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Picknick am Wegesrand

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Serie / Zyklus: ~
Titel: Picknick am Wegesrand
Originaltitel: Piknikna Obocine (1972)
Autoren: Arkadi & Boris Strugatzki
Nachwort: Stanislaw Lem
Übersetzung: ~
Verlag / Buchdaten: Suhrkamp Taschenbuch - Phantastische Bibliothek, 215 Seiten

Besprechung / Rezension von RealS

Außerirdische haben die Erde "besucht" und in sechs Zonen Fragmente ihrer überlegenen Technologie zurückgelassen; in diesen Zonen gibt es merkwürdige und tödliche Phänomene - z. B. Gebiete massiver Gravitation, die Fliegenklatsche genannt werden - aber auch Gegenstände, die für die Wissenschaft bzw. die Menschen von Nutzen sind. Diese Zonen werden offiziell vom Internationalen Institut für außerirdische Kulturen untersucht, aber ebenso von illegalen Schatzgräbern ausgebeutet, die nachts unter Lebensgefahr in diese Zonen eindringen, nach Artefakten suchen und - wenn sie Glück haben - lebend wieder herauskommen und die Technologiesplitter zu Geld machen.
Der Roman schildert vor allem das Leben von Roderic Schuchart, einem der ersten Schatzgräber, d. h. wie die Zone ihn und seine Umwelt beeinflusst.

Bewertung: Der Roman begeistert vor allem durch die atmosphärisch sehr dichten Schilderungen der "Expeditionen" in die Zone: durch die Transformation, welche die Zonen durchgemacht haben, sind die früher bewohnte Stadt und ihr Umland zu einer lebensgefährlichen Umgebung geworden, jeder Schritt birgt unerwartete Gefahren und bedeutet oft genug den Tod. Auch die Reaktion der Menschen auf die Möglichkeiten und Gefahren der Zone und ihre Veränderungen sind interessant geschildert.

Fazit: Obwohl ich Romane eigentlich nicht mag, bei denen man am Ende nicht viel klüger ist als am Anfang, war ich von diesem hier absolut begeistert! Hier ist es für mich weniger der Hintergrund der Gesellschaft sondern die starken Schilderungen der Phänomene der Zone, die dieses Buch herausragend machen. Die Rätselhaftigkeit löst sich allerdings etwas, wenn man das Nachwort von Stanislaw Lem liest (auch wenn es nur seine persönliche Meinung ist; befindet sich in der u. a. Ausgabe). Da sehe ich auch locker über das Ende hinweg, das mir inhaltlich etwas suspekt ist.
Fazit: wer sich auch für Science-Fiction neben Space Opera und Technikbegeisterung interessiert, sollte diesen Roman lesen!
Auf diesem Roman basiert auch der Film Stalker von Andrej Tarkowskij (1978/1979).

Picknick am Wegesrand - Rezensionsübersicht

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