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Startseite - Film - Animation - Michiko & Hatchin - Vol. 1/6
Michiko & Hatchin - Vol. 1/6
Film - Animation

Serie/Titel: Michiko & Hatchin - Vol. 1/6
Originaltitel: Michiko to Hatchin
Regie: Sayo Yamamoto
Sprachen: Deutsch, Japanisch
FSK: 16 Jahre
Laufzeit: 100 min
AV Visionen
Japan 2008/2009

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

"Michiko und Hatchin“ ist eine Anime-TV-Serie aus dem bekannten Studio Manglobe, die seit Oktober 2008 im japanischen TV ausgestrahlt wird. Sie erzählt die Odyssee der just aus dem Knast ausgebrochenen Michiko, die das Mädchen Hatchin aus den Fängen der korrupten Familie ihres Adoptivvaters und Pfarrers entreißt. Die junge Hana fristet ein karges Dasein. Für ihre gemeinen Pflegeeltern muss sie den gesamten Haushalt schmeißen, und ihre gemeinen Geschwister drangsalieren sie bei jeder Gelegenheit. Ihr Wunsch nach Befreiung erfüllt sich, als die höchst attraktive und abgebrühte Michiko auf einem Motorrad buchstäblich vom Himmel fällt, und das durch die Küchendecke.

Die beiden harten Flintenweibchen Michiko und Hatchin sind weiter auf der rasanten Flucht. In Vermelha versuchen sie, Hiroshis Spur aufzunehmen. Das führt zu einem regelrechten Familientreffen. Alte Freunde wollen befragt, alte Feinde besiegt werden. Der Weg zu Hiroshi, so viel wird klar, führt über seinen alten Kumpel Satoshi. Der ist inzwischen Boss der Monstro Preto, eines mächtigen Gangstersyndikats, und entsprechend schwierig zu finden. Aber Michiko wäre nicht sie selbst, wenn sie sich von so etwas Banalem wie dem sicheren Tod abschrecken ließe. Zusammen mit Hatchin meistert sie einen Stierkampf, widersteht einer großen Versuchung und überlebt eine tödliche Straßenbahnfahrt. Endlich trifft sie auf Shinsuke, Satoshis rechte Hand

Zielgruppe ist hier die Shounen-Anhängerschar: Shônen-Mangas werden speziell für heranwachsende Jungen gezeichnet. Der thematische Schwerpunkt liegt vorwiegend auf Actionszenen und Kämpfen gegen Monster und böse Mächte, aber auch die Bewältigung realer Alltagsprobleme in der Schule und im Freundeskreis wird beschrieben. Oft handeln solche Geschichten von ganz normalen Kindern, die plötzlich durch besondere Kräfte zu Megahelden werden und mit ihren Superkräften ihre Freunde oder sogar die ganze Welt retten. In Japan würde man indes bei der Erwähnung von „Yaoi“ oder „Shounen Ai“ oft nur verständnisloses Kopfschütteln ernten, denn diese Begriffe werden international ganz anders verwendet. „Yaoi“, eine Abkürzung aus den japanischen Begriffen „yamanashi, ochinashi, iminashi“ („ohne Höhepunkt, ohne Inhalt, ohne Sinn“), wurde 1979 von einer Gruppe von Doujinshi-Zeichnerinnen aus Kanazawa rund um Yasuko Sakata und Rinko Hatsu als Titel für eine Sammlung zart erotischer Kurzstories geprägt. Weithin bekannt wurde das Wort „Yaoi“ dann ab 1985, als im Zusammenhang mit der Anime-Fernsehserie „Captain Tsubasa“, die von den Erlebnissen einer Schülerfußballmannschaft handelt, eine riesige Zahl von Fans gezeichneter Yaoi-Doujinshi erschien.

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