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Startseite - Film - Horror & Mystery - One Hell of a Christmas
One Hell of a Christmas
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: One Hell of a Christmas
Alternativtitel: The Claw
Regie & Drehbuch: Shaky Gonzalez
Darsteller: Tolo Montana, Thure Lindhardt, Erik Holmey, Zlatko Buric, Pat Kelman u. a.
FSK: 16 Jahre
Laufzeit: 94 min
Dänemark, 2002

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Der Kriminelle Carlitos kommt nach zwei Jahren aus dem Gefängnis und wünscht sich wenige Tage vor Weihnachten nichts sehnlicher, als seinen fünf Jahre alten Sohn wiederzusehen. Ihm zur Hilfe kommen soll sein alter Freund Mike, der jedoch währenddessen in eine äußerst prekäre Lage gerät. Zu Besuch bei Ibrahim, einem egozentrischen Drogenhändler, beobachtet wer, wie ihm ein "Englishman" ein dem Dealer zuvor verkauftes Amulett wieder abnehmen möchte. Voller Furcht vor dem eigentlichen Besitzer des angeblich unglaublich stark und unverwundbar machenden Schmuckstückes, versucht der Englishman alles Mögliche, das Amulett von Ibrahim wiederzuerlangen. Jedoch kommt ihm der Bestohlene zuvor und metzelt sich durch die beiden Streithähne und gleich auch noch durch anwesende Prostituierte. Mike hingegen kann in dem Durcheinander das Amulett erlangen und flüchtet. Zusammen mit Carlitos, der ihm erst skeptisch und später dann mit auch nicht viel mehr Freude folgt, möchte er die Macht des Amuletts nutzen, um das Übliche zu bekommen, was man sich so vor Weihnachten eben wünscht: Macht, Geld, Frauen ...
Jedoch steht hinter dem nun zweimal bestohlenen eigentlichen Besitzer der Satan persönlich, der nun alle möglichen und greifbaren Dämonen auf die beiden losschickt ...

Was soll man sagen? Der Film ist grauenhaft schlecht, schauspielerisch eine Katastrophe und das Drehbuch ist platt wie eine Flunder. Die teilweise als solche erkennbaren Spezialeffekte wirken wie aus der Bastelgruppe des örtlichen Kindergartens und erzeugen statt Grauen eher ungläubiges Staunen. Was soll man denn zu gesichtsmaskierten Dämonen sagen, deren harter Latexüberzug so unflexibel ist, dass die Schauspieler sichtlich mit Mühe sprechähnliche Grimassen schneiden müssen. Oder zu Gore-Effekten, die selbst die Realistische Unfalldarstellung eines x-beliebigen Jugendrotkreuzes besser hinbekommen würde. Was sollte man zu dem Film sagen, wenn da nicht Tolo Montana wäre. Der Mann spielt nicht besonders gut, schafft es aber, seinen Charakter auf solch liebenswürdige Weise agieren zu lassen, dass nicht nur Satan ständig warm ums Herz wird. Selbst in der buchstäblichen Hölle ist dem mit betont starkem Akzent sprechenden Carlitos die Familie wichtiger als alles andere, und  das schafft inmitten eines ansonsten zu vernachlässigenden Filmes andauernde Weihnachtsstimmung.

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