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Reeker
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Reeker - Uncut Version
Originaltitel: Reeker
Regie u. Drehbuch: Dave Payne
Darsteller: Devlin Gummersall, Derek Richardson, Tina Illman, Scott Whyte, David Hadinger, Michael Ironside u. a.
Musik: Dave Payne
FSK: 16
Laufzeit: ca. 87 min
USA 2005

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

So heißt das neue hochgelobte Schlacht-Spektakel aus den USA und wird als Horror auf höchstem Niveau bezeichnet. Nun dieses Niveau ist in Reeker ("Stinker") ein handwerklichguter Mystery-Thriller-Splatter, der via Backwood-Hooror ein altes Thema nur neu aufgreift, um es besser zu erklären. Eine oft kopierte hardcorige Red-Neck-Thematik mit überraschenden Irrungen und Wirrungen.

Gretchen (Tina Payne), Cookie (Arielle Kebbel), Nelson (Derek Richardson), Jack (Devon Gummersall) und Trip (Scott Whyte) wollen auf eine Rave-Party, als ihr Auto plötzlich eine Panne hat. So bleibt den lebenslustigen Studenten nichts anderes übrig, als in einem verlassenen Motel zu übernachten. Doch etwas stimmt mit diesem Ort nicht. Mobiltelefone und Radio funktionieren nicht, und ein sehr sonderbarer Geruch liegt in der Luft. Immer mehr unheimliche Ereignisse deuten auf ein tödliches Geheimnis hin, das es für die um ihr blankes Leben kämpfenden Twens aufzulösen gilt. Außerdem machen ihnen der Extasy-Dealer Radford (Eric Mabius, "Resident Evil") und der bizarre Wohnwagenfahrer Henry (Michael Ironside, "Der Sturm), der auf der Suche nach seiner Frau durch die düstere Gegend tourt, zusätzlich das am seidenen Faden hängende Leben schwer. Nach dem ersten Todesopfer nehmen die Grausamkeiten an Brutalität immer mehr zu - bis die letzten zwei Wehrhaften im Showdown dem Bohrmaschinen schwingenden "Reeker" persönlich gegenüberstehen; klar, dass der finale Höhepunkt in eine unfreiwillige (auch grotesk) wirkende Orgie aus Blut mündet.

Mystery-Ansätze im Splatter-Genre sind eine komplizierte Sache für sich; das mag vor allem daran liegen, dass derartige Blut-Epen von ihren über die Dekaden entwickelten Regeln (siehe "Scream"-Horror-Strömungen) leben, während Geister und andere überirdische Erscheinungen eher für Unerwartetes Pate stehen. Gleichwohl ist "Reeker" ein guter Mix aus Horror und Mysterien, welcher den Zuschauer von Anfang an vor dem Fernseher fesselt. Immer wieder versucht der Regisseur den Zuschauer auf eine falsche Fährte zu locken; es taucht so manch kleine, unerwartete Wendung auf, die den Zuschauer bis zum exzessiven Ende sehr gut zu unterhalten vermag. Zwar kann man nicht immer stets den einzelnen Szenen schnell folgen, doch wird dieses anfängliche Unverständnis schon nach kurzer Zeit durch den "Ach so-Effekt" aufgelöst.

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