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Star Wars Episode III: Die Rache der Sith

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Titel: Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith
Originaltitel: Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith
Regie Drehbuch: George Lucas
Darsteller: Ewan McGregor, Nathalie Portman, Hayden Christensen, Samuel L. Jackson, Ian McDiarmid, Jimmy Smits, Anthony Daniels, Christopher Lee uva.
Musik: John Williams
Laufzeit: 140 min
FSK: 12 Jahre / JMK 10 Jahre
USA, 2005

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

War! The Republic is crumbling under attacks by the seperatist's leader Count Dooku. Während die Leibwächter des Kanzlers Palpatine kurz mal fischen waren, wurde dieser von General Grievous frecherweise entführt...

Als direkte Fortsetzung von Obsession und Clone Wars nun die Episode III, die fulminant mitten in einem Schlachtengetümmel beginnt, nachdem der Kanzler der Republik, Palpatine, ja von General Grievous entführt worden ist. Obi-Wan und Anakin Skywalker, welcher erst kürzlich zum Jedi-Ritter aufgestiegen ist, haben die Aufgabe, Palpatine wieder zu befreien. Als beide jedoch des Kanzlers Aufenthaltsort erreichen, wartet Count Dooku schon auf sie. Obi-Wan wird schnell ausser Gefecht gesetzt, Anakin jedoch kann ihm wiederstehen und im Hintergrund fördert Palpatine durch entsprechende Zurufe die Wut des jungen Jedis. Dokuu unterliegt Anakin und wird von ihm getötet. Zurück auf Coruscant wird Skywalter als Held gefeiert, dieser freut sich jedoch hauptsächlich, seine schwangere Frau Padme in die Arme nehmen zu können. In der Nacht träumt Anakin, dass Padme bei der Geburt ihres Kindes stirbt, eine Vorstellung die ihn zutiefst erschüttert.
Am nächsten Tag beauftragt man Anakin Skywalter, auf den Kanzler ein besonderes Auge zu haben, man vermutet im Rat der Jedi, dass er den Krieg absichtlich am Laufen hält. Dieser jedoch wird von Skywalter informiert und setzt Anakin im Gegenzug als seinen persönlichen Bevollmächtigten im Rat der Jedi ein, welcher wiederrum Anakin den Rang eines Jedi-Meisters verweigert. Das bestärkt Skywalkers Meinung, dass die Jedi durchaus eine Gefahr für die Republik darstellen könnten.

Obi-Wan macht sich auf die Suche nach General Grievous, um den Seperatistenkrieg endgültig zu beenden, währenddessen offenbart Palpatine dem jungen Skywalker, dass es eine Möglichkeit gäbe, Padmes Leben bei der Geburt zu retten - durch die Kräfte der dunklen Seite der Macht und offenbart sich als Sith Lord.
Nachdem Grievous von Obi-Wan getötet wurde, verlangt der Rat der Jedi das Ende des Krieges von Palpatine, eine Abordnung unter der Führung von Mace Windu fordert entweder das Ende der Kampfhandlungen oder droht damit den Kanzler festzusetzen. Dieser jedoch lässt sich auf einen Kampf ein und sowohl Windu als auch Palpatine fordern Anakin auf, ihnen zu helfen. Dieser ist wie gelähmt, unfähig sich zwischen seiner Loyalität und Padmes Leben zu entscheiden. Als Palpatine von Windu geschlagen scheint, und dieser den Sith Lord töten möchte, hält Anakin ihn jedoch davon ab. Den kurzen Zeitraum von Mace Windus Verwirrung nutzt Palpatine, um den Jedi-Meister zu töten. Als Dank ernennt Palpatine Anakin Skywalker zu seinem Schüler und gibt ihm den Namen: Darth Vader!
Der Sith Palpatine gibt an die Armeen in der Galaxis die Order Nummer 66 - und alle Jedi, die mit den Sturmtruppen unterwegs sind, um die eine oder andere Schlachtzu schlagen, werden hinterrücks von den Klonen getötet. So gut wie alle Jedi werden in diesem Augenblick getötet. Anakin Skywalker höchstpersönlich dringt in die Jedi-Akademie ein und tötet sogar die jungen Kinder, die später einmal Jedi werden sollten.
Kanzler Palpatine erklärt vor dem Senat das Ende des Krieges und ruft als Antwort auf die Kämpfe das Imperium aus und ernennt sich sogleich als lebenslanger Imperator. Yoda versucht noch Palpatine zu bekämpfen, merkt jedoch, das seine Kräfte nicht ausreichen und zieht sich nach einem Kampf zurück

