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Pelts
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Pelts
Originaltitel: Masters of Horror: Pelts
Regie: Dario Argento
Darsteller: Meat Loaf, John Saxon, Ellen Ewusie, Link Baker, Brenda McDonald, Michal Suchánek, Emilio Salituro, Elise Lew, Shawn Hall, Sylvesta Stuart, Melissa Gonzalez, Darren E. Scott, Chuck Duffy, Kelvin Lum, Angela Case, Ildiko Ferenczi, Angela Fong
FSK: 18
Laufzeit: 55 min
USA 2006

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Der aus der zweiten Staffel stammende Beitrag der "Masters of Horror"-Reihe vom Meister des Obskuren, Dario Argento, ist ein sehr ungewöhnlicher wie unappetitlich-horribler Beitrag zum Kampf gegen die Pelzindustrie:

Meat Loaf ist Jake Feldman, ein grantiger Pelzhändler, der ein bescheidenes Geschäft aufzubauen versucht und dabei von seiner Leidenschaft für eine sexy Stripperin gepeinigt wird. Als ein sadistischer Redneck-Trapper eine Gruppe zahmer Waschbären tötet, ist Jake davon überzeugt, aus ihren kostbaren Fellen einen Mantel schneidern zu können, der sein Leben für immer verändern wird. Dabei handelt es sich allerdings nicht um gewöhnliche Felle: Jeder, der mit den verwunschenen Pelzen in Kontakt kommt, wird zu hammerharten Selbstverstümmelungs- und extremen Gewaltakten getrieben. Auch wenn Jake nun das Fleisch besitzt, nach dem er sich so verzweifelt gesehnt hat: Welchen perfiden Preis muß er irgendwann für seine eigene Haut blechen?

Horror-Papst Dario Argento verknüpft harsche Effekte mit einer plausiblen und schrägen Story, die einem einmal mehr das Blut in den Adern gefrieren läßt. Zum anderen aber auch sehr drastisch die Empathie für Tiere revitalisieren soll. Vital auch der 60-jährige Rocksänger Meat Loaf ( „Fleischklops“): Als Schauspieler trat Meat Loaf bereits vor der Veröffentlichung von Bat out of Hell in dem Musical-Film The Rocky Horror Picture Show als „Eddie“ (1975) auf. Seither hat er in einer Vielzahl von Filmen (u.a. Roadie, Fight Club, Wayne's World, The Mighty, The 51st State) mitgewirkt. „Ich habe mich immer mehr als Schauspieler als als Musiker gesehen“, erklärte er einmal vor versammelter Presse.

Dario Argento, 1940 in Rom geboren, gilt als prägender Postulator italienischen Giallo und hat den modernen Horror- und Slasher-Film stark beeinflusst. Sein bekanntestes Kultwerk war der Horrorfilm Suspiria (1977), der in neuzeitlichem Ambiente mit Elementen des Gothic Horrors, der Schauerromantik und der Hexenmärchen arbeitet. Für die intensive Farbgestaltung hat Argento bereits rar gewordenes Technicolor-Material verwendet. Suspiria ist als erster Teil einer Trilogie über drei Hexenhäuser konzipiert, die an zentralen Punkten der Erde die Weltgeschicke lenken. Der zweite Teil der Reihe, Inferno, erschien 1980. Die Farb- und Lichtgebung bei den dahingehend anspruchsvoll gestalteten Filmen ist deutlich von den Epen Mario Bavas (Blutige Seide) inspiriert. Der letzte Teil der Trilogie erschien 2007 unter dem Titel La terza madre. Auch erlangte Argento Ruhm durch sein Mitwirken an Dawn Of The Dead (Zombie) des amerikanischen Regisseurs George A. Romero aus dem Jahre 1978.

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