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Midnight Movie

Bewertung: 2 / 5

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Titel: Midnight Movie
Autor: Tobe Hooper
Übersetzung: Beate Hellmann
Erstauflage: Oktober 2012
ISBN: 978-3-404-20669-8

Eine Besprechung / Rezension von Petra Berger 


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Inhalt:

Tobe Hooper ist ein berühmter Filmregisseur, jemand der in die Hall of Fame der Horrorregisseure gehört. Als ein Fan einen bisher verschollenen Film von Tobe Hopper entdeckt, sind die Horrorfreaks aus dem Häuschen. Dude McGee möchte den Film beim South by Southwest Festival aufführen und überredet den Filmemacher, das Festival mit seiner Anwesenheit zu beehren.

Tobe Hooper und kann sich an den Film nicht mehr erinnern. Eine Jugendsünde, die er im Alter von 16 oder 17 Jahren verbrochen hat, ein Film, in dem nur ein paar Kumpels aus seiner alten Schule mitwirken und der sicher kein Meilenstein in der Filmgeschichte werden wird. Er ist genauso neugierig wie das Publikum und folgt der Einladung nach Austin Texas.

Obwohl  der Film sehr einfach gehalten wurde, sind die Auswirkungen auf das Publikum enorm. Alle Menschen, die den Film gesehen haben, legen plötzlich ein seltsames Verhalten an den Tag. Sie leben ihre Emotionen aus, werden geil oder gewalttätig, verlieren alle Hemmungen und jegliche Selbstkontrolle. Sie geben sich ganz ihren Begierden hin.

Tobe Hooper glaubt nicht, dass sein Film die Ursache für das Verhalten der Menschen ist. Nichtsdestotrotz macht er sich mit dem Filmkritiker Erick Laughlin und Dude Mc Gee auf, die Mitwirkenden des Films zu finden und sie nach merkwürdigen Begebenheiten bei den damaligen Dreharbeiten zu fragen. Es wird ein Trip in die Vergangenheit des Regisseurs, der durch einen schweren Unfall kaum Erinnerungen an die Zeit hat.

Um die Macht des Films zu brechen, beschließen die Akteure, ein Remake zu drehen, doch kann dieses Remake die Macht des Bösen brechen oder wird es diese Macht nicht eher verstärken? Ein Risiko für alle Beteiligten.

Kommentar:

Das Buch teilt sich in drei Abschnitte auf. Im ersten Teil werden die Protagonisten eingeführt und Dude Mc Gee organisiert die Aufführung des Films. Der zweite Teil handelt von den Auswirkungen des Films auf die Zuschauer und beschreibt, wie sich das Virus immer mehr ausbreitet. Im letzten Teil versuchen Tobe Hooper und seine alten Freunde, ein Remake des Film auf die Beine zu stellen, um die Zombieapokalypse zu stoppen.

 

Tobe Hooper wurde 1943 in Austin/Texas geboren und lässt das Buch in seiner Heimatstadt spielen. Auf den Fotos wirkt er wie ein liebenswerter und gemütlicher Opa. Umso erstaunlicher finde ich es, wie er den Ton der Jugend trifft und die neuen Medien für sein Buch heranzieht. Teile des Buches bestehen aus Blogeintragungen, Twittertexten und Emailverkehr, was dem ganzen eine besondere Note gibt. Es wirkt alles sehr aktuell und glaubwürdig, als würde alles gerade jetzt passieren.

Ich kenne den Film Texas Chain Saw Massacre nicht und ich bin auch kein Horrorfan. Doch dieses Buch fand ich sehr amüsant und unterhaltsam, trotz der wirklich teilweise ekeligen Szenen. Der Autor suhlt sich aber nicht in den ekeligen Details , sondern  findet immer eine witzige Note, die dem ganzen den ernst nimmt. Alleine die Beschreibung von Dude und seinem Salamigestank bringen den Leser immer wieder zum Lachen. Die Dialoge sind wie geschliffene Diamanten, man sieht das Buch wirklich als Film vor Augen.

 

Fazit:

Sollte Tobe Hooper beschließen, dieses Buch zu verfilmen, werde ich mir sicher eine Kinokarte besorgen. Leich gruselige Unterhaltung für eine verregneten Nachmittag.

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