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Rezensionsübersicht: Der verlorene Troll
Buch - Rezensionsübersichten

Titel: Der verlorene Troll
Originaltitel: The Prodigal Troll (2005)
Autor: Charles Coleman Finlay
Übersetzung: Anja Hansen-Schmidt
Titelbild: Thomas Thiemeyer
Buch/Verlagsdaten: (Stuttgart: Klett-Cotta, 2007); Broschiert; 442 Seiten; 16,90 EUR, ISBN 978-3608937862

Folgende Besprechungen / Rezensionen liegen hierzu auf Fictionfantasy.de vor:

Rezension von Andreas Flögel
Einzelne Teile des Romans sind zuvor als längere Geschichten in verschiedenen Magazinen erschienen, sodass man durchaus von einem Episodenroman sprechen kann. So fehlt ein wenig der alles umfassende Spannungsbogen. Doch das soll nicht bedeuten, dass das Buch nicht auch seine packenden Stellen hätte. Oft ergeben sie sich daraus, dass der Leser die Welt besser kennt als Made und hofft, dass diesem das sich abzeichnende Schicksal, dem Made blauäugig entgegen geht, erspart bleibt. (...) Was mir an diesem Roman besonders gut gefällt ist, dass der Autor es immer wieder schafft, Klischees gekonnt zu umgehen. Da haben wir das adlige Kind, das von einer Horde affenähnlicher Wesen aufgezogen wird. Der Gedanke an Tarzan drängt sich hier natürlich sofort auf. Und wie Tarzan strebt auch Made an, der Führer der Horde zu werden. Aber wo Tarzan sich zum König der Affen aufschwingt, scheitert Made. (...) Das Buch ist eine Empfehlung für alle, die Fantasy etwas abseits der ausgetretenen Pfade suchen und die auf vordergründige Action zugunsten von Charakterentwicklung verzichten können.

Rezension von Ulrich Karger
Einen Roman über das Leben von Trollen zu schreiben, dürfte ein Novum sein. (...) Wie Charles Coleman Finlay hier nun deren Welt ausbreitet, ist schon von beachtlicher Überzeugungskraft und verweist möglicherweise auf die prähistorischen, noch sehr naturverbundenen Lebensformen des Homo sapiens. Die Trolle bilden hier eine Gemeinschaft, die ums Überleben kämpft, weil ihnen die zivilisierten Menschen samt ihren kriegerischen Machtansprüchen den Lebensraum beschneiden, wo die Trolle ihre Konflikte ohne weitere Hintergedanken einfach per Mehrheitsbeschluss lösen. Doch an der Schnittstelle zu den Menschen, die sich in Stadtbewohner und in dörflichen Gemeinschaften lebende Bergbewohner aufteilen, kommt es zu einer platt idealisierenden Banalisierung der Geschichte, die den mehr Troll gewordenen Made wie einen Lonesome Cowboy die Menschen wieder meiden lässt.

Rezension von Erik Schreiber
Der vorliegende Roman ist ähnlich den Romanen von Edgar Rice Burroughs Tarzan aufgebaut. (...) [Die Personen sind] sehr schön geschildert und man kann als Leser mit ihnen leiden und leben. (...) "Der verlorene Troll" ist ein spannender Roman, den ich gerne gelesen habe.

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