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Startseite - Film - Horror & Mystery - Seance – Das Grauen
Seance – Das Grauen
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Seance – Das Grauen
Originaltitel: Kōrei
Regie: Kiyoshi Kurosawa
Drehbuch: Tetsuya Onishi, Kiyoshi Kurosawa
Darsteller: Kōji Yakusho, Jun Fubuki, Tsuyoshi Kusanagi u.a.
Musik: Gary Ashiya
Laufzeit: 93 min
FSK: 16 Jahre
Japan, 2001

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Japans Horrormeister Kyoshi Kurosawa läßt seinen Anhängern wirklich kaum Luft zum Atmen. Frappierend düstere und schockierende Bilder, Filme voller verstörender Unruhe und Grausamkeit lassen Kurosawas Produktionen extrem realistisch erscheinen.

Auch in diesem Fall liefert er einen tiefschwarzen Psychothriller, der mit (Pulse) verglichen wird. Seance bezieht indes sein Grauen aus der sich allmählich anschleichenden Gänsehaut, die aus furchtbaren Abgründen heraufkriecht und immer wieder schockierende Momente beschert, eben Filme voller verstörender Unruhe und Grausamkeit.

Eines Tages bittet die Polizei Jun um Hilfe, da ein Mädchen gekidnappt wurde. Juns Mann Koji, ein Tontechniker, zeichnet im Wald Geräusche auf. Dem gekidnappten Mädchen gelingt die Flucht und sie versteckt sich vor ihren Kidnappern in einem der Metallkoffer Kojis. Am nächsten Tag fühlt Jun eine Präsenz des Mädchens in ihrem Haus und sie finden das Mädchen tot, erstickt in Kojis Koffer, vor. Jun überredet ihren Mann, die Leiche des Mädchens im Wald zu vergraben, um der Polizei dann den entscheidenden Hinweis auf ihren Verbleib zu geben. So erhofft sie sich, in der spirituellen Szene Ruhm und Anerkennung zu erhalten. Aber eines Tages finden die beiden das Mädchen in ihrem Haus vor …

Hat man The Grudge und The Ring bereits genossen, so gemahnt Seance in vielen Aspekten an ebendiese Filme: Ein kleines Mädchen verbreitet Furcht und Schrecken und belegt die Opfer mit einem Fluch, der die Leidtragenden gnadenlos und perfide verfolgt. Im Gegensatz zu The Ring, wo es um ein mysteriöses Video geht, sorgt in Seance ein seltsames Tonband für allerhand Unruhe. Natürlich bietet der Film einige neue Aspekte, weil die Handlung gut durchdacht wurde und letztlich für Überraschungen sorgt. Wie in The Ring oder The Grudge. Kurosawa schafft hier atmosphärisch dichte Bilder mit geringen technischen Mitteln.

Der 54-jährige Kurosawa drehte schon in der Jugend Super-8-Filme. Regieassistent u. a. von Shinji Somai. 1992 Sundance-Stipendium für Charisma, Ausbildung in den USA. Im Westen "entdeckt" wurde er mit dem Hypnose-Serienkiller-Film Cure (1997). Kairo (2001) gewinnt den Fipreski-Kritiker-Preis an der Croisette in Cannes. Als Einflüsse macht er weniger die japanischen Meisterregisseure der Vergangenheit geltend - Ausnahme: Seijun Suzuki - als Jean-Luc Godard und Hollywood-Autoren wie Robert Aldrich und Sam Peckinpah. Übrigens ist er mit seinem Namensvetter, dem großen Akira Kurosawa, nicht verwandt …

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