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SF Film Blog

Star Wreck 6 - In the Pirkinning

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Titel: Star Wreck 6- In the Pirkinning
OT: Star Wreck 6- In the Pirkinning
Regie: Timo Vuorensola
Produzent: Samuli Torssonen
Darsteller: Samuli Torssonen als Keisari James B. Pirk; Timo Vuorensola als Komentaja Dwarf; Janos Honkonen als Luutnantti Fukov/Festerbester

Eine Besprechung / Rezension von Jens Weißbach

Inhalt:

Captain James B. Pirk und das Raumschiff Kickstart werden von der Sternenflotte zur Erde in unsere Gegenwart geschickt, um feindliche Aliens zu stoppen. Dabei wird die Kickstart zerstört und die Crew strandet auf der Erde. Soweit so schlecht. Jetzt baut Captain Pirk mit Hilfe russischer Wissenschaftler ein neues Flagschiff. Ein Pakt zwischen Captain Pirk und dem russischen Präsidenten verschafft beiden die wirtschaftlichen und technischen Voraussetzungen zur Erlangung der Weltherrschaft. Im Gegensatz zu Pinky und dem Brain gelingt ihnen das sogar. Nach der Eroberung der Welt wird es eng an der Spitze und durch die Exekutierung des russischen Präsidenten wird aus dem Duumvirat eine Diktatur. Mit den vereinten Ressourcen der Erde wird eine Flotte von Raumschiffen gebaut, mit der man das All kolonisieren möchte. Dies wird unter anderem dadurch nötig, weil die Erdbevölkerung ihren sympathischen Tyrannen vertreibt. Durch Zufall entdeckt man einen Übergang in ein Paralleluniversum, welches dem Babylon-5-Universum ähnelt. Dieses versucht man zu erobern. Die Eroberung des Brückenkopfes im Babylon-5-Universum gelingt, und der Imperator Pirk besetzt Babylon 5, welches hier aber Babel 13 heißt. Doch die Babel-13-Truppen führen einen Gegenschlag, und es kommt zu einer riesigen Schlacht. Am Ende zerstört sich die Station Babel 13 selbst, um noch die Pirkflotte mitzunehmen. Dies gelingt ihr beinahe, nur der Imperator Pirk kann in einem halbzerstörten Schiff entkommen. Aufgrund von Schwankungen in der Raumzeit des Übergangs stürzt das Schiff auf die Erde der Eiszeit. Dort beschließen die überlebenden Crewmitglieder, sich mit ihrer Strahlenkanone zu betäuben und bis ins 21 Jahrhundert durchzuschlafen um sich selber an ihren Eroberungsplänen zu hindern und sich so vor der Eiswüste zu retten.

Kommentar

Nach Aussage der Macher auf ihrer Homepage ist der Streifen kein Film nur für Trekkies, sondern eine Geschichte für Fans von Humor, Action und lustigen Charakteren. Natürlich hilft es, Star Trek zu kennen, um einige der Gags zu verstehen, z.B. wenn Dwarf vor einem Angriff meint, dass heute ein akzeptabler Tag zum Sterben sei. Mit gewissen Einschränkungen kann man diesen Film aber doch als Star-Trek- und in geringerem Maße auch als Babylon-5-Parodie sehen.
Die fünf Macher und ihre über 300 Helfer muss man erst einmal bewundern; immerhin haben sie sieben Jahre lang an dem Film gearbeitet und ihre Freizeit geopfert. Sowohl aufgrund dieser Bewunderung, weil der Film kostenlos ist, aber auch aufgrund meiner geringen Erwartungen an Amateurfilme war ich hinterher mehr als angenehm überrascht.
Dass ein Sternenflotten-Captain die Weltherrschaft übernimmt und die Galaxis erobern möchte, ist ein ungewöhnlicher Ansatz für solche Fanfilme.
Bis zur Eroberung von Babylon 5 hat der Film viele witzige Elemente, insbesondere hat mir der Wochenschaubericht über die Eroberung der Erde gefallen, wo mit teilweise veränderten und teilweise neugedrehten Weltkriegswochenschauen der Krieg zusammengefasst wird. Rotarmisten mit Maxim-MGs Seite an Seite mit Raumschiffen war ein durchaus ungewöhnlicher Anblick. Oder wenn Imperator Pirk weint, weil ihm beim Duschen Seife ins Auge läuft. Solches hat man in SF-Parodien noch nicht gesehen. Doch bei der Rückeroberung von Babylon 5 durch die Truppen des Babylon-5-Universums geht der Humor sehr in den Schießszenen an Bord der Station und im Weltraum unter.
Der Temporale Reset am Ende erinnert mich sehr an die 5 Voyagerepisoden. Da ich kein großer Voyagerfan bin, stehe ich dem Ende neutral gegenüber.
Für einen Fanfilm sind die Darsteller durchaus gut, ihre Schauspielleistung liegt durchaus auf dem Hollywoodniveau von Actionkomödien.
Die Ausstattung ist für Fanfilme spitze, die Uniformen erkennt man sofort, die Raumschiffe auch. Im Gegensatz zu anderen Fanprojekten besteht die Ausrüstung nicht aus auf dem Boden gefundenen Möbeln, und es wurde auch nicht in der Garage gedreht.
Die Spezialeffekte, insbesondere bei den Schlachten, brauchen sich nicht hinter Kinofilmen der 90er zu verstecken. Die Außenaufnahmen wirken auf mich fast wie auf Stargateniveau.

Fazit

Da der Film nichtkommerziell und von Amateuren gemacht ist, sehe ich vieles sicher durch die rosarote Brille. Aber wer zur Schultheateraufführung geht, braucht auch nicht die Royal Shakespeare Company erwarten. Bei einem kommerziellen Film würde ich sicher 2-4 Punkte weniger vergeben, aber ich vergebe 13 von 15 Punkten.

Hier noch der Link zum Download: http://www-uk.starwreck.com/index.php

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