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Rezensionsübersichten

Rezensionsübersicht: Stadt der goldenen Schatten (Otherland 1)

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Serie/Zyklus: Otherland 1/4
Titel: Stadt der goldenen Schatten
Originaltitel: City of Golden Shadow
Autor: Tad Williams
Übersetzung: Hans-Ulrich Möhring
Verlag/Buchdaten: Heyne 1999, 915 Seiten, ISBN: 3453530756

Folgende Besprechungen / Rezensionen liegen hierzu bei fictionfantasy.de vor:

Rezension von Oliver Faulhaber
Obwohl das Buch zu dem Komplexesten zählt, was ich in letzter Zeit gelesen habe, ist es mal wieder ein Beispiel dafür, dass dies nicht immer gleichbedeutend mit Anspruch bzw. Qualität ist.
Einer der auffälligsten Kritikpunkte ist der Cliffhanger, das Ende hätte abrupter und unbefriedigender kaum sein können ... wenn man auf knapp 1000 Seiten mehrere Handlungsstränge und ein gutes Dutzend Protagonisten entwickelt, sich mehr oder weniger zielstrebig der Klimax nähert, dann sollte man dem Leser am Schluss auch eine solche präsentieren - oder zumindest einige Antworten. (Vor allem, wenn man ein Jahr auf die Forsetzung warten muß.)
Ein weiteres Manko ist die Art und Weise, wie Williams das Konzept "Virtual Reality" benutzt: anstatt visionär eine eigene Welt zu erschaffen, beschreibt er größtenteils Altbekanntes wie die Götterwelt der ägyptische Mythologie oder ein Schlachtfeld des Ersten Weltkriegs
Nach all der Kritik sollte ich vielleicht das Bild etwas zurechtrücken, denn wirklich schlecht ist das Buch beileibe nicht: Sein Problem ist nur, daß es ihm zu einem guten Buch an Qualität fehlt - und auf der anderen Seite zu komplex und umfangreich für bloße Unterhaltung ist.

Rezension von Ulrich Karger
Mit "Otherland - Stadt der goldenen Schatten" wird der erste Band einer vierteiligen Cyberspace-Saga vorgelegt, der äußerst vielversprechend ist. () Der geniale, weil eigentlich nahe liegende Kunstgriff: Williams nutzt die von Drehbüchern entlehnte Schnitt-Technik, um in fesselnder Manier scheinbar völlig unabhängig voneinander existierende Erzählfäden aufzurollen und deren Protagonisten zuletzt doch noch auf eine Ebene, nämlich die Netzebene zu bringen. Dabei gelingt es ihm derart überzeugend, die 'Wirklichkeiten' zu verwischen und für überraschende Wendungen zu sorgen, dass man auch als Leser die 'Verrückbarkeit' virtueller Dimensionen nachvollzieht. In bester traditioneller Erzählweise werden die Helden der Geschichte komplett, also auch in ihren Brüchen vorgestellt und laden so zur Identifikation ein. Ein horizonterweiternder Vorzug der weltumspannenden Netzebene ist zudem, dass die Haupthandlungsträger aus Südafrika stammen.

Rezension von Rupert Schwarz
Vor Jahren versuchte ich einmal "Otherland" auf Englisch zu lesen und scheiterte. Diese sehr kompakte und komplexe Geschichte hatte mich trotz meines durchaus recht guten Englisch überfordert und das Buch stellt auch in der deutschen Übersetzung eine Herausforderung für den Leser dar. Es dauert eine Weile, bis sich die Puzzleteile zusammensetzen und der Leser das gesamteBild erkennen kann. Von diesem Zeitpunkt an ist es für den Leser ein Einfaches, der Geschichte zu folgen, aber man muss halt bis zu diesem Punkt vordringen.
Man muss Tad Williams Achtung zollen, dass er so ein Werk geschrieben hat, denn stets hat Williams den Überblick auf sein gutes Dutzend Protagonisten behalten. Das ist schon eine beachtliche Leistung. () Ist nun das Experiment geglückt? Die Antwort kann nur Ja lauten. Die Grenzen zwischen SF und Fantasy sind fließend und dem Autor gelingt das Kunststück, alles so zu schreiben, als ob es zusammengehörte. Eine reife Leistung. () 8 von 10 Punkten

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