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Star Wars Boba Fett: Agent of Doom

Bewertung: 5 / 5

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Übersicht über die Star Wars Comicreihen

Titel: Star Wars Boba Fett: Agent of Doom (Comic)
Script: John Ostrander
Zeichnungen: Cam Kennedy
Farben: Chris Blythe
Verlag: Dark Horse Comics
Erschienen November 2002

Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer

"And than the Empire came to Gulma and took it, yes they did, for how could the Gulmarid oppose them?"

Das riesige imperiale Raumschiff Azgoghk landet auf Gulma und Sturmtruppen nehmen die gesamte Bevölkerung gefangen. Man sortiert diearbeitsfähigen der Echsenwesen aus und wirft die anderen, die krank, zu alt oder zu jung sind, in die Konverter des Schiffes. Die restlichen der Gulmarid müssen im Schiff arbeiten und als Sklaven dienen.
Admiral Mir Tork, der Captain des Schiffes und Dr. Leonis Murthe setzen einen Befehl des Imperators um, die Galaxie von nicht-menschlichen Wesen zu befreien und haben mit der Azgoghk eine fliegende "Verwertungsanlage" geschaffen, um dem "Problem" des nicht gewollten Lebens Herr zu werden. Die Gulmarid werden bis auf wenige getötet, bis die Rebellen das Schiff zur Landung zwingen und das Volk befreien. Jedoch können die beiden Haupttäter fliehen. Der alternde Führer der Gulmarid sinnt auf Rache und engagiert Boba Fett, der vor kurzem dem Rachen des Scarlacc (siehe Rückkehr der Jedi Ritter) entkommen ist, und noch nicht seine alte Höhe erreicht hat.
Eigentlich können die Gulmarid den üblichen Preis des Kopfgeldjägers nicht zahlen, aber Boba Fett nutzt diese Gelegenheit um seinen alten Ruf wieder herzustellen, der bei Jabba ziemlich ramponiert wurde.
Tork und Murthe haben die Azgoghk wieder an sich gerissen und treiben weiterhin ihr Unwesen. Dr. Murthe probiert weiter diverse Tötungsmöglichkeiten an den verschiedenen gefangenen Nicht-Menschen aus, derzeitiges Lieblingsspielzeug ist ein altes Lichtschwert...
Nicht gerechnet haben sie allerdings mit Boba Fett, der konsequent seine ganzen Möglichkeiten nutzt, um die Verteidigungsmöglichkeiten der Azgoghk. Er befreit die Gefangenen an Bord des Schiffes und gibt ihnen die Möglichkeit der Bewaffnung. Tork stellt für ihn kein Problem dar, Dr. Murthe versucht noch in Stile eines Jedis sich zu wehren, jedoch ist man, wie Fett treffend feststellt, mit einem Lichtschwert allein noch kein Jedi. Der alte Gulmarid-Führer wird mit zwei Geschenken beehrt - den Köpfen von Tork und Murthe...

Mit düsteren Farben werden zwei Hauptthemen behandelt. Einerseits ist im Vordergrund natürlich Murthes Auslöschungsfeldzug gegen alles Nicht-Menschliche. Hier wird der Genozid des Imperiums, als Vorbild dienten die Verbrechen der Nazis, drastisch in die Nähe des Lesers gerückt. Nach dem Vorbild von Dr. Mengele operiert Dr. Murthe mit Vorliebe an lebenden und nicht-narkotisierten Wesen herum - mit dem Ziel sie möglichst schnell zu töten, aber nicht ohne seinen sadistischen Gelüsten ausreichend Nahrung zu geben. Eine Geschichte, die erschreckt und bei der man den Tod der beiden Haupttäter angesichts ihrer schrecklichen Verbrechen mit Befriedigung registriert.
Im Hintergrund ist Boba Fett als der gefährlichste und tödlichste aller Kopfgeldjäger hauptsächlich mit sich selber beschäftigt. Sein Versagen auf Tatooine, als er von Luke Skywalker in den Schlund des Scarlacc gestossen wurde, nagt an ihm und es ist offensichtlich, dass er auch körperlich noch mit sich zu schaffen hat. Gerade deswegen will er es allen beweisen, dass der alte Boba Fett wieder da ist - kann aber angesichts des Elends auf der Azgoghk nicht seine Line durchführen und unterstützt unterschwellig den Befreiungskampf der Geschundenen.

Ein beeindruckender Comic, in der in Kürze die ganze Brutalität und der Sadismus des Imperiums dargestellt wird. Am Ende hat man eine andere Seite von Boba Fett kennengelernt und empfindet sogar etwas Sympathie für den Kopfgeldjäger.

Meine Bewertung: 9 von 10 Punkten

 

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