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Die Offenbarung (Assassin's Creed)

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Reihe: Assassin's Creed
Titel: Die Offenbarung
Originaltitel: Revelations (07/2011)
Autor: Oliver Bowden
Übersetzer: Timothy Stahl
Titelbild: tab indivisuell
Buch/Verlagsdaten: Panini Verlag (04/2012); 435 Seiten; 14,95 €; ISBN: 978-3-8332-2437-9 (TPB mit Klappbroschur)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Die Offenbarung von Oliver Bowden erschien am 12. März und fand schnell einige Freunde. Zumindest dort, wo die Crew von CS-MAG, einer Radiosendung von RADAR in Darmstadt, lesend Zugang zu diesem Spiel fand. Wer das Computerspiel ASSASSINS CREED nicht kennt, braucht jedoch keine Angst zu haben, das Buch nicht zu verstehen. Es ist im Gegenteil eher so, dass nicht alles, was im Spiel existiert, Eingang in das Buch fand und nicht alles, was im Buch steht, im Spiel zu finden ist.
Der Meister-Assassine Ezio Auditore da Firenze ist inzwischen älter, weiser und tödlicher geworden, damit also sehr viel effizienter in seiner Arbeit. Die Gegner hingegen sind weiterhin mächtig, und so begibt sich Ezio auf eine letzte gefahrvolle Reise. Mittlerweile im Jahr 1509 angekommen, muss sich der alte Herr wieder einmal auf den Weg machen, die Welt zu retten. Zwar wurden die Templer aus Italien vertrieben, doch stellen sie immer noch eine Macht dar, die es zu besiegen gilt. Auf der Suche nach der mächtigen Waffe, die endgültig den Templern den Garaus machen soll, führt ihn der Weg auf die Spur der verlorenen Bibliothek seines Vorfahren Altairs. Dessen Hinweise deuten auf eine geheime Bibliothek, die der legendäre Anführer einst unter dem Hauptsitz der Bruderschaft anlegte. In der verlorenen Bibliothek erwartet Ezio längst vergessenes Wissen. Eines der größten Geheimnisse der Menschheit, das die Templer nutzen wollen, um über die Erde zu herrschen. Angeblich werden fünf Schlüssel benötigt, um die Bibliothek zu öffnen. Schon die Reise mit einem Piratenüberfall erweist sich als gefährlich, und als er sein Ziel erreicht, sind die Templer schon da. Es gelingt Ezio nicht nur, den Templern zu entkommen, sondern ein Buch von Niccolò Polo in die Hände zu bekommen, das ihm weitere Informationen liefert. Auf der weiteren Suche nach den Schlüsseln sind Ezio die Templer dicht auf den Fersen. Eine Spur führ den Assassinen nach Konstantinopel. Die Metropole am Bosporus befindet sich im Umbruch. Konstantinopel, erst vor wenigen Jahren von den Osmanen zurückerobert, ist die Zentrale der Templer, die von hier aus das Reich des Sultans Suleiman ins Chaos stürzen wollen. Ziel ist es, wie bei allen solchen Praktiken, aus der Unsicherheit Gewinn zu schlagen.

Oliver Bowden alias Anton Gill, seines Zeichen historischer Schriftsteller gelingt es hervorragend, die alte Zeit wieder lebendig werden zu lassen. Der mittlerweile vierte Band der Romanadaption des Computer-Spiels Assassin's Creed führt die Rahmenhandlung um den Assassinen Ezio weiter. Ezio, der sein geordnetes Leben seiner Schwester hinterließ, ist noch einmal unterwegs. Ezio ist körperlich nicht mehr so belastbar wie in seiner Jugend, will nicht nur den Mitgliedern seiner Gilde zeigen, was er noch kann, sondern will zu einem endgültigen Schlag gegen die Templer ausholen. Damit bietet Oliver Bowden dem Leser nicht nur ein malerisches Zeitalter, sondern zugleich Abenteuer und Spannung. Die Nebenpersonen sind bei Weitem nicht so gut ausgearbeitet wie der Held. Aber nach vier Büchern kennt man zumindest ihn wirklich in- und auswendig. Die Handlung voller Tempo lässt die weniger gut ausgearbeiteten Figuren schnell vergessen. Geschickt lässt der Autor historische Querverweise sowie Wissenswertes über Konstantinopel und die Zeit des Umbruchs einfließen.
Packende Kampfschilderungen in einem gut geschriebenen Roman, der versucht, von einer reinen Nacherzählung abzuweichen, wechseln sich mit Geheimnissen und Verfolgungsjagden ab. Da kann man schon mal kleine Unstimmigkeiten übersehen. Der Schluss ist wie erwartet. Als lesenswerte Ergänzung sehr gut.

Doch damit nicht genug, denn ich erhielt einen Hinweis von Björn Böhmelmann. Wie die Internetseite www.gamersplattform.de meldet, tobt wohl zurzeit ein Rechtsstreit in den Vereinigten Staaten. Der in Deutschland unbekannte Autor John L. Beiswenger will das Spiel zur Romanserie gestoppt sehen. Der Grund ist, so John L. Beiswenger, das Spiel basiere auf seinem Roman Link. Einem Werk zwischen Wissenschafts- und Zukunftsroman. Das angesprochene Werk ist in Deutschland auf Deutsch nicht erhältlich. Daher ist kein Vergleich von meiner Seite möglich.

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