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Rezensionsübersichten

Rezensionsübersicht: Die Kinder Húrins

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Reihe: Mittelerde
Titel: Die Kinder Húrins
Originaltitel: The Children of Húrin
Autor: J. R. R. Tolkien
Herausgegeben von Christopher Tolkien
Übersetzer: Hans J. Schütz und Helmut W. Pesch
Illustrationen von Alan Lee
Buch/Verlagsdaten: Hobbit Presse, Klett-Cotta (2007); Hardcover mit Lesebändchen, Farbtafeln und eingeklebter Karte; ISBN 3-608-93603-2; 334 Seiten; 19,95 €

Folgende Besprechungen / Rezensionen liegen hierzu bei fictionfantasy.de vor:

Rezension von Alexander Pechmann
Obwohl "Die Kinder Húrins" auch in der endgültigen Form stellenweise - vor allem in der Mitte des Textes - karg und fragmentarisch bleibt und Húrin und Morgoth als Beobachter des Schicksals von Túrin und Nienor dem Geschehen vielleicht eine größere Tragik verliehen hätten, ist das Buch bemerkenswert. Es ist spannend zu lesen, wie Túrin, der sich eigentlich gegen das Böse wenden sollte, ohne es zu wollen, den Willen Morgoths und seines Dieners Glaurung erfüllt. (...) Der Stil erinnert an alte Sagen und Legenden, und der Hintergrund - Mittelerde - dürfte den Lesern hinreichend vertraut sein, um diese düstere Heldensage lebendig und glaubwürdig zu machen. Es handelt sich freilich nicht um einen zweiten "Herrn der Ringe", sondern eher um eine jener Geschichten, die sich Hobbits und Elben am Lagerfeuer erzählen. "Die Kinder Húrins" ist ein sehr schön gestaltetes und von Alan Lee ansprechend illustriertes Buch, das Tolkien-Lesern - vor allem jenen, die mit den Geschichten des ersten Zeitalters noch keine Bekanntschaft geschlossen haben - Freude machen wird.

Rezension von Erik Schreiber
Das Buch ist kein klassischer Roman, sondern eher eine lange Erzählung, einem epischen Werk nicht unähnlich. Sie steht eindeutig in der Tradition einer griechischen Tragödie. Daher kann ohne Bedenken gesagt werden, dass das Buch ein wenig anspruchsvoller ist als andere Fantasywerke, selbst als Der Herr der Ringe. Zudem ist es schwierig, sich mit all den Begriffen, Namen und Fremdwörtern auseinanderzusetzen. Der Anhang und das Vorwort mit der Aussprachehilfe sind dabei eine große Hilfe. Zu Beginn ist die Erzählung etwas verwirrend, doch sobald man sich gänzlich darauf einlässt und in die Welt eintaucht, ist es kein Problem mehr, der Handlung und den Personen zu folgen. Die Geschichte ist Tolkien-gerecht. Die Handlung wurde so anschaulich beschrieben, dass man ohne weiteres mitfühlen und mitkämpfen konnte. Die Ausstattung des Buches ist hervorragend gelungen. Alan Lee schuf ein glanzvolles umlaufendes Titelbild und weitere Farbbilder. Dazu kamen einige weitere Schwarzweiß-Zeichnungen. Die Stimmung, die die Bilder erzeugen, fügt sich in die Erzählung gekonnt ein.

Rezension von Ulrich Karger
Ein neues Buch von J.R.R. Tolkien, 34 Jahre nach seinem Tod? Tatsächlich fungierte hierbei sein Sohn Christopher Tolkien als Herausgeber, vor allem aber als einfühlsamer Sachwalter vorhandener Skizzen, Fragmente und längst vollständiger Kapitel zu diesem Werk, denen es eigentlich nur noch an ihrer endgültigen Zusammenbindung fehlte. Wie er dabei vorging, legt er detailliert im Vorwort und einer Einführung sowie im höchst aufschlussreichen Anhang dar. Dieser Anhang umfasst zudem relevante Stammbäume, eine Namensliste sowie eine entsprechend leicht modifizierte Faltkarte. Darüber hinaus ausgestattet mit den farbenprächtigen Illustrationen von Alan Lee und einem hilfreichen Lesebändchen, gereicht dieses Werk dem Fan der Tolkienschen Welt zur allergrößten Freude. Die 245 Seiten umfassende Geschichte für sich allein genommen - von der J.R.R. Tolkien ein Leben lang hoffte, sie als Einzelwerk vorlegen zu können - ist nun durchweg überzeugend und ein Genuss für jeden Fantasy-Epen-Liebhaber.

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