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Startseite - Film - Horror & Mystery - Razorback - Kampfkoloss der Hölle (Uncut Version)
Razorback - Kampfkoloss der Hölle (Uncut Version)
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Razorback - Kampfkoloss der Hölle - 2 DVD uncut Special Edition
Originaltitel: Razorback
Regie: Russell Mulcahy
Drehbuch: Everett De Roche
Produktion: Hat McElroy
Musik: Iva Davies
Darsteller: Gregory Harrison, Bill Kerr, Arkie Whiteky.
FSK: 16 Jahre
Laufzeit: 95 Min
Australien 1984

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Ein gigantisches Wildschwein terrorisiert eine kleine Ortschaft in der endlosen Wüste Australiens. Das erste Opfer ist ein kleiner Junge. Er wird von dem Koloss nachts verschleppt. Einziger Zeuge des Wahnsinns ist der Großvater, dem jedoch vor Gericht niemand glaubt. Zwei Jahre später will eine amerikanische Reporterin über illegale Kängurujagd berichten. Sie stößt dabei nicht nur auf den Widerstand von Einheimischen, sondern auch auf die todbringende Kreatur.

Zwei Jahre bevor Russell Mulcahy den Mystery-Knaller "Highlander - Es kann nur einen geben" drehte, kreierte er den mittlerweile kultigen Film "Razorback - Kampfkoloss der Hölle". In diesem animalischen Fress-Film ist der Goregehalt nett niedrig gehalten, Spezialeffekte sind fast gar nicht vorhanden, weil eben zu dieser Zeit (1984) noch in den Kinderschuhen. Dennoch weiß dieser 90-minütige Film bestens zu unterhalten. Die Schauspieler passen ebenso harmonisch in die jeweilige Rolle, bringen sie doch ihre Charaktere gut zur Geltung. "Razorback" ist ein optisch reizvoller Film, der nicht nur durch wunderschöne Landschaftsaufnahmen, sondern auch generell durch eine gute, geschickt hantierte Kameraführung besticht. Freunde des Genres können hier unbedenklich zugreifen.
Allein die schmuddelige Redneck-Atmosphäre im öden australischen Outback ist die DVD wert: Mitten im australischen Busch haust Jack Cullen (Bill Kerr). Als sein zweijähriger Enkel zu Besuch ist, wird sein Haus von einem Razorback, einem riesigen, kuhgroßen Wildschwein zerstört, sein Enkel getötet. Vor Gericht kauft ihm natürlich diese hanebüchene Story keiner ab. Zwei Jahre später will die kanadische Reporterin Beth Winters (Judy Morris) dort über das grausame Abschlachten von Kängurus berichten, womit sie sich keine Freunde macht. Als sie nach unerwünschten Dreharbeiten von der Straße gedrängt wird, wird auch sie Opfer des Razorbacks. Ihr Mann Carl reißt ihr nach, um ihrem Verschwinden auf die Spur zu gehen, und die Jagd beginnt.
"Razorback" ist ein handwerklich guter, sicherlich aber nicht allzu hervorstechender Tierhorrorfilm um die Riesen-Sau, der ähnlich eines "Mad Max"-Timbres die Stimmung durch kurze Gewaltspitzen und die Gewissheit, man befindet sich ganz auf sich gestellt im Niemandsland, hoch hält. Damit wird dieser leicht angestylte B-Movie-Horror sicherlich nicht zur Legende, kann den Genre-Freund aber bestimmt in seinen Bann schlagen. Bisher war der atmosphärisch kompakte "Razorback" in Deutschland nur in gekürzter Form erhältlich. Sämtliche TV-Ausstrahlungen, die alte VHS-Kassette sowie die erste DVD-Auflage, welche ebenfalls von E-M-S veröffentlicht wurde, enthielten die gleiche zensierte Version. Die nun edierte Neuauflage wird von E-M-S als "2 DVD Uncut Special Edition" beworben und dürfte endlich die ungekürzte Version enthalten ...

Hier zur Rezension des Filmes von Max Pechmann

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