen bricht John in eine Tierklinik ein, wo er von der Tierärztin Kate (Claire Danes) überrascht und überwältigt wird. Wie gesagt, schon im Original war der Plot denkbar einfach: Es ging darum, die Mutter des damals noch ungeborenen Zukunfts-Helden zu beschützen. Dass es ausgerechnet der Beschützer von Sarah Connor sein würde, der sie schwängert, und auf Geheiß des erwachsenen John Connor in die Vergangenheit geschickt wird, um seine Mutter zu beschützen, verlieh der Geschichte eine zusätzliche, verblüffende, clevere Pointe. In Teil 2 ist ein umprogrammierter Terminator (das selbe Modell wie der Killer aus Teil 1) plötzlich Sarah und John Connors Schutzengel. Im Laufe des Films gewinnt dieser sogar die Zuneigung von John und Sarah und wird zu einer Art "Ersatzvater". Teil 3 konnte gegenüber den brillianten Vorgängern eigentlich nur abfallen. Dennoch ist mir unbegreiflich, nach welchen Kriterien Drehbuch und Schauspieler ausgewählt wurden. In der (berechtigten) Annahme, dass sich Fans diesen Teil ohnedies nicht entgehen lassen würden, wurde die Atmosphäre der Terminator-Reihe fast gänzlich demontiert. Zwar nicht ganz so schlimm wie etwa bei den neuen Star Wars-Produktionen, aber immerhin gründlich genug, um zumindest mich zu verärgern. Linda Hamilton in ihrer Rolle als anfangs eher hilflose, später in Teil 2 furchtlose Kämpferin Sarah Connor wurde mit der Begründung sie sei zu alt ausgebootet. Ihre Stelle nimmt nun Johns neue Freundin Kate Brewster ein, die fast die ganze Filmlänge hindurch belämmert in die Gegend starrt oder mit ihrem Gezeter nervt, bis man sich als Zuschauer nur noch wünscht, die T-X würde sie endlich wegpusten oder sie würde durch eines der riesigen Plot-Holes verschwinden. Anführer von was: Der Resistance? Einem solch unbeholfenen Typen würde ich nicht mal das Mähen meines Rasens anvertrauen, geschweige denn das Schicksal der Menschheit! Keine Spur vom energischen, findigen Jugendlichen aus T2! Übrigens sieht John Connor 2003 John Connor 1991 nicht gerade ähnlich. Kristianna Loken als tödliche T-X macht zwar auf Grund ihres Äußeren gute Figur. Doch ist ihre Rolle lediglich eine Reprise des ungleich faszinierenderen T-1000 (Robert Patrick) aus T2. Selbst die Texte bleiben die gleichen: "Das ist ein schönes Motorrad" sagt T-1000 in T2 zu einem Polizisten. "Das ist ein schöner Revolver" merkt T-X 12 Jahre später an. Erschreckend Arnie selbst: Physisch beeindruckend wie in seinen besten Zeiten und dank Make Up (und Computer?) seiner Paraderolle vor 20 Jahren verblüffend ähnlich, gefällt sich der neue alte Terminator in der Rolle eines Komödianten. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass sich die serienmäßig eingebauten Extras der T-X unterscheiden von jenen des T-1000: Anscheinend sind Stichwerkzeuge außer Mode geraten und müssen idiotisch wirkenden Raketen- bzw. Flammenwerfern weichen, die die T-X quasi aus dem Ärmel schüttelt. Das liegt zum einen an den schwachen Darstellerleistungen, zum anderen natürlich an der Charakterisierung. Man nehme nur Kate her: Da erfährt sie, dass ihr Verlobter wenige Tage vor ihrer Hochzeit ermordet wurde. Das berührt sie nicht weiter. Nach wenigen Sekunden ist dieser gänzlich aus dem Film verschwunden. Ist T3 ein schlechter Film? Nein. Er ist ein passabler Actionfilm mit überragenden Effekten, die im Gegensatz zu den rein am Computer entstandenen anderer Filme überzeugend wirken, sowie - und hier muss ich auch mal ein Lob loswerden - einem überraschenden Ende, das eines James Cameron durchaus würdig wäre. Ist T3 ein Film der Terminator-Reihe? Als Fan kann ich da nur Nein sagen: Weder der Plot, noch die Schauspieler, die Atmosphäre, die Spannung oder die Musik (völlig schleierhaft, warum man auf den treibenden Score aus Teil 1 und 2 verzichtete) passen ins Terminator-Ambiente. Fazit: Gemessen an Actionmassenware der letzten Jahre ein toller, kurzweiliger Film. Der wahre Fan hält sich jedoch lieber an Camerons Meisterwerken und hofft törichter Weise, dass Teil 4 (der wohl unausweichlich ist) zurück zu den Wurzeln geht und ein versöhnliches Ende bietet.
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Hits: 2282 Kommentare (5)
![]() geschrieben von RoM, Februar 03, 2012
T3 ist der beste Teil der Reihe. Die Antworten auf viele Fragen in der Rezi finden sich im Umstand, daß sich nach jedem Terminator die Zeitlinie verändert. Skynet reagiert auf diese. Darstellerisch wird beste Qualität geliefert (ganz im Gegensatz zur Blage Connor in T2). Mit der TV-Serie existiert eine würdige Weiterführung der Story. Dafür landet T4 zielgenau in der Tonne.
T2 ist für mich nicht viel mehr als ein Remake des Ersten. Allein die Idee, daß sich die Zeitlinie verändert, ist innovativ. geschrieben von Thomas Backus, Februar 04, 2012
Zusagen, dass dieser Teil der beste ist, halte ich für falsch. Aber er war nicht Schrott (wie Terminator - Die Erlösung). Der weibliche Terminator war eine logische Weiterführung, und sehr gut umgesetzt. Dass es keinen einzelnen Rechner gibt, mit dessen Vernichtung Skynet ausgeschaltet wird halte ich für eine sehr gute Idee. Man merkt, dass sich die Autoren Mühe gegeben haben, die aktuelle technologische Entwicklung in den Plot einzubeziehen. Hut ab.
Die Verfolgungsjagd mit dem Kran war hammergeil! Dass allerdings aus Connor ein Weichei geworden ist, finde ich jämmerlich. Eine unglaubwürdige Weiterentwicklung eines zuvor starken Charakters! geschrieben von RoM, Februar 04, 2012
Daß der "neue" John Connor introvertiert wirkt, ist nachvollziehbar. Seine Mutter iat tot und er lebt flach unter Skynets Radar. Interessanter wirkt er dadurch allemal. Johns Ablehnung seiner Zukunft wird mehrmals im Film aufgegriffen und letzten Endes steht er wieder auf. Der Film ist deshalb der beste (für mich), weil er die Ausgangsidee konsequent weiter entwickelt. "Sarah Connor Chronicels" ging damit später in die Vollen (wow!). T4 ist inhaltlich ein Nichts gegen die (leider) letzte Szene der zweiten Season.
Die Serie gibt übrigens auch Antworten auf die Frage wie Skynet seine Fabriken über den Nuklearschlag rettet. Ja, die Terminatrix hat was. Wird von Cameron(Summer Glau)an Vielschichtigkeit noch übertroffen. Von Lena Headeys Sarah Connor ganz zu schweigen! Kommentar schreiben
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