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Startseite - Film - Horror & Mystery - Pan´s Labyrinth
Pan´s Labyrinth
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Pan's Labyrinth
Originaltitel: El Laberinto del fauno
Alternativtitel: The Labyrinth of the Faun
Regie: Guillermo del Toro
Drehbuch: Guillermo del Toro
Darsteller: Ivana Baquero, Sergi López, Maribel Verdú, Doug Jones, Ariadna Gil, Álex Angulo, Manolo Solo u. a.
Musik: Javier Navarrete
Laufzeit: 120 min
Altersfreigabe: FSK 16
Mexiko, Spanien, USA 2006

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

"Hellboy"-Regisseur Guillermo del Toro kehrt nach "The Devil's Backbone" erneut zum spanischen Bürgerkrieg zurück. Er schafft ein verstörendes Meisterwerk, in dem visuell überwältigende Traumfantasien mit den realen Gräueln des Krieges eindringlich verschmelzen. Guillermo del Toros phantasievolle, emotional und visuell überwältigende Gothic-Fantasy-Mär ist eine wunderbare Parabel über die Macht der Träume. Sein ergreifendes Plädoyer für die Kraft von Liebe und Hoffnung begeisterte bereits auf den diesjährigen Festivals in Cannes, Toronto und New York. PANs LABYRINTH lebt von seiner herausragenden Besetzung.

Spanien 1944. Das Mädchen Ofelia (Ivana Baquero) zieht mit ihrer hochschwangeren Mutter (Ariadna Gil) zu deren neuem Gatten (Sergi López) ins ländliche Nordspanien. Der Stiefvater, Kapitän des siegreichen faschistischen Franco-Regimes, geht mit unvorstellbarer Brutalität gegen die Rebellen vor, die sich in den Wäldern verschanzt halten. Schon bei der Ankunft weist Ofelia ein mysteriöses Insekt den Weg in ein altes Stein-Labyrinth. Dort haust ein Faun (Doug Jones), der ihr offenbart, sie sei eine verlorene Prinzessin. Er lockt sie immer tiefer in sein düsteres Reich ...

"Parallel zu diesen surrealen, fantastisch visualisierten Sequenzen, die dem Mädchen die Flucht vor ihren Ängsten ermöglichen, zeigt der Film die schockierenden Bilder aus der Wirklichkeit, in der die Partisanen und ihre Sympathisanten faschistischer Willkür ausgeliefert sind. So grotesk und bedrohlich manche der Fabelwesen auch wirken - der Film lässt keinen Zweifel daran, dass Captain Vidal und das System, das er repräsentiert, die wahren Monster sind. Man braucht Intelligenz, um eine solche Geschichte zu erzählen und gute Nerven, um sie sich anzusehen. Aber wie die besten Märchen wird uns auch dieses nie wieder verlassen", analysiert "kino.de" treffend. Die optimale Requisite, die grandiose Filmatmosphäre und die Bestzung dominieren diese Fantasy-Mär, die mit ergreifendem Sujet und einer dunklen Idee daherkommt. Insbesondere der professionelle Pantomine Doug Jones, der Pan und auch den Pale Man spielt, kann auf einer hervorragende Maske und grandiosen Kostümen aufbauen und bringt eine sehr überzeugende und gruselige Leistung. Der stehen die anderen Protagonisten in nichts nach. Die elfjährige Ivana Baquero hat einiges beim Dreh gelernt und überzeugt als naive, aber engagierte und guther-zige Ofelia. Auch die erwachsenen Rollen sind mit spanischen Profis bestens besetzt Regisseur Guillermo del Toro bereitete den Film ein Jahr vor, die Dreharbeiten dauerten vier Monate, die Postproduktion nochmals sechs Monate. Das titelgebende Wesen heißt im spanischen Original El fauno, also der Faun. Um eine Verwechslung der im Englischen gleich klingenden Worte faun und fawn (dt. Rehkitz) zu verhindern, wurde der Name in Pan geändert. Insgesamt hagelte es 2007 drei Oscars ...

Rezension von Jürgen Eglseer

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