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Startseite - Film - Horror & Mystery - Noroi - The Curse
Noroi - The Curse
Film - Horror & Mystery (F)

Titel Noroi - The Curse
Originaltitel: Noroi
Regie: Koji Shinaishi
Drehbuch: Koji Shinaishi, Nayouki Yokuta
Produktion: Takashige Ichise
Darsteller: Jin Muraki, Rio Kanno, Tomono Kuga, Maria Takagi.
FSK: 16 Jahre
Laufzeit: 115 Min.
Japan 2005

Eine Besprechung / Rezension von Max Pechmann
(weitere Rezensionen von Max Pechmann auf fictionfantasy findet man hier)

Blair Witch Project“ lieferte den Grundstein für eine Reihe so genannter Pseudodokumentationen, in denen obskure und unheimliche Dinge präsentiert werden. Dieses Subgenre machte auch vor der japanischen Horrorindustrie nicht halt. Die Produzenten von „Ring“ schufen mit „Noroi“ ihren Beitrag dazu.
Darin geht es um den Journalisten Kobayashi, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, unheimlichen Phänomenen nachzugehen. Eines Tages ist Kobayashi allerdings spurlos verschwunden. Sein Haus ist niedergebrannt und seine Frau dabei gestorben. Es wurden allerdings Videobänder entdeckt, die vielleicht Aufschluss darüber geben können, was der Grund für Kobayashis Verschwinden ist. Die Aufzeichnungen bilden den Hauptteil des Films. Es kommt heraus, dass der Journalist einem Rätsel auf der Spur war, bei dem es um das Verschwinden telepathisch veranlagter Kinder ging. Diese Spur führte ihn an einen Ort, an dem in früheren Zeiten ein sonderbarer Kult abgehalten wurde.
Die Reportage besteht aus den Recherchen Kobayashis sowie Auszügen aus Fernsehsendungen, deren Inhalt im Zusammenhang mit den Recherchen stehen. Mit einer Länge von beinahe zwei Stunden fragt man sich zunächst, wie dieses Hin und Her durchgehalten werden kann, ohne zu Wiederholungen und damit zu Langeweile zu führen. Interessanterweise aber gelingt es Regisseur Koji Shinaishi, den Film mit einer durchgehenden Spannung auszustatten. Zwar wirkt die Reportage zu sehr gekünstelt, doch es gelingt ihr immerhin so manche unheimliche Szene. Das Unechte daran liegt sicherlich auch in dem Versuch, ein wenig Ironie und Satire in das Ganze zu bringen. So erscheint ein Mann, der als das bekannteste Medium Japans gilt, im Aluminiumanzug. Sein Verhalten zeichnet ihn eher als psychisch labil aus. Auch seine Warnungen vor den spirituellen Würmern besitzt doch eher etwas Satirisches, so dass dadurch die Merkmale der Reportage nicht wirklich zur Geltung kommen.
Konzentriert man sich aber mehr auf die Hintergrundgeschichte, die Kobayashi herausbekommt, so erzeugt diese eine bedrohliche und gruselige Atmosphäre, die noch durch seltsame Zwischenfälle unterstrichen wird. Besonders gelungen ist hier die zweite Hälfte des Films, in der es zur Aufdeckung des Grauens kommt. Hier zieht Regisseur Shinaishi so ziemlich alle Register. Vielleicht wäre es besser gewesen, aus dem Thema einen 'normalen' Horrorfilm zu machen. Dennoch macht „Noroi“ durch seine außergewöhnliche Art Spaß.

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