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Phantast
| Rendezvous mit Joe Black |
| Film - Horror & Mystery (F) | |||||
Der Tod nimmt in Brad Pitts Gestalt an den letzten Lebenswochen eines Unternehmers teil. Der Reihe nach: Auf dem Papier noch macht Meet Joe Black einen durchaus edlen Eindruck, mit Anthony Hopkins, Brad Pitt, Marcia Gay Harden und der klassisch elegant-schönen Claire Forlani attraktiv besetzt, von Sleepy-Hollow-Kameramann Emmanuel Lubezki realistisch-pointiert gefilmt, von Thomas Newman originell vertont und von Martin Brest routiniert inszeniert. Und wahrlich, obwohl sich außer dem eher langweilig-unauffälligen Jake Weber keiner der Akteure allzu sehr ins Zeug legt, reichen die gekonnten und harmonischen Leistungen der Darsteller und die überbordend luxuriöse Ausstattung, die exquisite Garderobe, die gelegentlichen sanften Scherze (Erdnussbutter!) und die dezenten Effekte allemal aus, um auch den verwöhnten Zuschauer zufrieden zu stimmen. Leider jedoch dienen all diese Trümpfe den Belangen einer zwar durchdacht-freundlichen, aber nachgerade quälend langweiligen, unnötig prüden, vollständig ereignislosen, mit trägen Schnitten und nicht vorhandenem Tempo erzählten, um mindestens zwei Stunden zu langen und endlich tränenerstickt-sentimentalen Story, die allen Zusehern, ob verwöhnt oder anspruchslos, in seltsam geschlechterparitätischer Keuschheit zuerst den Blick sowohl auf Forlanis als auch auf Pitts Brust verweigert, um die Minuten dann durch immer noch eine weite High-Society-Aufnahme oder immer noch einen überflüssigen Dialog zu dehnen, bis schließlich das Ende der Sonne nahe scheint. Claire Forlani findet nicht nur Zeit, sich mit der Energie einer toten Schildkröte in Brad Pitt zu verlieben, jeden einzelnen Knopf an Pitts Weste aufzuknöpfen und über zwanzig verschiedene Kleider anzuprobieren, sondern kann auch noch Pitt und Hopkins dabei zusehen, wie sie jede einzelne Stufe einer Treppe erklimmen, als führte sie direkt zum Himmel. Derweil ergehen sich der mit den Jahren zur Rundlichkeit neigende Anthony Hopkins und der hier als Musterschönling im Maßanzug agierende Brad Pitt in zwar stimmigen, aber endlos-plattgewalzten Dialogen über Liebe, Ehre und Freundschaft, wehren - die Action-Komponente des Films! - eine feindliche Firmenübernahme ab, indem sie den Vorstand zu Tode langweilen, und brechen nach einer triefig-kitschigen Abschiedsorgie zu wimmernder Musik und leuchtenden Feuerwerksbildern endlich dorthin auf, wohin noch kein Zuschauer je gegangen ist. Wie auch, schlafend? 3 von 5 Sternen
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Hits: 1813 Kommentare (7)
![]() geschrieben von raps, November 06, 2008
Hören wir da womöglich Neid mit heraus? Hähä. Man könnte sich den Film natürlich auch wg. Claire Forlani anschauen (obwohl die hauptsächlich schmachten darf und sonst wenig zu tun hat). Ein Mal kucken reicht aber wohl auf jeden Fall.
geschrieben von Rusch, November 06, 2008
Also ich fand den Film gar nicht schlecht. Man kann sich den Film auch ansehen, wenn man kein pubertierender Teenager ist und Claire Forlani bietet dem männlichen Zuschauer auch einiges für die Augen.
geschrieben von Donovans_Hirn, November 06, 2008
Mir kam Joe Black vor wie eine breitgewalzte Version von Ghost. Das Problem war nur, dass Balcky völlig ohne Humor daher kommt.
geschrieben von raps, November 06, 2008
Ich muss Rupert Recht geben. Der Film íst zweifellos sehr sorgfältig und aufwändig gemacht und er hat mich auch gut unterhalten. Ich habe es nur seitdem nie geschafft, ihn mir ein zweites Mal ganz anzutun. Was mir an dem Streifen nach all den Jahren am besten in Erinnerung geblieben ist, sind übrigens 3 Szenen: 1. Brad, der Mensch, wird spektakulär überfahren (yippie!); 2. Brad schleckt in der Gesindeküche (?) Nutella und lässt - igitt - den halben Teelöffel klebrig; 3. Brad spricht im Krankenhaus Holländisch mit der alten karibischen Dame (schön theatralisch!).
geschrieben von Anonymous, November 08, 2008
Ich kann die Wertung "3 von 5 Sternen" an Hand dieser Rezension nicht nachvollziehen. Ich interpretiere diese Verdichtung so, dass das Positive das Negative überwiegt. Allein, in dee Rezi finde ich kaum etwas zu den positiven Aspekten des Films. Rechtfertigt "durchdacht-freundlich" 3 Sterne?
geschrieben von RoM, Januar 02, 2012
Subjektiv betrachtet ist MEET JOE BLACK in einer reichlichen Tendez göttlich. Keine Sekunde Überflüßig und kein Moment der Stille zuviel. Dabei ein Kaleidoskop an Gefühlen. Von Claire Forlani fange ich besser nicht an zu schreiben...
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