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Startseite - Film - Horror & Mystery - Krieg der Dämonen
Krieg der Dämonen
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Krieg der Dämonen
Originaltitel: The Great Yokai War
Regie u. Drehbuch: Takashi Miike
Produktion: Fumio Inoue
Darsteller: Ryunosuke Kamiki, Chiaki Kuriyama, Hiroyoki Miyasako, Mai Takahashi.
Laufzeit: ca. 119 min
FSK: ab 16 Jahren
Deutscher Vertrieb: e-m-s
Japan, 2004

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Das hehre „TIME-Magazin“ bejubelte Takashi Miike als einen der zehn interessantesten Filmemacher unserer Zeit. Miike produziert nämlich einen Film nach dem anderen, wie wohl kein anderer Regisseur der Gegenwart, das vermochte hier nur Rainer Werner Fassbinder zu seinen besten Zeiten. Dabei stellt sich zuletzt immer stärker heraus, dass Miike zwei Wege beschreitet. Zum einen macht er Filme, die sich dem Zuschauer nicht anbiedern, sondern narrativ ganz speziell und nur schwer zugänglich sind. Bisheriger Höhepunkt in dieser Richtung ist wohl „Izo“, auf der anderen Seite überrascht er mit einer mainstreamigen Ringu-Schiene wie „The Call“. Hier finden wir aber eher die virulente Synthese: Nach der Trennung seiner Eltern muss der zwölfjährige Tadashi (Ryunosuke Kamiki) mit seiner Mutter (Kaho Minami) aus der Großstadt Tokio auf das Land zum schwächelnden Großvater (Bunta Sugawara) ziehen, während seine ältere Schwester (Akiko Narumi) in der Stadt beim Vater (Kanji Tsuda) zurückbleibt. Auf dem Land hat Tadashi die üblichen Probleme als kindlicher Hauptdarsteller derartiger Filme. Das Stadtkind, dazu noch körperlich kleiner als die Mitschüler, wird gehänselt und wird demnach zum freudlosen wie einzelgängerischen Outsider. Doch eines Tages passiert etwas Lebensveränderndes: Auf einem rituellen Volksfest wird symbolisch der „Kirin Rider“ gewählt, ein Kämpfer für Frieden und Gerechtigkeit. Die Wahl fällt, sehr zum Missfallen der übrigen Kinder, auf Tadashi. Der „Kirin Rider“ hat die Aufgabe, ein Schwert von einem nahe gelegenen, unheimlichen Berg zu holen … Der kleine Tadashi nimmt all seinen infantilen Mut zusammen und macht sich auf den Weg. Doch mysteriöse Dinge geschehen.
Ein bei den Genre-Fans bekanntes Darsteller-Ensemble, lange Drehzeiten und enorme finanzielle Ausstattung ermöglichten einen Fantasy-Film von außergewöhnlicher Qualität, was das internationale Renommee seines für Action und Trash bekannten Regisseurs Takashi Miike (u.a. "The Call", "Zebraman") einmal mehr bekräftigt hat. "Krieg der Dämonen - The Great Yokai War" ist eine perfekte Mischung aus Fantasy-, Manga- und Animé-Elementen. Trotz einiger entspannender Szenen, witziger Einfälle und skurriler Kreaturen und mit einem Kind als Protagonisten ist dies eigentlich kein Film für Kinder. Denn dazu wartet er mit einem zu hohen Maß an purem Horror und brutalem Gemetzel auf. Zum Glück gibt es aber noch die ältere Fangemeinde; und die wird hier ihre helle Takashi-Freude haben.

Krieg der Dämonen - die Rezension von Max Pechmann

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