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Rendezvous mit 31/439

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Serie / Zyklus: Rama, Band 1
Titel: Rendevous mit 31 / 439
Originaltitel: Rendezvous with Rama (1972)
Autor: Arthur C. Clarke
Übersetzung: ~
Verlag / Buchdaten: Heyne

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

2077 nähert sich ein fremdes Objekt der Erde. Das Objekt wird Rama genannt und entpuppt sich als fremdes Raumschiff, das etwa walzenförmig ist. Eine Raummission wird losgeschickt, um die Welt zu erforschen. Kapitän Norten und seine Crew entdecken eine wunderliche Welt. Ein zylinderförmiges Meer aus gefrorenem Eis und Türme aus Stahl, deren Funktion man nur erahnen kann. Als sich Rama der Sonne nähert, bekommt die Crew mehr und mehr Probleme, sich den veränderten Bedingungen anzupassen. Die Menschheit hat im Sonnensystem einige Kolonien gegründet und eine von ihnen sieht sich von Rama bedroht und schickt eine Atomrakete los, um Rama zu vernichten. Norten und seiner Crew gelingt es, die Waffe zu entschärfen und die Berohung abzuwenden. Am Ende verläßt die Crew Rama wieder und sie erleben, wie Rama um die Sonne herum beschleunigt und einen Kurs in Richtung magellansche Wolke einschlägt und bald verschwindet.

Das Buch konnte mich nur wenig überzeugen. Es bietet kaum Neues und es überrascht mich, dass ein so altbackenes (das galt auch schon 1973) Buch mit dem Hugo ausgezeichnet wurde. Rendezvous mit 31/439 ist ein typisches Beispiel für einen Roman, der gealtert ist. Damit ist gemeint, dass das Grundthema, das damals teilweise neu war, seit Erscheinen des Buch wiederholt aufgegriffen und ausgestaltet wurde. Prominentestes Beispiel dürfte wohl die Raumstation Babylon 5 sein, die ähnliche Dimensionen aufwies. Im Vergleich zu solchen, reich ausgestalteten Geschichten kann das Buch heute nicht mehr bestehen.

Die Geschichte verläuft auf einem erstaunlich niedrigen Spannungsniveau (wenn man das Potential der Geschichte bedenkt). Hier hätte man mehr von Clarke erwartet. Die Hauptfiguren wirken hölzern - fast wie Nebenfiguren - und Clarke spingt einfach lieblos mit ihnen um. Die Möglichkeit der Identifizierung mit der Crew geht völlig verloren, sodass man die Geschichte als unbeteiligter Dritter mitverfolgt. Selbst der Start der Rakete am Ende ist nur mäßig spannend, da es ohnehin klar war, dass Rama nicht zerstört werden würde.

Fazit: Clarkes Klassiker ist ein Buch voller vertaner Chancen. Alles an dem Roman ist spartanisch: die Figuren, die Handlung, der Spannungsbogen. Dem Roman hätten 100 Seiten mehr gut getan und eine bessere Charakterisierung der Protagonisten hätte erheblich zum Lesevergnügen beigetragen. 6 von 10 Punkten

Rendezvous mit 31 / 439 - Rezension von Sascha Hallaschka

 

Eine Übersicht des Zyklus gibt es auf der Autorenseite.
[auf fictionfantasy.de rezensierte Bücher sind mit Link unterlegt und fett gekennzeichnet.]

 

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