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Schnee wie Asche (Band 1)

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Titel: Schnee wie Asche
Autor: Sara Raasch
Buch-/Verlagsdaten: cbt, April 2015, 464 Seiten, Broschiert, ISBN: 978-3-570-30969-8

Eine Besprechung / Rezension von Stefanie
(weite Rezensionen von Stefanie auf fictionfantasy finden Sie hier oder auf ihrem Blog Casus' Bücherwelt)

Inhalt:
Seit Frühling Winter vor Sechzehnjahren angegriffen und vernichtet hat, haben sich einige wenige Einwohner mit ihrem Prinz Mather in die Rania-Ebene geflüchtet. Unter ihnen auch Meira, die genau wie Mather beim Angriff ein Baby war und mit ihm zusammen aufgewachsen ist. Sie brennt darauf, sich zu beweisen und der Suche nach Winters zerstörter Magsignie zu helfen. Und dann endlich ist ihre große Chance gekommen.

Meine Meinung:
Ich habe schon viele positive Meinungen zu Sara Raaschs High Fantasy-Roman "Schnee wie Asche" gehört, so dass ich dann auch neugierig geworden bin und es lesen wollte. Dass traumhafte Cover hat natürlich auch noch einiges dazu beigetragen. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht ganz erfüllen, auch wenn es keinesfalls schlecht ist, ich hatte nur einfach mehr erwartet.

Toll ist auf jedenfall der Weltaufbau. In Primoria gibt es insgesamt 8 Königreiche, 4 davon, die Rythmus-Königreiche, haben einen normalen Jahreszeitenablauf, wie wir es kennen, die anderen vier, die Jahreszeiten-Königreiche, haben das gesamte Jahr jeweils nur eine, nach der sie auch benannt ist. Auch Magie gibt es in dieser Welt, wenn auch nicht sehr viel, da jedes Königreich jeweils nur über ein magisches Artefakt, die Magsignie, verfügt, die in der königlichen Blutebene vererbt wird, in den Rythmus-Königreichen über die männliche, in den Jahreszeiten-Königreichen über die weibliche.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der sechzehnjährigen Meira, eine der Winterianer-Flüchtlinge, die es gar nicht erwarten kann, auch endlich für ihr Land, dass vor sechzehn Jahren von Frühling angegriffen und versklavt wurde, zu kämpfen. Sie möchte ihrem Anführer, Sir, endlich zeigen, dass sie auch etwas wert ist, was sie in ihren Gedanken leider etwas zu oft erwähnt, so dass ich irgendwann leicht genervt davon war. Das hat mir den Einstieg in die Geschichte nicht ganz leicht gemacht, denn es hat gedauert, bis ich mich mit Meira anfreunden konnte. Dafür hat sie aber im Laufe der Geschichte eine echt gute und realistische Entwicklung durchgemacht, so dass ich am Ende dann doch noch ziemlich gut mit ihr klar kam.

Ein weiterer Punkt war, dass manche Sachen für mich leider ein wenig unrealistisch gewirkt haben. Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass jemand von einem Turm springt, sich dann einfach am Boden abrollt und immer noch lebt. Seltsam war auch, dass in den Jahreszeiten-Königreichen ja eigentlich die Macht in der weiblichen Blutlinie liegt, aber trotzdem die Rede immer nur bei Frühlings König Angra liegt. Macht sich da keiner Gedanken über die Königin? Oder habe ich da etwas überlesen?

Die Spannung in der Geschichte ging immer so auf und ab. Es gibt immer mal wieder Szenen, bei denen ich am Buch klebte, dann aber leider auch wieder einige Längen. Gegen Ende jedoch konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, auch wenn ich bei einigen Kampszenen leider ein wenig den Überblick verloren habe. Die große Enthüllung dabei konnte ich mir zwar schon vorher denken, aber dadurch war es nicht langweilig oder vorhersehbar. Es war für mich eher ein kleines Erfolgserlebnis, dass ich mit meiner Vermutung die ganze Zeit richtig lag.

Positiv fand ich auch, dass die Geschichte gut in sich abschließt. Es ist zwar noch einiges offen für den nächsten Band, der für Oktober auf Englisch geplant ist, aber man könnte es theoretisch auch gut als Einzelband lesen und es seiner Fantasie überlassen, wie es mit Primoria weitergeht.

Fazit:
Sara Raasch bietet dem Leser mit ihrem High Fantasy-Roman "Schnee wie Asche" eine interessante Welt und eine Geschichte, die am Ende richtig an Fahrt aufnimmt und ohne fiesen Cliffhanger auskommt. Leider gab es aber vorher einige Längen, ein paar Ungereimtheiten und mit der Protagonistin musste ich mich auch erst anfreunden. Daher vergebe ich 3,5 von 5 Muscheln und warte gespannt auf den nächsten Teil.

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