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Sternenkrieger

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Serie/Zyklus: ~
Titel: Sternenkrieger
Originaltitel: Starship Troopers
Autor: Robert A. Heinlein
Übersetzer: Bodo Baumann
Verlag/Buchdaten: Bastei Lübbe, 1993, 303 Seiten Taschenbuch

Eine Besprechung / Rezension von Christian Plötz

Heinlein beschreibt das Schicksal eines jungen Mannes, der sich freiwillig zur M. I., der mobilen Infanterie, meldet - einer Art Elite-Fallschirmjäger, die in Kriegen gegen die Bewohner anderer Welten als Sturmtruppen eingesetzt werden. Er durchleidet eine unmenschliche Ausbildung, in deren Verlauf er psychisch zerbrochen und wieder neu zusammengebaut wird. Die meisten seiner Kameraden scheitern an den harten Bedingungen, sterben oder werden versetzt. Nur Juan de Rico, Sohn aus großbürgerlichem Hause, der Protagonist und einige andere kommen durch und sind fortan perfekt konditionierte Killer, die kompromißlos ihre Aufgabe ausführen.

Denn nur Menschen, die Militärdienst geleistet haben, werden zu Vollbürgern mit politischen Rechten, im Strafvollzug herrscht wieder die Prügelstrafe, wie auch insgesamt die Gesellschaft von autoritären Strukturen dominiert ist, die sich die Menschheit allerdings selbst auferlegte.
Zusammengehalten wird das Gebilde von der Ideologie, daß nur wer sich selbst zwischen seine Heimat und die Verwüstungen des Krieges wirft, etwas wert sei und politische Mitsprache besitzen dürfe. Diese Einstellung wird dadurch gefördert, daß man sich quasi ständig im Krieg gegen irgendwelche Außerirdische befindet und die Erde verteidigen muss.

Urteil: Es wird leider nie deutlich, ob Heinlein einen sehr subtilen Ansatz für einen Antikriegsroman wählte, oder selbst einer der hirnamputierten Kriegstreiber ist, die nur dem schafsgehorsamen, uniformierten Staatsbürgerstimmvieh eine Bedeutung beimessen, da diese sich wiederspruchslos in den Kriegen abschlachten lassen, die nur einer kleinen Clique von Herrschenden nützen, und die in Friedenszeiten dafür sorgen, daß der im Militärdienst ans Strammstehen und Befehle ausführen gewöhnte Staatsbürger auch in seiner zivilen Rolle nicht aus selbiger fällt und etwa anfängt, das System in Frage zu stellen, das ihm seinen Willen, seine Freiheit, sein Rückgrat nahm und ihm dafür eine Uniform und Blechabzeichen verlieh. Das Argument, man müsse sich schließlich gegen Aggressoren verteidigen ist ebenso haltlos, da es intelligenten Lebensformen möglich sein muss, sich zu verständigen und in friedlicher Koexistenz zu leben.

Bewertung: 4 von 10 Punkten

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