fictionfantasy

fictionfantasy ist ein verlagsunab-hängiges Rezensionsportal für phantastische Werke. Derzeit sind knapp 13.000 Artikel abrufbar!

Schreibe deine eigene Rezension
deines Lieblingsbuches und schick sie uns !


Du hast fehlende Angaben bei Autoren oder Buchtiteln gefunden?
Wir freuen uns über jede Unterstützung!

Hast du einen Blog
und willst im fictionfantasy-Netzwerk mitmachen? Melden!

Amazon

Diskussion

Social Network

Folge uns auf Twitter
Folge uns auf Facebook!
Folge uns auf Google+
Abonniere unseren RSS Feed

Phantast

Das eMagazin von fictionfantasy und literatopia

phantast
Alle Phantast-Ausgaben
auf einen Blick

Netzwerk

Blog Top Liste - by TopBlogs.de
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
http://www.wikio.de
Saw 2
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Saw 2
Originaltitel: Saw II
Regie: Darren Lynn Bousman
Darsteller: Tobin Bell, Shawnee Smith, Donnie Wahlberg, Erik Knudsen, Franky G, Glenn Plummer,
Emmanuelle Vaugier, Beverley Mitchell, Tim Burd, Dina Meyer, Lyriq Bent, Noam Jenkins, Tony Nappo, Kelly
Jones, Vincent Rother, Linette Robinson, Gretchen Helbig, Kofi Payton, John Fallon, Conrad Coates, James
Gallanders, Michael Stevens, Sam Malkin, Robin Ward,
Drehbuch: Leigh Whannell, Darren Lynn Bousman
Musik: Charlie Clouser
Laufzeit: 89 min
FSK: Keine Jugendfreigabe / gekürzte Fassung: ab 16 Jahre
USA, 2005

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Der Jigsaw-Killer hat seine Mission noch nicht beendet. Für die nächste Lektion in Sachen "Wert des Lebens" hat er bereits neue "Schüler" gefunden. Nachdem ein Mordopfer entdeckt wird, an dem Jigsaw deutlich seine Handschrift hinterlassen hat, nimmt Detective Eric Matthews seine Spur auf. Erstaunlich schnell schafft er es, ihn zu finden - nur um festzustellen, dass der Fahndungserfolg Teil eines mörderischen Spiels ist. Denn das Mastermind hält acht Menschen an einem unbekannten Ort gefangen, die genau zwei Stunden Zeit haben, der Todesfalle zu entkommen, bevor das tödliche Nervengas in ihren Adern zu wirken beginnt. Hilflos muss Matthews das mörderische Spiel auf dem Monitor verfolgen. Doch damit nicht genug: Unter den verängstigten Opfern entdeckt er seinen eigenen Sohn... Ein Mann, der aus der Bewusstlosigkeit aufwacht und von einer Glühbirne geblendet wird. Er blickt sich in dem kargen Raum um und sieht einen Fernseher, der ihm zeigt, was gleich geschieht; die Puppe des Jigsaw-Killers erläutert, dass er eine Todesmaske um den Hals trägt, die innen mit rostigen Nägeln gespickt ist und sich blitzartig schließen wird, wenn er sie nicht vorher abnehmen kann. Aber wo steckt der Schlüssel zu dieser perfiden Maske? Direkt vor seinem Auge: Auf den Röntgenbildern erspäht er, dass seine einzige Chance darin besteht, sich das eigene Auge mit dem Skalpell herauszutrennen.
So beginnt die Jagd auf den gnadenlosen Killer (Tobin Bell) erneut, und Detective Matthews (Donnie Wahlberg) kommt Jigsaw erstaunlich schnell auf die Schliche und kann ihn bei einem Einsatz dingfest machen. Alles erledigt? Mitnichten, hat doch das genial-kranke Hirn genau dies provoziert; schließlich hat er Matthews' Sohn in seiner Gewalt und spielt einmal mehr ein tödliches Spiel mit den Cops...

Es ist immer schwierig, ein ebenbürtiges Sequel zu produzieren: Während Vorgänger Saw eher auf unterschwellige Art und Weise zu schocken vermochte, indem Grausamkeiten simpel angekündigt, jedoch nicht evident waren, liefert der Folgeteil Splatter en masse, und das in einem düsteren Set-Dekor. Während Teil 1 in extrem düsteren, monotonen und aufs Nötigste reduzierten Bilder brillierte, illuminiert nun der Nachfolger die unerträglich zur Schau erhobenen Grausamkeiten stärker. Die neurotische Kameraarbeit samt stakkatoartiger Montage, wobei die 'stillere' Stimmung des Originals allerdings preisgegeben wird. Nach dem Überraschungserfolg von James Wans Low-Budget-Horrorfilm Saw (2004), der alleine in den USA weit über 50 Millionen Dollar einspielte - und dies bei einem Produktionsbudget von 'nur' knapp über einer Million -, war eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit: Die überzeugt insbesondere durch ihr nahezu obszönes Exponat einer glorifizierenden Brutalität, der nur Hostel das Wasser reichen kann. Die absurd-bösartigen Tötungsmechanismen führen zu Szenen, die des Betrachters Eingeweide rumoren lassen. Wer in den Genuss von Saw kam, wird darüber hinaus etliche Verweise und Anspielungen auf das eigene Genre ausmachen können. Die Spannungsqualität schlägt zu wie der erste Teil. Man weiß nie, was hinter der nächsten dunklen Ecke lauert, ob wieder ein Zünder ausgelöst wird oder ob jemand aus der Gruppe aus der Reihe tanzt. Denn mit zunehmender Gasinhalation steigt die Verzweiflung. Es ist in der Tat eine wirklich gelungene und wieder äußerst nervenzersetzende Fortsetzung, die mit Teil 1 ziemlich gut konkurrieren kann. Die Machenschaften von Jigsaw sind durch seinen Darstellungsmodus noch unerträglicher; dafür zahlt die Originalität eine dementsprechend große Zeche. Die hat kaum einen gestört, denn über 900 000 mehr als zufriedene Kinogänger sprechen eine allzu deutliche Sprache, und der Verleih und Verkauf wird ähnlich zufriedene Resultate liefern.

Kommentare (0)Add Comment

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

busy