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Startseite - Film - Science-Fiction - Right at your Door
Right at your Door
Film - Science Fiction (F)

Titel: Right at your Door
Regie & Drehbuch: Chris Gorak
Darsteller: Mary McCormack, Rory Cochrane, Scotty Noyd Jr., Max Kasch, Will McCormack
Musik: tomandandy
Laufzeit: 96 min
USA, 2006

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Brad ist ein freischaffender Musiker, seine Frau Lexi arbeitet in Los Angeles. Als sie sich frühmorgens auf den Weg in die Arbeit macht, ist die Welt noch in Ordnung - jedoch wird kurze Zeit darauf die Großstadt von mehreren Explosionen erschüttert - jemand hat schmutzige Bomben in der Millionenmetropole gezündet. Erst versucht Brad sich mit dem Auto auf den Weg nach L.A. zu machen, scheitert aber an vielen Polizeiabsperrungen. Im Radio wird berichtet, dass es hohe Opferzahlen gibt; es wird empfohlen, das Eigenheim hermetisch abzudichten.
Brad verfällt in eine depressive Stimmung, ist kaum in der Lage, eine gezielte Handlung zu machen - erst der mexikanische Arbeiter Alvaro, der sich in sein Haus rettet, reißt ihn aus dem Tief und die beiden versiegeln das Haus mit Plastikfolien und dergleichen.
Lexi ist allerdings nicht bei dem Angriff gestorben - sie strandete in einem Stau kurz außerhalb der Stadt - durch die giftigen Gaswolken und die Asche der Brände macht sie sich auf den Heimweg. Dort angekommen, steht Brad vor einem Dilemma - soll er sein eigenes Leben riskieren und seine kontaminierte Frau in das Haus lassen oder soll er sie aussperren? Tagelang warten beide auf die versprochene Hilfe, während sich Lexis Zustand immer weiter verschlimmert.

"Right at your Door" ist ein eher untypischer amerikanischer Was-wäre-wenn-Thriller, der sich um einen doch realistischen Anschlag auf eine Großstadt mit sogenannten schmutzigen Bomben dreht. Untypisch in der Hinsicht, dass sich die Geschichte nicht um verschiedene Charaktere dreht, die während des Desasters zueinander - oder auseinander finden und die eine oder andere Heldentat vollführen. Hier dreht es sich nur um das Ehepaar - und eben den mexikanischen Arbeiter, der hin und wieder seine Meinung abgibt. So kann sich der Film ohne Stress ganz der Charakterisierung und der Problematisierung der beiden Hauptdarsteller widmen, was die Dramatik der Hintergrundgeschichte nur erhöhen kann. Das Ganze läuft auch zudem ohne Action- oder Stuntszenen ab, die hier auch überhaupt nicht in das Konzept passen würden. Der Film versteht es, die Zuschauer in eine Stimmung zu bringen, die es ihnen klarmacht, dass dies ihnen auch passieren könnte - und nicht nur einmal fragt man sich im Laufe des Filmes, was man selber an Stelle von Brad und Lexi machen würde.
Das Ende des Filmes wartet nochmals mit einer Überraschung auf, die den Zuschauer in einem verblüfften und teils schockierten Zustand hinterlässt.
Ein bedrückender Film mit großartiger Charakterisierung und einem ruhigen Erzähltempo bei einer dramatischen Hintergrundgeschichte - empfehlenswert!

Right at your Door - die Rezension von Jean Lüdeke

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