Kommentare (2)
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Ich habe mir das Buch jetzt auch geholt, und kann dem obigen Rezensenten zustimmen:
Was beginnt, wie eine Schatzsuche unter Freunden, wird zu einem Fantasy-Epos - eines voller Ideen, die rocken: Es gibt Gravarstiefel, mit denen man meilenweite Sprünge machen kann, Gedankenwandler, die Gedanken Wirklichkeit werden lassen, Erinnerungen, die getrunken werden müssen usw.
Was mich besonders gepackt hat, ist neben der liebenswerten Heldin die geschichtliche Tiefe dieser Welt mit ihrer eigenen Technik, die vorwiegend auf Gravitationskräften basiert - und einer nicht greifbaren, aber spürbaren Magie.
Auch bei der Struktur ist dem Autor Großartiges gelungen. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, die trotz ihrer großen Distanz miteinander verwoben sind. Es gibt am Anfang viele lose Ende, die sich am Ende alle miteinander verbinden - ich mag das. So wie bei dem Biotechanoiden Buckminster, ein Wanderer wider Willen zwischen diesen Zeitebenen. Überhaupt glänzen die meisten Nebencharaktere durch eigene Sehnsüchte und Pläne. Und der Schreibstil ist exellent, da versteht jemand sein Geschäft
Kritik: Das Alter ist mit 14+ angegeben. Ich finde es ist ein All-Age-Book, definitiv für etwas ältere Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene. Deshalb verstehe ich das Cover nicht. Ich frage mich, was sich der Verlag dabei gedacht hat. Es ist ganz schön, aber definitiv eines für ein Kinderbuch. Etwas düstereres, einfach nur die Erdkugel oder so in der Schwärze des Weltraums, wäre besser gewesen. Was wieder einmal beweist: Dont judge a book by it's cover
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An meine Vor-Kommentatorin: Für einen Kommentar trägt man hier in der Rubrik "Titel" den Titel des Romans ein und unter der Rubrik "Autor" seinen eigenen Namen (und nicht den es Buch-Autors). Mit "Autor" ist der Kommentator gemeint.
Nun zum Inhaltlichen. Was kriegt man für sein Geld bei den Hütern der Erde? Ganz sicher eine spannende Geschichte (mit kleinen Längen, über die der geneigte Leser angesichts der Fülle der Ereignisse und des krachenden Finales gerne hinweg sieht). Ich greife mal zwei Punkte heraus, wo ich gesagt habe: Hallo, nett gemacht!
Tara werden zu Anfang zwei Begleiter an die Seite gestellt: Zum einen Nevis Pinter, Sohn eines irischen Schäfers, zu anderen Buckminster, ein Biotechanoid. Über sich selbst sagt diese Menschmaschine, sie könne in Wolken keine Gesichter erkennen. Womit alles über Buckminsters Natur (und die seines Schöpfers) gesagt ist. Warum? Das Erkennen vertrauter Formen auch in nicht lebendigen Gegenständen ist eine typisch menschliche Eigenschaft, man spricht von Spiegelneuronen, sie sind Grundlage des Einfühlungsvermögens.
Solche versteckten Hinweise über die Figuren und ihr Schicksal finden sich überall, und sie zu entdecken, macht riesigen Spaß. Der Bösewicht dieser Geschichte ist Curus Cathbad. Als Person bekommt man ihn nicht zu Gesicht, aber man weiß irgendwie, es geht ihm nicht allein um Eroberung, sondern um Rache an dieser Welt. Was seine düsteren Emotionen ausgelöst hat, bleibt ein Geheimnis. Und spielt auch keine Rolle, denn diese unsichtbare Gestalt, die sich nur durch ihr Wirken offenbart (ein kluger Kniff), wird zu einem der wirklich Bösen der Bücherwelt. So trifft die verzweifelte Tara auf enthauptete Mitglieder ihrer Familie, deren Köpfe auf Affenkörper gepflanzt wurden, um sie reglos am Leben zu erhalten - im Bewusstsein, das sie bereits tot sind.
Mein Fazit: Unbedingt lesen. Dieses Buch kippt ein Füllhorn von Ideen aus und schickt einen auf eine Reise, auf der man mitzittert und mitfühlt.0 Gefällt

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