Padme ist hin und her gerissen, kann nicht glauben, was aus ihrem Anakin geworden ist. Schliesslich glaubt Skywalker, dass sogar sie ihn verraten hat - jedoch kann sie gerade noch mit dem Leben davonkommen und wird von Obi-Wan auf das Schiff von Senator Organa von Alderaan gerettet. Yoda und Obi-Wan scheinen die einzigen überlebenden Jedi zu sein.
Obi-Wan liefert sich bei der Flucht Padmes einen letzten furiosen Kampf mit Anakin Skywalker, kann ihn in einer Erzverarbeitungsanlage auch schwerst verletzen und flüchtet in dem Glauben Skywalker besiegt zu haben, als der neue Imperator den Schauplatz betritt. Durch sofortige medizinische Hilfe kann Skywalker gerettet werden und bekommt allerlei technisches Klimbim an den Körper um weiterleben zu können - es ist der Darth Vader geboren wie wir ihn aus EP IV bis VI kennen...
Padme stirbt, nachdem sie Zwillinge geboren hat - sie nennt sie Luke und Leia. Luke wird von Obi-Wan beaufsichtigt - auf Tatooine. Die kleine Leia wird vom Senatorenpaar Organa als ihre eigene Tochter aufgezogen. Yoda zieht sich in sein Exil auf Dagobah zurück.
Darth Vaders Wut hingegen steigert sich noch, als Palpatine ihm nach seinem Erwachen mitteilt, dass er Padme getötet hätte. Die dunkle Seite der Macht hat Anakin Skywalker endgültig in ihrem Bann gezogen.
Dies ist das Ende - und der Beginn einer neuen Hoffnung....

Einer Hoffnung, dass George Lucas bitte nie auf die Idee kommt, noch drei weitere Filme in die Welt zu setzen. Lieber würde ich es sehen, wenn das Star Wars Universum per Roman und Comic weiter ausgestaltet wird, das hat bis jetzt gut funktioniert und auch gefallen. Doch die zwei angekündigten Fernsehserien lassen schlimmes hoffen. Hier jedoch ganz scharfe Kehrtwende und zurück zum eigentlichen Film.
Man hat ja mittlerweile recht viel erwartet. Nach den nicht besonderen Vorgängerfilmen gab es viele Ankündigungen von Lucas, diesen Film nur für Erwachsene zu gestalten, nachdem die naiven Episoden I und II nie das Niveau einer Kniekehle übersprangen. Während im Fernsehen die Star Wars Hologrambecher, Kugelschreiber und tätowierten Pommes langsam überhand nahmen, erschienen in den USA bei Dark Horse das entsprechende Comic zum Film. Was auch richtig gut war und einen viel vom Film erwarten lies. Ja okay, die Special Effects waren grandios und unübertroffen - aber was zu einem grandiosen Film zusätzlich gehört, ist eine durchgängige Atmosphäre, überzeugende Schauspieler und Dialoge, die nicht an den letzten Bad Earth Roman erinnern.
Die Spannung wurde mit der Schlacht über Coruscant gleich zu Beginn auf ein hohes Niveau getrieben, um recht schnell auf pseudometaphysisches Gelabereniveau abzufallen. Das ist man zwar vom Star Wars Universum gewohnt und man erwartet das auch, jedoch bitte nicht über fast 60 Minuten - so lang ist der Film auch wieder nicht, dass das nicht auffallen würde. Zwei meiner drei Begleiter im Kino sind da tatstächlich eingeschlafen! Hat mich eigentlich nicht sonderlich gewundert - wach hielten mich die vielen versteckten Hinweise auf das erweiterte SW-Universum, das viele Fans bereits aus oben erwähnten Buch und Comic kennen. Hätte man nicht einfach den Mittelteil kürzen und dafür das fürchterlich schnell abgenudelte Ende verlängern können? Schliesslich wird hier die Entstehung des Imperiums und des Exils der?letzten Jedi in wenigen Minuten abgehakt. Was mich hier wunderte - im Comic zum Film tauchten Szenen auf, die im Film so nie erschienen. Gibt es hier vielleicht eine Langfassung von Episode III oder stammten diese Bilder von einer älteren Version des Drehbuches?
Die seltsame Veränderung der Charaktere hat mich auch zweifeln lassen. Obi Wan wird plötzlich zur witzelnden Kampffigur mit Charme a la James Bond - die er vorher nie war - bis er am Ende des Filmes die nachdenkliche Hand vom Bart gar nicht mehr wegbekommt. Und Nathalie Portman hat es als sehr gute Schauspielerin nicht verdient, das man die Rolle der Padme von einer taffen Widerstandskämpferin und engagierten Seantorin zur schluchzenden und weinerlichen Gattin des Skywalker umgestaltet hat.
Star Wars Episode III füllt die Lücke zwischen II und IV wie ein kleines Stückchen Amalgan. Es tut zwar nicht weh, man weiss aber nicht, welche Nebenwirkungen man aus dem Kino mitnimmt und wann das Teil wieder rausfällt. Schade. Man hätte mehr machen können aus dem Film, als ein buntes Videospiel mit einsilbigen Dialogen.

Meine Bewertung: 7 von 10 Punkten

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