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Startseite - Film - Science-Fiction - Riverworld (Pilotfilm)
Riverworld (Pilotfilm)
Film - Science Fiction (F)

US-Fernsehpilot aus dem Jahre 2003
Regie: Kari Skogland

Besetzung:
Brad Johnson (Jeff Hale)
Emily Lloyd (Alice Lidell Hargreaves)
Cameron Daddo (Samuel L. Clemens)
Jonathan Cake (Nero Caesar)
Jeremy Birchall (Lev Ruach)
Kevin Smith (Valdemar)
Karen Holness (Mali)
Paolo Rotondo (Flavius)

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Der Astronaut Jeff Hale verunglückt auf einer Raummission und erwacht in einer großen Blase unter Wasser. Für einen Augenblick glaubt er ein Wesen zu sehen, dass ihn mit einem Stab berührt, dann verliert er das Bewusstsein und findet sich kurz darauf an einem Ufer eines scheinbar unendlichen Flusses wieder. An seinem Handgelenk findet er einen Behälter, der neben Essen auch Kleidung enthält.
Kaum hat er sich umgesehen, streben weitere Menschen dem Ufer zu. Kaum ist der Schock überwunden, stellt sich nach und nach heraus, dass die Menschen aus unterschiedlichsten Ländern stammen.

Den Wiedererweckten bleibt jedoch nicht viel Zeit, um sich den neuen Bedingungen zu stellen. Eine Horde Barbaren zieht heran und nimmt sie gefangen. Von nun an sollen sie als Sklaven dienen. Im Sklavencamp trifft er auf einen Außerirdschen, der auch auf der Erde gestorben ist. Mit seiner Hilfe gelingt Hale die Flucht und er trifft auf Samuel L. Clemens alias Mark Twain, der sich anschickt, ein großes Flussschiff zu bauen. Doch Nero, der inzwischen die Anführerschaft über die Barbaren erlangt hat, will das Schiff für sich haben, denn es verspricht Macht.

Dieser Film war der Versuch, eine Fernsehserie zu dem gleichnahmigen, mehrfach ausgezeichneten Bestseller von Philip Jose Farmer zu starten. Es blieb bei dem Versuch, denn das Ergebnis wurde weder dem Buch noch den Erwartungen der Zuschauer gerecht. Die Figuren wirken hölzern und im Vergleich zum Buch wirkt alles an den Haaren herbeigezogen. Während im Buch die Hauptperson Richard Burton, ein Afrikaforscher, war ist es hier ein Astronaut mit Namen Jeff Hale. Dies ist schade, denn Burton im Buch musste viel hinzu lernen, während Hale zu den Personen mit dem größten Wissen gehören dürfte. Seine Gefährtin Alice jedoch stammt im Film wie auch im Buch aus dem victorianischen Zeitalter und das ist sehr interessant. Der größte Fehler dürfte aber gewesen sein, nicht Hermann Göring als Gegner sondern Nero einzuführen. Das ist sehr ideenlos.

Es wurde noch mehr geändert: Im Buch erwachten alle Menschen gleichzeitig und zwar alle Menschen die bis zum Jahre 2013 gelebt hatten, denn in diesem Jahr wurde die Erde zerstört. Im Film jedoch erwachten die Menschen zu unterschiedlichen Zeiten, was natürlich Hales Gruppe einen Nachteil verschaffte. Die Umsetzung des Buchs war auch in anderer Hinsicht voll daneben. Es wurde viel vom zweiten Buch hineingenommen. Die ganze Mark Twain-Geschichte z. B., denn er war Protagonist des zweiten Bandes (Auf dem Zeitstrom). Was völlig fehlte ist die ganze Sache mit den Versorgungsstationen, in denen man die Behälter zum Füllen stecken konnte. Nur am Anfang wurde dies kurz angedeutet. Und während im Buch Richard mehrfach starb und an einer anderen Stelle der Flusswelt wiedererweckt wurde, beschränkt sich der Film auf einen simple Abenteuergeschichte.
4 von 10 Punkten.

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