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Startseite - Film - Horror & Mystery - Schlachtnacht
Schlachtnacht
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Schlachtnacht
Originaltitel: Sl8n8
Alternativtitel: Slaughter Night
Regie: Frank Van Geloven, Edwin Visser
Drehbuch: Frank Van Geloven, Edwin Visser
Darsteller: Victoria Koblenko, Kurt Rogiers, Jop Joris, Linda van der Steen, Steve Hooi
Laufzeit: 90 min
FSK: 16
Niederlande, 2006

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Das Grauen lauert in einer Grubentiefe von 60 Metern: Im stillgelegten Bergwerkstollen soll ein blutrünstiger Geist sein Unwesen treiben. Als der Schachtlift streikt, bricht die unterirdische Hölle los und in dem düsteren Stollensystem beginnt für eine Gruppe von Youngstern ein mörderischer Wettlauf ums Überleben.

Die achtzehnjährige Kristel überlebt einen Autounfall, bei dem ihr Vater stirbt. Von nächtlichen Visionen gequält, fängt sie an, sich für die Nachforschungen ihres Vaters über Serienkiller zu interessieren - insbesondere über Andries Martiens, der im 19. Jahrhundert für das Abschlachten von Kindern zum Tode verurteilt wurde. Kurzerhand beschließt sie, mit ein paar Freunden vom College eine stillgelegte Mine zu besuchen, in der ihr Vater die Untersuchungen im Fall Martiens leitete. In den dunklen, verlassenen Minenschächten wurden einst verurteilte Mörder als sogenannte „Feuerwehrmänner“ rekrutiert, um explosives Minengas zu entdecken. Ein Job, den normalerweise keiner überlebte. Aus diesem Grund wurden dafür vorwiegend Schwerverbrecher und Mörder genommen. Als die Gruppe in der Mine ankommt, streikt plötzlich - in 60 Meter Tiefe - der Schachtlift. Die Studenten müssen nun selbst einen Weg aus dem maroden Minenlabyrinth finden. Doch sie sind nicht alleine dort unten. Der Geist von Martiens treibt noch immer sein Unwesen und ist blutrünstiger denn je. Kristel und ihre Freunde, die die Nacht in der Mine verbringen wollen, kommen ihm da gerade recht. Der Ausflug wird mehr und mehr zum Albtraum, zur Schlachtnacht .

„Einen Pluspunkt gibt es für die beklemende Atmo, die hier sehr schön zur Geltung kommt,“ urteilt „bloodzone-forum.de“. Im zeitgemäßen Revival des Slasher Movie mag auch die holländische Filmnation Holland nicht abseits stehen und präsentiert mit diesem programmatisch betitelten Minenschacht-Bodycount nicht nur einen der brutaleren, sondern auch insgesamt gelungeneren Beiträge der jüngeren Metzelarien. Teenager, die mal nicht das übliche Klischee verkörpern, und ihre glaubwürdigen Dialoge bzw. Entscheidungen lassen selbst für Splatterfreaks die Wartezeit auf den kreativen Tod, verbunden mit unfreiwilligen Trimm-Dich-Fit-Einlagen, wie im Flug vergehen. Ein qualitativ hochwertiger Horror-Nachschub im Goregenre: exzessiv blutige Effekte, gepaart mit der düsteren klaustrophobischen Atmosphäre einer alten ausgedienten Mine, garantieren nervenzersetzenden Suspense, nicht nur für Genrefans. Ein kleines Highlight der aktuellen neoveristischen Hardcore-Horrorwelle.

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