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Der Pfad der Schatten (Reiter Zyklus, Band 4)

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Serie: Reiter Zyklus, Band 4
Titel: Der Pfad der Schatten
Originaltitel: Blackveil (2011)
Autorin: Kristen Britain
Übersetzung: Michael Nagula
Buch/Verlagsdaten: Heyne Verlag, 912 Seiten, ISBN: 978-3-453-53300-4

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Längst hat Karigan G’ladheon ihren Platz unter den Reitern der Reiterbrigade des Königs gefunden. Die magisch gestärkten Botenreiter des Königs sind essenziell für des Reich um Informationen schnell und sicher zu übermitteln. Karigan geniest nicht nur die Gunst von König Zacharias, dem sie das Leben retten konnte, sondern auch ein Verbindung, die weiter geht als alle Freundschaft. Ihr ist klar, dass ihre Liebe keine Zukunft hat und auch der König versucht seine Gefühle zu verstecken. Im Süden droht Gefahr. Der Schwarzschleierwald ist seit Menschengedenken ein verfluchter Ort, denn seit der finstere Herrscher Mornhavon dort regierte umgibt den Wald eine Aura des Bösens. Um den Wald herum wurde ein Wall errichtet, der über die Jahre seine magische Kraft verloren hatte und an einigen Stellen durchlässig geworden war. Dies hat schon in der Vergangenheit Probleme verursacht, doch obwohl man den Verfall des Walles stoppen konnte, muss man sich dem Problem stellen. Dem König fällt die schwere Aufgabe zu, eine Expedition in den Schwarzschleierwald zu schicken und aufgrund ihres Wissens und ihrer Fähigkeiten muss Karigan dieser angehören. Alle Beteiligten ist klar, dass dies ein Himmelfahrtskommando ist.

Kristen Britain hat die Leserschaft vier Jahre auf die Fortsetzung ihrer Reiter Reihe warten lassen, aber das war die übliche Zeit, die die Autorin für Ihre Bücher immer braucht. Die Fortsetzung konnte allerdings nicht wirklich überzeugen. Die Liebesgeschichte zwischen Karigan und dem König wird so zwischen den Zeilen zwischen all dem Hof-Klatsch erzählt. Nach einem recht guten Beginn plätschert die Handlung etwas dahin bis sie dann in der zweiten Hälfte mit dem Beginn der Expedition an Fahrt gewinnt und dann mit einem Cliffhanger endet. So was ist selten befriedigend, vor allem wenn man weiß, dass die Autorin sicherlich wieder drei bis fünf Jahre braucht, um die Fortsetzung zu vollenden. Es fällt auch wegen des abrupten Endes schwer eine abschließende Wertung des Romans vorzunehmen, denn wenn eine Geschichte mit dem Folgeband eine so enge Bindung eingeht. Dann muss man eher von einem Doppelroman sprechen, den man erst bewerten kann, wenn beide Bände erschienen sind. Soweit aber kann man sagen, dass die keine schlechte, aber insgesamt enttäuschende Fortsetzung war.
6 von 10 Punkten.

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