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Rezensionsübersicht: Die Drachen der Tinkerfarm
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Titel: Die Drachen der Tinkerfarm
Originaltitel: The Dragons of Ordinary Farm
Autor: Tad Williams & Deborah Beale
Übersetzung: Hans U. Möhring
Buch/Verlagsdaten: Klett-Cotta Hardcover, 380 Seiten, ISBN: 978-3-608-93821-0

Folgende Besprechungen / Rezensionen liegen hierzu bei fictionfantasy.de vor:

Rezension von Judith Gor
Den Roman erlebt man dabei aus der Perspektive der Kinder, der Protagonisten Tyler und Lucinda und Collins Needle, des Sohnes der unheimlichen Haushälterin. So wird die Geschichte zu einem Abenteuer, bei dem die kindliche Begeisterung auf LeserInnen jeden Alters überspringt. Die Protagonisten sind absolut glaubwürdig in ihrer ganz eigenen Sicht der Geschehnisse. (...) Wer „Otherland“ oder „Shadowmarch“ kennt, weiß, dass Tad Williams’ Detailverliebtheit zu hohen Seitenzahlen führen und manchmal auch die ein oder andere Länge beinhalten kann. Die Symbiose aus Spannung und kleinen Details gelingt in „Die Drachen der Tinkerfarm“ jedoch fabelhaft. (...) Der Roman ist schlichtweg ein atemberaubendes Kopfkino, das die LeserInnen in eine andere Welt entführt, in der es große Geheimnisse gibt, viele Seltsamkeiten, viele Wunder und auch große Gefahren. (...) „Die Drachen der Tinkerfarm“ [ist] kein Buch für allzu junge Leser. Das große Abenteuer hat durchaus Potential, als Gute-Nacht-Geschichte herzuhalten ..., aber einige Stellen sind doch etwas gruselig und „brutal“. Und durch die vielen Anspielungen, die vielen, kleinen Details und die (natur-)wissenschaftlichen Gedanken verlangt der Roman von seinen Lesern doch eine gewisse Reife.

Rezension von Erik Schreiber
Tad Williams ist ein leidenschaftlicher Autor, ernsthaft in seinem Bestreben, gute Bücher zu schreiben, und mit seiner Ideenwelt ein eigenständiger Autor, der zu überzeugen weiß. (...) Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Buch sehr zufrieden. Die Ausstattung mit Schutzumschlag und Lesebändchen entspricht den allgmeinen Ansprüchen. Die zusätzlichen Zeichnungen, die in frühen Jugendbüchern gang und gäbe waren, werden wieder aufgegriffen. Eine schöne Arbeit des Verlages und ein Zugeständis an die jungen Leser, die auch gern etwas sehen und nicht nur lesen wollen. (...) Ach ja, und dann ist da noch ein ganz klein wenig Ähnlichkeit mit „Fabelheim“ von Brandon Mull.

Rezension von Ulrich Karger
Für die Existenz dieser Tiere bemühen die Autoren eine Theorie von Octavio Tinker, wonach es eben nicht nur zwei Magnetpole, sondern auch zwei Pole für eine fünfte Dimension gebe, die einen Zugang zu parallelen Zeitexistenzen erlaube. Und die von ihm begründete Tinkerfarm liegt offenbar genau über einem dieser Pole. Wie das Autorengespann die Geschichte aufzieht, hat durchaus Suchtpotential. Untermalt vom flapsigen Grundton der beiden skeptischen Großstadtkinder halten einen die immer neuen Rätsel und Geheimnisse um die Tiere, das Personal und die zahlreichen Gebäude der Farm bis zuletzt neugierig. Die stets nur in kleinen Dosen gewährten Erklärungen dazu verfügen über eine hinreichend innere Plausibilität, die auch noch ältere Leser Spaß an der Lektüre haben lässt. Auch die sich verändernde Beziehung der beiden Helden untereinander sowie die neu gewonnenen Freund- und Feindschaften zu anderen Kindern haben nun eine breites Fundament gelegt, das mehr als gespannt auf den Folgeband sein lässt.

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