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Dying Wish (The Amazing Spiderman 698 - 700)

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spiderman-700

Serie: The Amazing Spiderman # 698 - 700
Titel / Originaltitel: Dying Wish
Autor: Dan Slott
Zeichnungen: Richard Elson & Humberto Ramos
Inker: Victor Olazaba
Farben: Antonio Fabela
Übersetzer: -
Verlag: Marvel Comics

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

spiderman-698Im Rahmen der Marvel Now! Offensive versucht der Marvel Verlag nun, dem großen Erfolg der New52 Aktion von DC zu begegnen. Anders als bei DC wird jedoch nicht alles neu erfunden, sondern den Serien werden neue Schwerpunkte gegeben. Am extremsten was dies wohl bei Spiderman, denn die 700ste Ausgabe von „The Amazing Spiderman“ wird auch die (vorerst) letzte sein. Die Serie wird unter dem Titel „The Superior Spiderman“ fortgeführt. Der neue Held ist nicht mehr Peter Parker und das ist wohl die größte Neuerung.

Worum geht es (Vorsicht SPOILER):
Doktor Otto Octavius hat endlich einen Weg gefunden, es seinem Erzgegner Spiderman heimzuzahlen: Nun da er Spiderman Geheimidentität kennt, gelingt es ihm, die Körper zu tauschen. Alles in allen ein reichlich unfairer Tausch, denn Octavius liegt im Sterben. All das Manipulieren und Verändern des eigenen Körper waren letztendlich zu viel. Nun findet sich Peter Parker im Körper nahezu immobilisierten Kadaver seines Erzschurken wieder, doch er beweist, dass er immer noch über seinen Verstand verfügen kann und flieht aus dem Sicherheitsgefängnis. Es kommt zum Showdown zwischen den beiden Kontrahenten, doch am Ende obsiegt Octavius. Peter Parker spielt einen letzten Trumpf aus. Über das Interface, das Doc Ock für den Geisttransfer benutzt hatte, lädt er alle Erinnerungen in Octavius Geist auf, der nun das gesamte Lesen in der Rolle als Peter Parker erlebte. Diese Art Gehirnwäsche verändert den Erzschurken und er schwört dem sterbenden Peter Parker, sein Erbe fortzuführen.

Hm, ich will nicht recht vor Begeisterung aufspringen. Das Ganze ist schon sehr aufgesetzt. Außerdem – vielleicht bin ich ja spießig – ist Spiderman nun mal Peter Parker. Kein anderer Superheld ist so von seinem Privatleben geprägt wie er und man liest Spiderman ja auch nicht wegen beeindruckender Kämpfe, sondern wegen des Soap Faktors. Und nun kommt also der neue Spiderman – gepimpt mit dem Geist von Doc Ock? Mal abgesehen davon, dass die Geschichte, wie sie in den letzten drei Heften von Amazing Spiderman erzählt wurde, eher lahm war, passt es auch ins Bild, dass der Zeichner zwischen durch wechselt und der Leser von 698 auf 699 eine vollkommen andere Version von Doctor Octavius präsentiert bekommt. Und es passt auch, dass die Jubiläumsnummer außer vom Umfang her nicht erwähnenswert ist. Es gibt eine gewisse Chance, dass Spiderman nun interessanter werden könnte. Und wenn nicht, dann wird sicherlich der Rest Button gedrückt, wie einst mit der Klon Saga (Spiderman starb, aber am Ende war es nur ein Klon von ihm) oder beim Civil War Event (Spiderman gab seine Geheimidentität öffentlich preis mit schlimmen Folgen für seine Freunde und Verwandte. Doctor Strange änderte mit einem mächtigen Zauber die Realität und keiner wusste mehr, wer Peter Parker war). Irgendwie ist das ein Muster erkennbar: Immer wenn man versuchte Spiderman zu verändern ging es voll in die Hose und immer wurde danach mit einer blödsinnigen Geschichte das ganze wieder zu Recht gerückt. Und das wird Marvel wohl auch dieses Mal gelingen. Ich persönlich habe wenig zweifel, dass Marvel Superior Spiderman recht bald wieder in Amazing Spiderman umbenennen wird und in ein paar Jahren die 750ste Ausgabe des good old friendly neighborhood Spiderman feiern wird. So betrachtet lohnt es sich also wirklich nicht, sich dass Superior Spiderman Intermezzo anzutun.

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