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Sternenflut

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sternenflut

Titel: Sternenflut
Originaltitel: Startide Rising
Autor: David Brin
Übersetzung: Rainer Schmiddt
Wilhelm Heyne Verlag (08/2013), 685 Seiten Taschenbuch, 9,99 €, ISBN: 978-3-31452-8

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
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 Im Universum der Fünf Galaxien sorgten vor Urzeiten die Prognitoren dafür, dass sich in jedem Universum eine Rasse als intelligente Rasse entwickeln konnte. Ihnen sollte es vorbestimmt sein, sich das jeweilige Universum untertan zu machen. Dieses Bewusstwerden der jeweiligen Intelligenzen wurde Uplifiting genannt. Die Menschen nahmen an den Delphinen und Menschenaffen auf ihrem eigenen Planeten ein Uplifting vor, so dass auf den Schiffen nun Besatzungen tätig sind, die den drei Spezies angehören. Allerdings hat die Menschheit gegen ein galaktisches Recht verstossen, was dazu führt, dass die anderen Rassen kriegerisch gegen die Menschheit, die Delfine und Schimpansen eingestellt sind.Unter den Intelligenzen ergab sich nun die Diskussion, ob die Menschen ebenfalls von den Progenitoren zum Bewusstsein gebracht wurden, oder ob sie sich selbstständig entwickelten. Irgendwann verschwanden die Progenitoren. die Menschen kamen irgendwann auf die Spur der Progenitoren und entdeckten immer wieder Artefakte von ihnen, sowie die Leiche eines uralten Wesens, welches möglicherweise einer der Progenitoren sein könnte.
Die Besatzung der Streaker, bestehend hauptsächlich 150 Neodelfinen (neo-fin), nahm die Leiche an Bord, wird aber nun von den anderen Rassen gejagt, die alle hinter der Leiche her sind. Die Streaker brachte sich auf dem Wasserplaneten Kithrup in Sicherheit und liegt auf dem Meeresboden. Achtzig Menschen, Neodelfine und ein Neoschimpanse müssen sich den Gefahren, die auf dem Planeten Kithrup bestehen ebenso stellen, wie den Gefahren draussen im All. Denn dort haben die unterschiedlichen Rassen nichts gelernt und liegen im ständigen Kampf miteinander. Es geht um die milliardenalte Raumschiffflotte, die die Streaker unter dem Kommando eines Delfins gefunden hat. Jede der Alienrassen erhebt darauf Anspruch, versprechen sich aus dieser Entdeckung ihren Machtanspruch in der Galaxis stärken zu können. Allein die Rassen der Erde wird dieser Machtanspruch abgesprochen, da diese nicht von den Progenitoren stammen. Die Besatzung der Streaker versucht ihr Raumschiff wieder in raumtüchtig zu machen um den Planeten zu verlassen, findet im Sonnensystem eine gewaltige Schlacht statt. Der psychologische Druck, dem die Mannschaft ausgesetzt ist, führt dazu, dass sich innerhalb der Besatzung verfeindete Gruppen bilden.

Diese Space Opera wurde mit den drei wichtigsten Preisen der Science Fiction-Literatur ausgezeichnet und war zurzeit der Ersterscheinung ein Erfolg den USA. Neben einigen neuen Ideen, die er bereits in Sternentaucher andeutete, nimmt David Brin die Möglichkeit wahr, ausgiebig Verhaltensstudien und ironische Seitenhiebe auf die sozialen Gesellschaften durchzuführen. Dies gilt vor allem für die drei Spezies, die nun gleichberechtigt die Erde bevölkern, bzw. den entsprechenden stellaren Einflussbereich. Der Autor versucht Verständnis für Andersartigkeit von Menschen und Nicht-Menschen zu wecken. Hier könnte es direkt als Buch für die Integration herangezogen werden. Dabei hat sich David Brin sogar die Mühe gemacht, eine neue Sprache für die Delfine zu erfinden, die er Trinär nannte und ähnlich wie ein Haiku formuliert wird.
Die meiste Zeit der Handlung spielt auf dem Planeten und mit den Handlungsträgern dort, mit der Angst vor der im Planetensystem lauernden Gegnern.
David Brin schrieb einen soliden, waschechten Science Fiction Roman ohne grössere Höhepunkte, mit Ideen für weitere Abenteuer und Ideen, die durchaus Richtungsweisend sein könnten. Wenn man alles beiseite lässt, was man als ungewöhnlich bezeichnen könnte, bleibt eine normale Geschichte mit dem üblichen Kampf zwischen Gut und den Böse zurück.

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