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Sherlock Holmes - Das ungelöste Rätsel

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Reihe: Sherlock Holmes
Titel: Sherlock Holmes - Das ungelöste Rätsel
Herausgeberin: Alisha Bionda
Titelbild und Zeichnungen: Crossvalley Smith
Buch/Verlagsdaten: Voodoo Press (2011); 270 Seiten; 13,95 €; ISBN: 978-3-902802-05-7 (TPB mit Klappbroschur)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

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Sherlock Holmes - Das ungelöste Rätsel ist eine reizvolle Kurzgeschichtensammlung. Das Besondere an ihr sind ihre verschiedenen Eigenheiten. Zuerst einmal werden alle Geschichten durch eine Zeichnung von Crossvalley Smith eingeleitet. Als Zweite Besonderheit kann Klaus-Peter Walter gelten; von ihm gibt es gleich drei Kurzgeschichten und das Nachwort. Dazu kommt ein Essay von Christian Endres.
Herausgeberin Alisha Bionda schuf mit dieser Kurzgeschichtensammlung ein Buch voller hervorragender („genial“ wäre etwas übertrieben) Sherlock-Holmes-Erzählungen. Holmes ist der Meisterdetektiv, geschaffen von Arthur Conan Doyle, dessen messerscharfer, analytischer Verstand viele Menschen faszinierte. Angefangen beim normalen Leser, über Autoren, die entweder mit ihm direkt oder in seinem Umfeld Geschichten spielen ließen, Fernseh-, Film- und Hörspielproduzenten, Comickünstler etc. - jeder scheint von dem Meisterdetektiv angetan zu sein.

Christoph Marzi - „Das ungelöste Rätsel“
Professor George Edward Challenger kehrte gerade von einer Expedition in Südamerika nach London zurück. Kaum hat er festen Boden unter den Füssen, macht er sich auf den Weg in die Baker Street. Sherlock Holmes und Dr. Watson sind überrascht über den Forscher, der bei Ihnen vorstellig wird. Der Fund, den Challenger in einer Höhle machte, erweist sich als unglaubliches Rätsel.
Neben der titelgebenden Geschichte mit einem nicht lösbaren Rätsel, trifft der Leser auf eine andere Figur Arthur Conan Doyles, aus Die vergessene Welt.

Arthur Gordon Wolf - „Wheezy-Joe oder Der dunkle Gott der Menge“
Holmes und Watson werden auf eine Mordserie aufmerksam, die ganz London erschüttert und an Jack the Ripper denken lässt. Der Täter kümmert sich nicht darum, ob es etwa Zeugen bei seinem frevlerischen Tun gibt. Ein Merkmal von ihm ist stets ein vernehmbares Schnaufen und Keuchen. Diese Geräusche erinnern eher an ein Tier als einen Menschen. Nach sorgfältiger Analyse der Morde macht sich das Ermittlerduo auf die Jagd nach dem Mörder, dessen Vorgehensweise nicht einfach nachvollziehbar ist. Die Berichterstattung aus Sicht von Dr. John Watson empfand ich in dieser Geschichte als gut gelungen. Besser als in manchen Erzählungen, die ebenfalls aus der Ich-Perspektive schreiben.

Klaus-Peter Walter - „Die Frau aus dem Meer“
Der frisch verwitwete Watson nutzt seine Zeit für eine Bildungsreise nach Griechenland. Das Land der freizügigen Skulpturen beschert ihm ein amouröses Abenteuer. Der ansonsten äußerst korrekte Doktor kommt in Schwierigkeiten. Die Ermordung seiner neuen Bekanntschaft lässt andere denken, er sei der Täter.

Aino Laos - „Das Duplikat“
Holmes und Watson werden gerufen, um die Ermordung eines Geistlichen aufzuklären, der gleichzeitig Wissenschaftler war. Zuerst wirkt alles etwas seltsam und unzusammenhängend, bis die Spur zu einer Missionsreise führt. Der noch recht junge Priester reiste nach Island und kam dort in Kontakt mit einer isländischen Legende. Ganz und gar unphantastisch, dazu noch etwas gezwungen ist Aino Laos Beitrag.

Sören Prescher - „Der verfluchte Mann“
In einem Dorf gibt es eine Reihe unheimlicher Todesfälle. Ganz klar, dass die Dorfbewohner beunruhigt sind. Der Hintergrund sind zwei verfeindete Familien. Und nun werden die Mitglieder einer Familie systematisch ausgerottet.

Klaus-Peter Walter - „Sherlock Holmes und der Orchideenzüchter“
Mutterliebe kann sehr weit gehen, manchmal jedoch zu weit. Denn wenn ein Wissenschaftler seine Mutter in einen Keller sperren will, um sie vor dem Irrenhaus zu retten, ist das vielleicht der falsche Weg.

Christan Endres - „Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes
Sherlock Holmes im Kampf gegen mechanische Wesen, die die Macht im britischen Empire übernehmen wollen.

Andrä Martyna - „Die Kreatur von Eastchurch“
Dieser Fall erinnert an einen der alten Götter, die aus H. P. Lovecrafts Erzählungen bekannt sind. Ein Gestaltwandler, der in der Lage ist, aus einem Tentakelmonster zu einem Menschen zu werden, beschäftigt Holmes und Watson. Ein sehr interessante Geschichte des in diesem Jahr verstorbenen Autors und Malers.

Antje Ippensen - „Charleys Welt und Sherlocks Beitrag“
Eine Katze steht im Mittelpunkt und lässt sich von Holmes ein wenig helfen.

Klaus-Peter Walter - „Sherlock Holmes und der Arpaganthropos“
Immer noch in Griechenland macht Watson die Bekanntschaft mit einem Wer-Hai.

Linda Budinger - „Der stählerne Strahl“
Großbritannien, bekannt für die geklauten Schätze aus dem alten Ägypten, muss mit der ruhelosen Seele eines alten Ägypters leben.

Der Schreibstil der Autorinnen und Autoren und die Ideen hinter den Kurzgeschichten gefielen mir alle gut. Besonders reizvoll war, dass zwischen den Schriftstellern deutlich die Unterschiede erkennbar waren. Damit wurden Holmes und Watson wesentlich abwechslungsreicher dargestellt. Mit den Autoren, ihren Geschichten und dem Schreibstil war ich zufrieden. Für Liebhaber von Kurzgeschichten ist dieser Band in jedem Fall empfehlenswert.

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