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Stimmen

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Serie/Reihe: ~
Titel: Stimmen
Originaltitel: Dead Lines (2004)
Autor: Greg Bear
Übersetzung: Usch Kiausch
Titelbild: ?
Buch/Verlagsdaten: Wilhelm Heyne Verlag 52283 (5/2007); 382 Seiten; 7,95 €; ISBN: 978-3-453-52283-1

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Peter Russell wird aus seiner Lethargie geschreckt, als er auf seinem Handy die Nachricht erhält, dass sein bester Freund Phil gestorben ist. Doch das ist nur der Aufhänger der Erzählung, damit der Leser dabei bleibt. Stattdessen geht es weiter zu Herrn Benoliels. Dort trifft er auf Stanley Weinbaum, der bei den Benoliels 10 Millionen Dollar locker machen will, um ein neues System, ähnlich einem Handy, in die Welt bringen zu können. Das neue Kommunikationssystem nennt sich TRANS und soll von überall aus funktionieren. Da angeblich unbegrenzte Bandbreite besteht, soll damit Platz bestehen, weltweit zu telefonieren. Stanley Weinbaum prahlt damit, man könne sogar vom Mond aus telefonieren. Peter Russell nimmt schließlich den Auftrag an, TRANS zu bewerben und zu vermarkten. Dabei sollen im ersten Jahr die Geräte kostenlos verteilt werden. Ein weiterer Vorteil soll sein, überallhin kostenlos zu telefonieren. Später sollen die Geräte teuer verkauft werden.
Die Werbung läuft gut, das Geschäft ebenfalls. Aber es zeigen sich einige Auswirkungen, die niemand erwartete. Jeder der ein TRANS benutzt, sieht plötzlich Verstorbene. Es ist sogar möglich, mit den Toten zu sprechen. Die Wirklichkeit, so wie wir sie kennen, läuft langsam aus dem Ruder. Peter Russell wird schnell klar: Diesen Auftrag hätte er nie annehmen dürfen. Doch je weiter er sich mit diesem Auftrag befasst, desto seltsamer kommt er ihm vor. Der Sitz der Gesellschaft ist ein altes Gefängnis, in dessen Gaskammer das Element untergebracht ist, das für TRANS die Grundlage darstellt. Aber Peter benötigt noch einige Zeit, um Licht in das Dunkel zu bringen. Ihm wird bald klar, dass eine Tür ins Totenreich aufgestoßen wurde, die man am besten nie geöffnet hätte.

Ein spannender Roman, der mit dem Begriff `Wissenschaftsthriller’ spazieren geht. Der gewählte Begriff trifft aber leider nicht zu. Mit Thriller kommen wir aber der Beschreibung doch sehr nahe. Lesbar in jedem Fall, nicht nur für die Mittagspause.

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