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Fantasy Film

Spieglein Spieglein

Titel: Spieglein Spieglein
Englischer Originaltitel: Mirror Mirror
Regie: Tarsem Singh
Drehbuch: Melissa Wallack, Jason Keller
Darsteller: Lily Collins, Armie Hammer, Julia Roberts
Musik: Alan Menken
Studio: Studiocanal
Freigabe: FSK 0
Laufzeit: ca. 106 Minuten

Eine Rezension von Sonja Buddensiek
(weitere Rezensionen von Sonja Buddensiek auf fictionfantasy finden sie hier oder auf ihrem Blog "Back down to Earth ")

"Was machst du hier?" - "Ich dachte mir, wenn ich schon sterbe, dann mit dir zusammen."

Story:
Lange galt die Königin als die Schönste im Land, bis Stieftochter Schneewittchen zu einer Konkurrentin heranwuchs. Da die Königin sich bereits von ihrem Mann befreit hatte, soll jetzt die ungeliebte Prinzessin folgen. Doch der mögliche Mörder bekommt Skrupel, und Schneewittchen in ihrem Waldversteck neue Freunde. Sieben räuberische Zwerge führt das unschuldige Geschöpf auf den Pfad der Tugend zurück, lehrt einem hübschen Prinzen und ihrer Stiefmutter, dass sie nicht nur schön sein, sondern auch kämpfen kann.

Meine Meinung:
"Schneewittchen" war schon immer eines meiner liebsten Märchen, weshalb ich mir diese nicht ganz ernste Verfilmung natürlich nicht entgehen lassen wollte - auch, um einen Vergleich zur eher düsteren Variante ziehen zu können, die im Mai anläuft. Im Voraus hat man schon recht viel negatives gehört und ich war ziemlich skeptisch - zu Recht. Denn der Film nervt.

Der Anfang ist noch sehr interessant gemacht, weil die böse Königin selbst die Vorgeschichte mithilfe von einfach gezeichneten und animierten Bildern erzählt. Die Kulissen und Kleider sind von Anfang an atemberaubend schön ausgestattet, wirken wirklich märchenhaft und erwecken eine träumerische Atmosphäre - genau dafür ist Regisseur Tarsem Singh ja auch bekannt. Was er durch die tolle Aufmachung allerdings versäumt hat, ist, ein gutes Drehbuch zu finden - denn dieses hier gibt nicht viel her.

Von Anfang an wirkt irgendwie alles überzogen, unglaubwürdig und nervig. Natürlich ist "Spieglein Spieglein" in gewisser Weise eine Parodie von sich selbst, dennoch hätte ich mir gewünscht, dass ich nicht pausenlos den Kopf schütteln oder mit den Augen rollen muss. Es ist albern, wenn der Prinz die ganze Zeit versucht, eine Tür aufzubrechen, um dann zu erfahren, dass es einen Schlüssel gibt. Es ist noch alberner, wenn die Zwerge es danach auf dieselbe Art versuchen, obwohl es einen Ersatzschlüssel gibt - der im Grunde gar keinen Sinn hat, da der gute Prinz wohl kaum den anderen mitgenommen hat...Die Gespräche wirken oft übertrieben und alles im Film versucht, krampfhaft witzig zu sein, was absolut misslingt. Wenn überhaupt, habe ich dreimal leicht gelächelt.

Julia Roberts als böse Königin holt einiges wieder raus, denn sie kann es eben einfach. Sie ist erfrischend anders als durchtriebene, geifernde und geltgierige Herrscherin, der es einzig und allein um sich selbst geht. Das Funkeln in ihren Augen beweist dabei: Es macht ihr Spaß und das merkt man auch im Spiel. Ebenso Armie Hammer, den ich eigentlich nicht leiden kann - er bringt insbesondere die verrückten Parts gut rüber und hat ein nettes Lächeln, nur in den ernsten Szenen wirkt er aufgesetzt. Lily Collins als Schneewittchen fand ich reichlich langweilig und vor allem fehlbesetzt. Das schönste Mädchen der Welt wird wohl kaum solche Augenbrauen haben, auch wenn die Schauspielerin dafür bekannt ist! Ihre Darstellung ist relativ einfallslos; meiner Meinung nach sind schöne Augen eben nicht ausreichend.

Die Kämpfe, die natürlich auch hier nicht fehlen, sind hier oftmals viel zu dunkel geraten und auch sehr hektisch - zwischendurch habe ich mich wirklich gefragt, wer da denn nun kämpft, weil ich einfach nichts mehr erkennen konnte. Abgesehen davon ist aber auch ansonsten alles vorhersehbar - natürlich, ich kenne das Märchen, aber musste denn nun wirklich von Anfang an klar sein, was hinter der [hier neu eingeführten] Bestie steckt? Auch Gefühle kamen meiner Meinung nach überhaupt nicht rüber; irgendwann lieben sich das Schneewittchen und der Prinz einfach, fertig. Keinen Moment lang konnte ich mit den beiden mitfühlen, es wird höchstens kitschig. Und das grauenhafte Lied am Ende, in dem man irgendwie nur "Bubbely" versteht, hat mir dann den Rest gegeben.

Fazit:
"Spieglein Spieglein" nervt an beinahe jeder Stelle. Das Drehbuch ist schlecht ausgearbeitet und die gesamten Geschehnisse wirken fast ausschließlich albern und unglaubwürdig. Armie Hammer und Julia Roberts schauspielern gut, wirken jedoch unterfordert, Lily Collins ist langweilig und schaut schrecklich aus. Auch witzig ist der Film kaum - das Beste sind einfach die Kleider und Kulissen. 2 Punkte und mein Rat: Schaut lieber eine andere Komödie. Fast jede macht mehr Spaß...

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Der Bearbeiter sagt vielen Dank für die Blumen . Die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Leser h...
Hallo Maik! Den Comic gibt es nicht zu gewinnen. Wie kommst du drauf? Vielleicht verwechelst du das ...
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