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Startseite - Film - Horror & Mystery - Nympha - Sie suchte Gott und fand die Hölle
Nympha - Sie suchte Gott und fand die Hölle
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Nympha - Sie suchte Gott und fand die Hölle
Originaltitel: Nympha
Regie: Ivan Zuccon
Darsteller: Tiffany Shepis, Michael Segal, Caroline De Cristofaro, Allan McKenna, Giuseppe Gobbato, Alessandra Guerzoni,
FSK: 18
Laufzeit: 92 min
Italien 2007

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Eine typische italienische, herrliche Trash-Produktion, die im Original Szenen auf Englisch und auf Italienisch beinhaltet. Diese italienischen Passagen wurden auch nicht synchronisiert und liegen nur untertitelt vor, um die Stilmittel zu wahren; das gestaltet den Film umso schräger. Das Drama um böse Unheilige wurde übrigens kürzlich auf dem Dark Carnival Festival mit einem Preis belohnt.

Die Amerikanerin Sarah (Tiffany Shepsis) war einstens, wie wir alle, sündig, ließ sich gar den Bauchnabel piercen. Jetzt aber will sie ein völlig neues, reineres Dasein führen, und das im Orden von der „Neuen Ordnung“ in Italien. Dort aber rauben ihr ganz und gar unchristliche Nonnen systematisch die Sinne, blenden, betäuben, malträtieren heftig. Kleiner Trost: Sarah gewinnt übernatürliche Wahrnehmungsfähigkeiten und verschmilzt zunehmend mit einer Person in der Vergangenheit, die vielleicht Satans Tochter gewesen sein könnte. Die grauenhaften Visionen von der jungen Ninfa und dem alten Geremia, dessen Besessenheit ihn über Leichen gehen ließ, werden immer bedrohlicher, das Böse schlechthin, das damals von dem senilen Bösewicht ausging, scheint ebenso nach seinem Ableben noch im Kloster fröhliche Urständ zu feiern ...

Knallharte Kadren, Kerzen, Kreuze und Gewitter, typische Elemente solcher bluttriefenden Horrorfantasy-Produktionen, bilden das heimelige Dekor dieser durchgeknallten Story, die mit Sicherheit viele Liebhaber finden wird. Dabei darf man natürlich weniger auf oscarreife Darstellungen oder perfekte filmische Stilmittel hoffen. Ein sehr eigentümlicher Horror-Sexploitation-Film, der gerade aufgrund seiner Orientierungslosigkeit durchaus Freude bescheren kann.

Hintergrund: 'Nympha' bedeutet eigentlich nur junge Frau, ist dem griechischen 'Märtyrerin' entnommen. Die lebte im sizilianischen Palermo, wo sie 305 starb. Nymphas Haupt wird seit dem 16. Jahrhundert in der Kathedrale von Palermo verehrt. Die FSK verweigerte natürlich „Nympha“ im ersten Anlauf wegen „verrohender und jugendgefährdender Tendenzen“ die Freigabe. Somit drohte dem Film das gleiche Schicksal wie dem vorigen Film von Ivan Zuccon („Armee des Jenseits - Unknown Beyond“), „Bad Brains“, der in Deutschland wieder nur geschnitten auf DVD veröffentlicht wurde. Epix ging jedoch in die Berufung, bekam glücklicherweise Recht, und der Film wurde schließlich ohne Schnittauflagen freigegeben. „Nympha“ ist bereits der fünfte Horrorstreifen von Ivan Zuccon. Seine anderen Epen sind ebenfalls vom Berliner Ausnahme-Anbieter Epix lanciert worden.

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