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Startseite - Film - Horror & Mystery - Savage Island - Insel der Toten
Savage Island - Insel der Toten
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Savage Island - Insel der Toten
Originaltitel: Savage Island
Alternativtitel: Deadman's Island
Regie: Jeffery Scott Lando
Drehbuch: Kevin Mosley
Darsteller: Winston Rekert, Don S. Davis, Steven Man, Kristina Copeland, Brendan Beiser, Beverley Breuer, Gregg Scott u. a.
FSK: 18
Laufzeit: ca. 86 min
USA 2003

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

In diesem kompromisslosen Landeier-gegen-Städter-Schnetzelstreifen ist wirklich beim Sterben jeder der Erste: Steven (Steven Man) und Julia (Christina Copeland) haben Eheprobleme, doch ein Wochenendbesuch bei Julias Familie auf einer abgeschiedenen Insel lässt diese allzu heftig zur kleinsten Sorge werden. Die einzigen anderen Inselbewohner sind die Savages, eine wahrhaft "wilde" Familie, die dem Begriff Hinterwäldler eine ganz neue Dimension hinzufügt. Als sie Stevens und Julias Neugeborenen als Ersatz für ihren von Christinas Bruder überfahrenen Sohn fordern, entfesseln Gier, Wahn und Selbstsucht ein schonungsloses Chaos fernab jeglicher Zivilisation.

In bester Tradition von 70er-Jahre-Horrorklassikern wie Wes Cravens "Hügel der blutigen Augen" schufen die Filmemacher einen schauerlichen Trip in die Wildnis. Der von Regisseur Jeffery Lando eigens kreierte Savage-Look zeigt in rohen Bildern die einsame Insel, auf der nur jene überleben, deren "Kultur" verlorengegangen ist...

Auch Kanada blickt auf eine gewisse Tradition des Redneck-Horrors zurück, weshalb es nur recht und billig ist, wenn im Kielwasser von "Wrong Turn", "TCM" und "Hügel der blutigen Augen" nun auch die filmischen Schmalspur-Aspiranten unterm Ahornblatt krasse Landkiller-Schweine auf unbedachte städtische Sommer-Touris hetzen. Im bemerkenswerten Kontrast zu den erwähnten Hollywood-Vorbildern wirken und sprechen hier die Forrest-Flodders in diesem eigentlich gut gespielten, spannenden Schocker à la Blairwitch-Project-Ambiente fast wie urbanisierte Vorstadt-Griller. Am besten jedoch das unerwartete Ende, obgleich die DVD in tonaler Hinsicht nicht so knallig geraten ist. Hier erwartet den hartgesottensten Horror-Junkie einmal mehr ein eher originelles und nahezu wundersames Finish der Filettier-Orgie.

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