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Pretty Guardian Sailor Moon Short Stories (Band 1)

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sailor moon short stories1

Serie: Band 1
Titel: Pretty Guardian Sailor Moon Short Stories
Autor: Naoko Takeuchi
Genre: Shôjo / Magical Girl / Fantasy
Buch-/Verlagsdaten: Egmont Manga & Anime (November 2012), Taschenbuch, 240 Seiten, 6,50 EUR, ISBN: 978-3-7704-7660-2

Eine Besprechung / Rezension von Judith Gor (Weitere Rezensionen von Judith Gor findet ihr hier auf fictionfantasy oder auf ihrer Website www.literatopia.de)

Inhalt

Chibiuasas Bildertagebuch:
Vorsicht! Neue Schülerin!
Vorsicht! Tanabata!
Vorsicht! Karies!

Die Prüfungskämpfe:
Mako-chans Misere
Ami-chans erste Liebe
Rei und Minakos Mädchenschulenkampf

Pretty Guardian Sailor Moon Bonus-Story:
Das Geheimnis um Hammer Price Hall


Rezension

Im ersten Band der „Pretty Guardian Sailor Moon Short Stories“ finden sich kleine Geschichten aus dem Sailor Moon-Universum, die mit der eigentlichen Geschichte wenig zu tun haben. Eher handelt es sich um humorvolle Anekdoten, in denen sich die Mangaka selbst nicht ganz ernst nimmt. Sailor Chibi Moon alias Chibiusa spielt in den ersten drei Kurzgeschichten die Hauptrolle und muss sich Vampiren, alten Legenden und Karies stellen. Ihre Schulfreunde erinnern optisch stark an andere Sailor Moon Charaktere, was ihre Erlebnisse wie eine Parodie erscheinen lässt. Chibiusas Abenteuer sind recht unterhaltsam, allerdings auch hart an der Grenze zu belanglosem Slapstick.

Weitere Kurzgeschichten widmen sich Makoto und ihrer Leidenschaft fürs Kochen und Einkaufen und Amis erster Liebe, die aus einer Rivalität heraus entsteht. Beide Geschichten greifen Eigenschaften der Charaktere auf und stellen sie in ihrer Extremform dar, sodass man über Makotos Fürsorglichkeit und Amis Leidenschaft fürs Lernen schmunzeln muss. Minako besucht währenddessen Reis Mädchenschule und erlebt einige Enttäuschungen – die beiden Mädchen kommen sich allerdings auf unerwartete Weise näher. Auch hier kommt der Humor mit dem Holzhammer daher.

In der Bonusstory „Das Geheimnis um Hammer Price Hall“ treten zwei angebliche Grundschüler auf, die allerdings ziemlich hoch gewachsen sind und eindeutige weibliche Rundungen aufweisen. Auch Chibiusa mischt wieder mit. Die Story lebt ebenfalls von vielen humorvollen Anspielungen, an denen nur Fans eine Freude haben können. Die Geschichten sind allesamt relativ belanglos und nur für waschechte Fans geeignet, die gerne seichte Comedy mit ihren Lieblingsfiguren lesen. Es gibt verbindende Elemente zwischen den einzelnen Storys, die eine gewisse Spannung reinbringen – doch leider kann man hier fast gar nichts ernst nehmen, was bei über 240 Seiten ermüdend wirkt. Die „Pretty Guardian Sailor Moon Short Stories“ eignen sich eher dafür, einzelne Geschichten zwischendurch zu lesen.

Der Zeichenstil ist weniger fein als in der Hauptserie, es mangelt schlichtweg an ganzseitigen Zeichnungen und schönen Porträts. Auch ist die Aufteilung der Panels relativ unübersichtlich, da unheimlich viel Text auf einer Seite untergebracht wurde. Der Lesefluss ist dadurch stockend und durch den gleichermaßen belanglosen wie wirren Inhalt ist es schwer, den Geschichten aufmerksam zu folgen. Als Zugabe in einzelnen Manga würden sie sich gut machen, als netter Bonus für Fans, die gerne auch mal etwas Alltägliches von ihren Lieblingscharakteren lesen möchten. Doch all diese kitschigen Geschichten in einem Band sind anstrengend zu lesen. Man legt den Manga schnell aus der Hand. Und wer die Serie nicht kennt, wird keinen Spaß daran haben.

Fazit

Der erste Band der „Pretty Guardian Sailor Moon Short Stories“ eignet sich nur für echte Fans, die nicht genug von der Kriegerin für Liebe und Gerechtigkeit bekommen können. Die Kurzgeschichten sind seichte Comedy mit ganz viel Fanservice, die zwar recht unterhaltsam sind, aber in dieser geballten Form schnell übersättigen. Trotzdem: ein schöner Bonus für alle Sailor Moon-Fans. 3 von 5 Punkten. 

Rezension zu "Pretty Guardian Sailor Moon Short Stories" (Band 2)

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