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Nation der Untoten
Buch - Horror & Mystery (B)

Reihe: ~
Titel: Nation der Untoten
Originaltitel: Monster Nation (2004)
Autor: David Wellington
Übersetzung: Andreas Decker
Titelbild: Huseyin Salma
Buch/Verlagsdaten: Piper Verlag 6686 (03/2009); 374 Seiten; 8,95 €; ISBN: 978-3-492-26686-4 (TB)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Ich wäre fast geneigt zu sagen, David Wellington kehre mit diesem Roman zu seinen Anfängen zurück. Doch wer genau hinsieht wird feststellen, dass „Nation der Untoten“ bereits vor „Stadt der Untoten“ erschien. Zweifellos war der letztgenannte Roman der erfolgreichere aus der inzwischen vierbändigen Reihe. Aus diesem Grund war es sicherlich nicht verkehrt, mit „Stadt der Untoten“ in Deutschland zu beginnen.
Blicken wir zurück zum eigentlichen Anfang. Captain Bannerman Clark wird gerade während seines wöchentlichen Rituals, dem Essen eines blutigen Steaks im Brown Palace, dem besten Hotel Denvers, von einem Anruf gestört. Hätte er gewusst, ja nur annähernd geahnt, was auf ihn zukommt, er wäre sitzen geblieben und hätte sein Steak ein letztes Mal genossen. Stattdessen macht er sich auf, um dem Ruf des Gouverneurs von Colorado zu folgen. Als der Captain der Colorado Army National Guard erfährt, worum es sich bei dem Notruf handelt, denkt er noch, der Auftrag werde schnell erledigt sein: Im Gefängnis von Colorado Springs tobt ein Gefangenenaufstand. Captain Bannerman soll mit seiner Einheit diesen Aufstand niederschlagen. Was er nicht weiß ist, dass die Insassen schon längst nicht mehr menschlich sind. Im Gegenteil, sie sind sogar gierig auf Menschenfleisch.
Bereits nach kurzer Zeit ist das Land von gehirnlosen Zombies überschwemmt - bis auf ein paar sehr seltene Ausnahmen. Etwa Nilla, wie sich die Frau nennt, die ihren eigenen Namen nicht mehr kennt. Sie fällt aus der Masse der Zombies heraus. Und neben ihr soll es etwa noch einen Jungen in Russland geben und ein paar andere mehr.
Der Roman ist als eine Art chronologischer Zeitungsbericht aufgebaut. Über jedem Kapitel befindet sich eine entsprechende Überschrift oder, besser gesagt, Schlagzeile. Danach folgt die eigentliche Handlung, die sich erst einmal darin erschöpft, sehr viele Handlungsträger, die manchmal nur einmal auftreten, vorzustellen. Dies macht es erst einmal schwer, der Handlung an sich zu folgen, weil nicht ganz klar ist, wo sie überhaupt stattfindet, wohin die Geschichte steuert. Aus diesem Grund ist der Nachfolger „Stadt der Untoten“ besser. „Nation der Untoten“ ist ein hervorragender Auftakt, jedoch nicht sehr leicht zu lesen.
David Wellington wurde mit nur wenigen Romanen zu einem Begriff als außergewöhnlicher, aufstrebender Horrorautor. Ich bin geneigt, ihn mit David Moody zu vergleichen. Allerdings gefällt mir dieser noch einen Tick besser. Das liegt jedoch eher an der Übersetzung. Diese gefällt mir stellenweise gar nicht. Es gibt zu viele Fremdwörter, die nicht notwendig sind. Deutsch ist eine Sprache, in der es möglich ist, sehr viel genauer zu beschreiben als in einer universellen Einfach-Sprache wie Englisch.

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