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Bibliographien (kurz)

Schweinsgalopp (Scheibenwelt)

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Serie / Zyklus: Scheibenwelt
Titel: Schweinsgalopp
Originaltitel: Hogfather
Autor: Terry Pratchett
Übersetzer: Andreas Brandhorst
Verlag / Buchdaten: GoldmannVerlag, 1998, 384 Seiten, ISBN-13: 978-3442416318

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Auch auf der Scheibenwelt gibt es einen Weihnachtsmann. Er heißt Schneevater und kommt am Silvesterabend auf einem von vier Wildschweinen gezogenen Schlitten, um Geschenke zu verteilen.
Doch diesmal nicht. Der Schneevater ist verschwunden... und Tod, der IMMER IN GROSSBUCHSTABEN SPRICHT und eigentlich nur ein Skelett ist, stopft sein Gerippe mit Kissen aus, hängt sich einen falschen Bart um (was mangels Ohren gar nicht so einfach ist) und versucht den Schneevater zu vertreten. Außerdem verbietet er seiner Enkelin Susanne kategorisch, sich einzumischen. Er weiß: Nur so stellt er sicher, dass sie losziehen wird, die Welt zu retten.
Zentrale Bedeutung bekommt die Zahnfee; jenes Wesen, das die Zähne kleiner Kinder, die diese unter ihr Kopfkissen legen, gegen eine kleine Münze tauscht. Kinder, die mit dem Kopf unter dem Kissen schlafen, können morgens schon mal zu ungeahntem Reichtum gelangen, mit dem sie sich eine Schnabeltasse finanzieren müssen...
Ein skrupelloser, machtbesessener Assassine hat die Zahnfee überwältigt und benutzt nun die Zähne zu uralter, mächtiger Magie: Jeder, der einen Teil vom Körper eines anderen besitzt, hat Macht über dessen Denken und Handeln. Und er besitzt jetzt die Zähne von Millionen Kindern; die meisten davon bereits erwachsen...
Das Weihnachtsfest hat eine tiefere Bedeutung als das Verteilen von Geschenken. Der Weihnachtsmann ist nur eine gerade moderne Form des Opferbringers. Denn hinter allem steht die Sonnenwende, der kürzeste Tag, dem ein längerer folgen soll, und dem ein noch längerer...
Tod bringt es auf den Punkt: Wenn der Schneevater nicht gerettet werden kann, dann geht am nächsten Tag die Sonne nicht mehr auf. Nur ein heller Gasball beleuchtet dann die Welt... Menschen brauchen kleine Lügen, an die sie glauben können, um den Glauben an die großen Lügen nicht zu verlernen - wie Gerechtigkeit, Ordnung oder Gnade.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Weihnachtsfest im Kreise Eurer Lieben und vergesst nicht:
Egal, ob Ihr an das Christkind oder den Weihnachtsmann oder an Onkel Toys'R'Us glaubt - es ist immer noch besser, als an gar nichts zu glauben.

Scheibenwelt - Hauptmenü

Schweinsgalopp - Rezension von Rupert Schwarz

 

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