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Startseite - Film - Animation - Monsters vs. Aliens
Monsters vs. Aliens
Film - Animation

Titel: Monsters vs. Aliens
Originaltitel: Monsters vs. Aliens
Regie: Rob Letterman
Drehbuch: Maya Forbes, Wallace Wolodarsky, Rob Letterman, Jonathan Aibel, Glenn Berger
Musik: Henry Jackman
FSK: 6 Jahre
Laufzeit: 91 min
USA 2009

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Die US-Traumfabrik Dreamworks überrascht mit „Monsters vs. Aliens“ nach den Erfolgsfilmen wie „Ab durch die Hecke“, „Madagaskar“ und „Shrek“ mit einem schrägen, lustigen Sequel. Eine energische wie sympathische junge Dame wird ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag von einem Meteoriten getroffen, der mit Alien-Schleim angereichert war. Die Folge: Sie wächst auf 49 Feet und 11 Inches an, um fortan als gutmütige Riesin namens "Ginormica" durch die Welt zu wandern. Natürlich schaltet sich das Militär stante pede ein, zumal dieser Vorfall beileibe nicht der einzige in den letzten Jahren war. Im kaschierten und gut bewachten Riesenlabor vegetieren nämlich noch andere skurrile und pittoreske Figuren der etwas anderen Art: der intelligente Dr. Cockroach, eine Wissenschafts-Kakerlake, der „Missing Link“ oder der unzerstörbare BOB. Zu jenem bunten Haufen gesellt sich nun zwangsläufig die leidgeprüfte Gigantin (im Original toniert von Reese Witherspoon) und muss eine waghalsige Entscheidung treffen -  und dies auf eine turbulente Manier, die selten zuvor so perfekt im Computer generiert wurde. Das galaktische Abenteuer bezieht indes vor allem seinen Esprit aus der sehr konträren Konstellation der Protagonisten, so dass man bisweilen vom eigentlichen Plot abgelenkt wird. Die Story ist zwar simpel und schon 1000-fach verfilmt, aber das wichtige “Wie“ dominiert hier über alle Maßen.

Wer „Shrek - der tollkühne Held“ mochte, wird "Monsters vs. Aliens" lieben. Ein wirklich abenteuerliches Filmvergnügen mit selbstironischen Slapstickszenen, bizarren Charakteren und jeder Menge allegorischer Film-Versatzstücke wie beispielsweise „Godzilla“, „Der Blob, „Attack Of The 20 Feet Woman“, „Der Tag, an dem die Erde still stand“ oder auch „Transformers“. Der filmische Fokus liegt dabei klar auf den trashigen Kulthits der Fünfziger. Es geht jedoch auch etwas moderner zu. So ist auf einer der abgefeuerten Raketen klar der Schriftzug „E.T. geh nach Hause" auszumachen. Die Szene mit dem Präsident der USA erinnert an Steven Spielbergs Klassiker „Unheimliche Begegnung der dritten Art“. Und: Es gibt  einen „Krisenstab“ im Regierungszentrum, um drohendes Ungemach von der Erde abzuwehren. Keine Frage, dieses zirzensische Feuerwerk der poppigen Farben und verrückten Formen spricht unweigerlich Jung wie Alt an. Der Animations-Spaß rast überdies mit einer sehr guten Bildqualität daher und gemahnt an „Die Monster AG“. Die Figuren wurden nicht so extrem animiert, überraschen jedoch mit hoher Tiefenschärfe. Auch scheinbar nebensächliche Elemente wie Haare und Hautpartikel sind deutlich zu sehen. Ebenso vom Tonteppich her gibt es  wenig zu bemängeln. Übrigens: Der Hollywood-Konzern profitierte und rettete sich in nicht unerheblichem Maße  dank der  DVD-Markteinführung. Fazit: Eine gelungene Familienunterhaltung auf anspruchsvollem Niveau, die insbesondere in der 3D-Version voll zur Geltung kommt.

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