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Startseite - Film - Animation - Mermaid Forest - Vol. 01
Mermaid Forest - Vol. 01
Film - Animation

Titel: Mermaid Forest - Vol. 01
Originaltitel: Takahashi rumiko gekijou: Ningyo no mori
Regie: Masahara Okuwaki
Laufzeit: 82 min
FSK: ab 16 Jahre
Japan, 2003

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Rumiko Takahashi (* 10. Oktober 1957 in Niigata) ist eine der berühmtesten japanischen Comic-Zeichnerinnen (Mangaka) und wird oft Prinzessin des Manga genannt. Sie ist eine der reichsten Privatpersonen in Japan: In der Jahresliste der meistverdienenden japanischen Künstler stand sie 2001 auf Platz 1. Ihr Jahresverdienst wird auf umgerechnet 2-3 Mio. € geschätzt. Neben Mangas schreibt sie auch zahlreiche Kurzgeschichten.

Bei ihrem Fantasy-Horror-Anime „Mermaid Forest“ handelt es sich um ein weiteres Meisterwerk aus der Feder der genialen Mangaka Rumiko Takahashi. Einer Legende nach erlangt jener, der von dem Fleisch einer Meerjungfrau isst, UnsterbIichkeit und ewige Jugend. Das Fleisch jedoch enthält ein Gift, das die meisten, die davon kosten, tötet oder in „verlorene Seelen“ - abstoßende Monster, die dazu verdammt sind auf ewig vor sich hinzuvegetieren - verwandelt. Nur sehr wenigen wird der Segen zuteil, auf ewig schön und jung zu bleiben - oder der Fluch. Unsterblichkeit heißt nicht Unverwundbarkeit, so durchlebt man immer wieder die verschiedensten Tode, sei es durch zugefügte Wunden, Ertrinken oder im Kampf, nur um sich aus seinem Grab zu erheben und ein weiteres Mal auf den Tod zu warten:

Episoden:
01: Meerjungfrauen lächeln nicht
02: Das Dorf der Piratenfischer (Teil 1)
03: Das Dorf der Piratenfischer (Teil 2)

Bis zu dieser genialen Animations-Kunst war der Weg weit: Mit 18 zeichnete sie an der Niigata-Chuo-Oberschule ihren ersten Manga, Kyojin no Hoshi, der 1975 in der Zeitschrift des Manga-Clubs an ihrer Schule veröffentlicht wurde. Während ihres Studiums an der Nihon Joshi Daigaku (dt. Japanische Frauen-Universität) wohnte sie in einem 14 m² großen Studentenappartement. Diese Lebens- und Wohnsituation setzte sie in der Serie Maison Ikkoku um. Neben dem Studium besuchte sie abends die von Kazuo Koike (Lone Wolf & Cub) geleitete Manga-Schule Gegika Sonjuku. Sie zeichnete einige Kurzgeschichten und erhielt den vom Verlag Shogakukan gesponserten New Artist Award.

Takahashis professionelle Karriere begann 1978 mit dem Manga Katte na Yatsura, der in der Zeitschrift Shônen Sunday veröffentlicht wurde. Im selben Jahr startete ihre erste Manga-Serie, Urusei Yatsura, die zuerst unregelmäßig und ab Mitte 1979 regelmäßig veröffentlicht wurde. Die Serie wurde sofort ein großer Erfolg und wurde bis 1987 fortgesetzt. Oktober 1981 entstand daraus eine Anime-Serie. Der Erfolg von Urusei Yatsura lässt sich daran ermessen, dass die begrenzte Laserdisc-Sammlung der 216 Folgen, 5 Kinofilme und 3 OVAs für umgerechnet 2600 $ innerhalb von zwei Wochen ausverkauft war: Kein Wunder, wie wir hier wieder sehen können.

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