Sylvie und die verlorenen Stimmen

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Titel: Sylvie und die verlorenen Stimmen
Originaltitel: Sylvie and the Songman (2008)
Autor: Tim Binding
Übersetzung: Birgit Moosmüller
Titelbild: Bildverlage
Zeichnungen: Angela Barrett
Buch/Verlagsdaten: Knaur Verlag (12/2008); 320 Seiten; 14,95 €: ISBN: 978-3-426-66328-8 (gebunden mit Schutzumschlag)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Sylvie Bartram ist ein dreizehnjähriges Mädchen und lebt seit dem Verschwinden ihrer Mutter bei einem Badeausflug vor vier Jahren mit ihrem Vater zusammen. Daniel Bartram ist ein etwas schrulliger Musiker. Er erfindet seltsame Musikinstrumente, etwa das Terramonium oder das Aquakkordeon, um die Musik des Meeres zu spielen, und wünscht sich nichts sehnlicher, als eines Tages einen ganz besonderen, neuen, ungewöhnlichen Klang zu erfinden.
Eines Tages bemerken Sylvie und ihr Freund und Klassenkamerad George etwas Seltsames: Um sie herum wird es immer stiller. Die Vögel verstummen, obwohl sie singen wollen - sie bringen einfach keinen Ton mehr hervor. Das Gleiche gilt auch für andere Tiere. Immer mehr von ihnen verlieren die Fähigkeit, sich akustisch bemerkbar zu machen. Das betrifft auch Sylvies Hund, Mr. Jackson, der nicht mehr bellen kann. Kurz darauf findet Sylvie am Badezimmerspiegel eine seltsame Nachricht. Daniel, ihr Vater, wurde mit all seinen Musikinstrumenten entführt. Hinter allem steckt der mysteriöse Herr der Lieder, der alle Stimmen stiehlt. Jetzt gilt es für die beiden Jugendlichen, das frevelhafte Verhalten des Unbekannten zu beenden und Daniel zu befreien. Doch aus den beiden Jägern werden bald Gejagte.
Der Herr der Lieder will die ganze Welt zum Verstummen bringen, damit nur noch seine Stimme gehört wird. Dazu benötigt er jedoch Sylvie, die auf den Instrumenten ihres Vaters spielen kann und ein ganz besonderes Lied von eben dem Herrn der Lieder erhält. Aber das Lied ist auch eine Gefahr, denn es verhindert jeden weiteren klaren Gedanken.

Das stimmungsvolle Titelbild lässt einen schon zum Buch greifen, hineinsehen, blättern und die hübschen Zeichnungen von Angela Barrett ansehen. Auch anlesen macht noch Spaß. Etwas schwer zu lesen finde ich die Schrift, die nachher für das Testament von Sylvies Vater benutzt wurde. Trotz Brille war sie mir zu eng und klein. Die Geschichte ist ein hübsches Jugendbuch geworden; man kann es durchaus jüngeren Kindern vorlesen oder es an die Erstklässler verschenken, die dann jedoch etwas länger dafür benötigen, das Buch zu lesen. Ich finde, es ist ein ausgesprochen schönes Kinderbuch geworden. Mit der einfachen Geschichte, die schnell erkennen lässt, wie Sylvie nachher doch noch gewinnt, ist es genau das Richtige für Schulanfänger.

 

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